mini|hochkant|Poul Glargaard Poul Glargaard (eigentlich: Poul Glargaard Rasmussen; * 11. April 1942 in Randers; † 17. Oktober 2011 in Frederiksberg) war ein dänischer Theater- und Filmschauspieler.

Leben Poul Glargaard absolvierte seine Schauspielausbildung von 1964 bis 1966 an der Schauspielschule des Aarhus Teater, wo er als Darsteller auch sein Bühnendebüt hatte und dort anschließend mehrere Jahre lang als festes Ensemblemitglied engagiert war. Danach ging er an das Det ny Teater (Das neue Theater) in Kopenhagen. Glargaard spielte dort in verschiedenen Komödien und Dramen die Hauptrolle, so zum Beispiel in den Inszenierungen von Ann Jellicoe Min skøre mors hobby (englischer Originaltitel: The Sport of My Mad Mother, deutscher Titel: Meine Mutter macht Mist mit mir), Piger i sky (Das Mädchen in den Wolken) und Harvey. Ende der 1960er-Jahre verlegte er den Schwerpunkt seiner Arbeit in seine Tätigkeit als Schauspieler in Film und Fernsehen. Er spielte dort in zahlreichen erfolgreichen dänischen Filmproduktionen und bekannten Fernsehserien mit. Zudem wirkte er in verschiedenen Rollen in drei Filmen der Olsenbande-Reihe mit. Insgesamt wirkte er als Schauspieler vor der Kamera bis zum Jahr 2007 in über 60 Film-und-Fernsehproduktionen mit.

Zudem war Glargaard auch an mehreren in Dänemark bekannten Hörspiel-Produktionen beteiligt. Er hatte dort auch die klassischen Horror-Geschichten des dänischen Schriftstellers und Schauspielers Jan Gustavsen nacherzählt, die hauptsächlich bei jüngeren Leuten ein großer Erfolg wurden.

Poul Glargaard war geschieden und hatte eine Tochter. Nach Angaben der dänischen Polizei beging Glargaard am 17. Oktober 2011 in seiner Wohnung Selbstmord. Es wurden dort bei ihm entsprechende Tabletten und ein Abschiedsbrief gefunden. Er wurde 69 Jahre alt.

Die Trauerfeier fand am 25. Oktober 2011 in der Solbjerg-Kirche in Frederiksberg statt. Glargaard wollte ursprünglich anonym in einem unbekannten Grab beerdigt werden, wurde dann aber in einem Gemeinschaftsgrab (dän. Birkelunden) auf dem Søndermark Kirkegård (Søndermark Friedhof) in Frederiksberg beigesetzt.

Filmografie (Auswahl) 1968: Mißbraucht (Jeg, en kvinda II) 1968: Det er så synd for farmand 1968: Min søsters børn vælter byen 1968: Das liebste Spiel (Det kære legetøj) 1968: Woyzeck 1969: Beichte eines Porno-Mädchens (Sonja – 16 år) 1969: Sjov i gaden 1969: Komteß Elsa – Das Loch im goldenen Käfig (Der kom en soldat) 1969: Ta’ lidt solskin 1969: Die Ballade von Carl-Henning (Balladen om Carl-Henning) 1970: Rend mig i revolutionen 1970: Tintomara 1970: Vier tolle Jungs in der Prärie (Præriens skrappe drenge) 1970: Nana 1970: Drei Arten Liebe (3 slags kærlighed) 1972: Das fröhliche Bordell (Bordellet) 1972: Die Olsenbande und ihr großer Coup (Olsen-bandens store kup) 1973: Die Olsenbande läuft Amok (Olsen-banden går amo) 1973: Mig og mafiaen 1973: Trekanter 1973–1977: Oh, diese Mieter (Huset på Christianshavn, Fernsehserie, 3 Folgen) 1974: Der (voraussichtlich) letzte Streich der Olsenbande (Olsen-bandens sidste bedrifter) 1974: Mafiaen – det er osse mig! 1974: Hitler Superstar 1976: Blind makker 1976: Strømer 1977: Skytten 1977: Ein Haus in der Provinz (Fernsehserie, 1 Folge) 1978: Agent 69 Jensen i Skyttens tegn 1980: Attentat 1981: D.A.S.K. (Fernsehserie, 1 Folge) 1983–1985: Rejseholdet (Fernsehserie, 10 Folgen) 1984: Kopenhagen – Mitten in der Nacht (Midt om natten) 1985: Jane Horney (Fernsehserie, 1 Folge) 1985: Walter og Carlo 1988: Alle esker Debbie (Fernsehserie) 1988: Station 13 (Fernsehserie, 1 Folge) 1990: Ugeavisen (Fernsehserie, 2 Folgen) 1992: Gøngehøvdingen 2007: Faul im Staat Dänemark (Hvordan vi slipper af med de andre)

Preise 1988: Årets Dirch

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Einzelnachweise

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