Betreiber: Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) Eröffnung: 27. Mai 1939 Linien: 7 Der Trolleybus Zürich ist das Trolleybus-System der schweizerischen Stadt Zürich. Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) betreiben – neben der Strassenbahn Zürich und diversen Autobus-Linien – sechs Trolleybuslinien, die in den Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) integriert sind. Die gesamte Streckenlänge beträgt, noch ohne die Linie 83, 53,8 Kilometer. auf stadt-zuerich.ch Jährlich werden 54,1 Millionen Fahrgäste befördert, 117,2 Millionen Personenkilometer erbracht und 5,4 Millionen Wagenkilometer gefahren. auf stadt-zuerich.ch auf stadt-zuerich.ch 2011 bewältigte der Trolleybus damit 18,5 Prozent des gesamten VBZ-Fahrgastaufkommens. auf trolleymotion.ch, abgerufen am 28. August 2012

Liniennetz Aktuell

Es verkehren die Durchmesserlinie 31, die Tangentiallinien 32, 33, 72 und 83 sowie die Radiallinie 46.

Linie Strecke Länge Haltestellen Fahrzeit min. Taktfolge max. Auslauf Fahrzeugeinsatz 31 Zürich, Kienastenwies – Zürich, Hermetschloo 35 / 35 43–50 Minuten 7,5 Minuten 15 Kurse Doppelgelenktrolleys 32 Zürich, Holzerhurd – Zürich, Strassenverkehrsamt 10,8 km 27 / 26 36 / 37 Minuten 6 – 7,5 Minuten 15 Kurse Doppelgelenktrolleys33 Zürich, Triemli – Zürich, Bahnhof Tiefenbrunnen 34 / 33 41 Minuten 7,5 Minuten 13 Kurse Gelenktrolleys 46 Zürich, Bahnhofquai/HB – Zürich, Rütihof 18 / 20 20 Minuten 3,75 – 7,5 Minuten 12 Kurse Gelenktrolleys 72 Zürich, Milchbuck – Zürich, Morgental 21 / 21 26 Minuten 7,5 Minuten 11 Kurse Gelenktrolleys 83 Zürich, Milchbuck – Zürich, Bahnhof Altstetten 16 / 17 22 / 25 Minuten 7,5 Minuten 8 Kurse Gelenktrolleys

Die Angaben für die Gesamtfahrzeit und die Anzahl der Haltestellen werden für die unter Strecke angegebene Fahrtrichtung und die entsprechende Gegenrichtung getrennt dargestellt, wobei der erste Wert für die angegebene Richtung steht. Es werden je Fahrtrichtung alle Haltestellen eingeschlossen der Abfahrts- und Endstation berücksichtigt.

Die Linie 31 nach Schlieren überquerte als einzige Trolleybuslinie die Stadtgrenze Zürichs. Diese Strecke entstand 1956 als Ersatz für die Tramlinie 1 und einem Teilstück der Linie 2, welches aus der Limmattal-Strassenbahn hervorging. Auf Grund der Arbeiten an der Limmattalbahn verkehrte die Linie 31 seit Dezember 2019 nur noch bis Bahnhof Altstetten. Vor der Vollendung der Limmattalbahn, im Mai 2021, wurde die Linie 31 wiederum vom Bahnhof Altstetten zur letzten noch auf Stadtgebiet liegenden Haltestelle Micafil verlängert und via Hermetschloostrasse eine Wendeschlaufe mit Haltestelle geschaffen. Im Gegenzug bedient die Tramlinie 2 nun den ausserstädtischen Streckenabschnitt der Linie 31 bis Schlieren.

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 gilt die Linie 83 ebenfalls als Trolleybuslinie. Insgesamt acht Batterie-Trolleybusse der neusten Generation lösten im Frühling 2020 nach und nach die bislang eingesetzten Dieselbusse ab. Die Fahrzeuge legen die Strecke zwischen Hardplatz und Bahnhof Altstetten dabei ohne Oberleitung zurück. Zwischen Hardplatz und Milchbuck verkehren sie an der Oberleitung und laden dabei ihre Batterie wieder auf.

Der auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2025 angekündigte Trolleybusbetrieb auf der Linie 69 wurde aufgrund verspäteter Ablieferung von weiteren Trolleybussen noch nicht aufgenommen, die Fahrleitungen wurden jedoch bereits installiert.

Geschichte

Der Trolleybus Zürich wurde am 27. Mai 1939 von der damaligen Städtischen Strassenbahn Zürich, kurz St. St. Z., eröffnet. Nach dem Trolleybus Lausanne und dem Trolleybus Winterthur war er der dritte neuzeitliche Trolleybusbetrieb der Schweiz. De facto gehörte der Trolleybus-Betrieb anfangs zum rechtlich eigenständigen Verkehrsunternehmen Autobusbetrieb der Städtischen Strassenbahn Zürich. Dieser wurde 1927 als Kraftwagenbetrieb der Städtischen Strassenbahn Zürich gegründet und 1935 umbenannt. auf Stadt Zürich Erst im März 1949 wurden beide Betriebsteile zusammengelegt, es entstanden die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich,125 Jahre Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich auf reflektion.info seit 1978 Verkehrsbetriebe Zürich. Seit der Eröffnung entwickelte sich das Trolleybusnetz wie folgt: auf tram-museum-archiv.ch auf tram-museum-archiv.ch

Jahr Änderung Strecke Linie damals Linie heute 27. Mai 1939 Autobusersatz Linie B Bezirksgebäude – Limmatplatz – Bucheggplatz (3,1 km) B 32 Eröffnung Betriebsstrecke Anbindung Garage Zweierstrasse keine keine 19. Juni 1942 Autobusersatz Linie A Albisriederplatz – Spyriplatz (5,7 km) A 33 14. Oktober 1946 Autobusersatz Linie C Klusplatz – Witikon Berghaldenstrasse (2,5 km) C 31 26. April 1948 Neuerschliessung Bezirksgebäude – Goldbrunnenplatz B 32 20. Oktober 1947 Neuerschliessung Spyriplatz – Kirche Fluntern A 33 Eröffnung Betriebsstrecke Anbindung Garage Fluntern (ehemals Tramdepot) keine keine 1951 Eröffnung Betriebsstrecke Anbindung Tram- und Trolleybusdepot Elisabethenstrasse keine keine 4. Februar 1952 Autobusersatz Linie F Goldbrunnenplatz – Utohof (heute Strassenverkehrsamt) B 32 11. Oktober 1954 Liniennummernänderung Umbenennung der Linien A, B und C in 32, 33 und 34 A / B / C 32 / 33 / 31 1. Januar 1956 Autobusersatz Linie 31(bis 14. März 1954 Tramlinie 1) Burgwies – Hegibachplatz 31 keine Hegibachplatz – Hauptbahnhof – Hardplatz 31 Autobusersatz Linie 31 Hardplatz – Herdernstrasse 13. Februar 1956 Eröffnung Betriebsstrecke Burgwies – Sempacherstrasse – Klusplatz (Anbindung der isolierten Linie 34 an das Hauptnetz) keine keine 7. Januar 1957 Neuerschliessung Herdernstrasse – Hohlstrasse – Farbhof 31 31 8. April 1958 Autobusersatz Linie 2(bis 31. Dezember 1955 Tramlinie 2) Farbhof – Schlieren Zentrum 31 31 1965 Vorübergehende Verlegung Umfahrung Bahnhofplatz über Usteristrasse – Werdmühlestrasse – Waisenhausstrasse (Bau des Shopville) 31 keine 30. Oktober 1967 Vorübergehende Stilllegung Kirche Fluntern – Albisriederplatz (Umstellung auf Autobuslinie 33 wegen Neubau der Hardbrücke) 33 33 1967 Stilllegung Betriebsstrecke Schliessung Garage Fluntern keine keine 1969 Eröffnung Betriebsstrecke Anbindung Garage Herdernstrasse keine keine Stilllegung Betriebsstrecke Umwandlung Depot Elisabethenstrasse in ein reines Tramdepot keine keine 1971 Verlegung Aufgabe der Umfahrung Bahnhofplatz (Wiederherstellung des Zustands vor 1965) 31 31 3. Mai 1971 Neuerschliessung Witikon Berghaldenstrasse – Loorenstrasse 34 31 1974 Umbau Helvatiaplatz – Militär-/Langstrasse (Einrichtung eines signalgesicherten einspurigen Abschnitts) 32 32 2. September 1974 Autobusersatz Linie 73 Albisriederplatz – Morgental 73 72 2. April 1975 Neuerschliessung Bucheggplatz – Furttal Hungerbergstrasse 74 32 1. Juni 1975 Wiedereröffnung Kirche Fluntern – Albisriederplatz (Rückumstellung auf Trolleybusbetrieb nach Fertigstellung der Hardbrücke) 33 33 Linienumstellung Zusammenschluss der Linie 33 und 73 zur neuen Linie 33 (Kirche Fluntern – Morgental) 33, 73 33, 72 25. Mai 1979 Einstellung Linienbetrieb Burgwies – Hegibachplatz (Stilllegung Anfang der 1990er Jahre) 31 keine 30. Oktober 1980 Neuerschliessung Witikon Loorenstrasse – Kienastenwies (0,750 km) 34 31 13. Dezember 1986 Neuerschliessung Hungerbergstrasse – Holzerhurd 74 32 1. September 1994 Autobusersatz Linie 72 Milchbuck – Triemli 72 72 28. Mai 1995 Autobusersatz Linie 46 Bahnhofquai/HB – Rütihof 46 46 24. Oktober 1998 Neuerschliessung Kirche Fluntern – Bahnhof Tiefenbrunnen (3,8 km) (erster Kredit bewilligt 1990Anfrage von Vilmar Krähenbühl (SVP, Zürich) betreffend Verlängerung der Buslinie 33 in Zürich von der Kirche Fluntern zum Bahnhof Tiefenbrunnen., Parlament des Kantons Zürich, 24. mai 1993) 33 33 30. Mai 1999 Linienumstellung Zusammenschluss der Linie 32 und 74 zur neuen Linie 32 (Holzerhurd – Strassenverkehrsamt) 32, 74 32 2007 Stilllegung Betriebsstrecke Hegibachplatz – Klusplatz (ersetzt durch Fahrleitungsweichen zur Linie 33 am Klusplatz) keine keine 15. Dezember 2013 Einführung Verstärkerlinie 71 Rosengartenstrasse – Krematorium Sihlfeld 71 71 Streckentausch Linien 33 und 72 Linie 33 neu bis Triemli, Linie 72 neu bis Morgental 33, 72 33, 72 11. Dezember 2015 Einstellung Verstärkerlinie 71 Rosengartenstrasse – Krematorium Sihlfeld (ersetzt durch Autobuslinie 83; ab 20. November 2015 waren nur Autobusse auf Linie 71 im Einsatz) 71 83 27. August 2017 Vorübergehende Stilllegung Bahnhof Altstetten – Micafil (Baustart Limmattalbahn; Umstellung auf Autobuslinie 31E) 31 31 Stilllegung Linie 31 Micafil – Schlieren (Umstellung auf Autobuslinie 31E; ab August 2019 Tramlinie 2) 31 keine 10. Dezember 2017 Linienumstellung Zusammenschluss der Linie 31 und 34 via Hegibachstrasse zur neuen Linie 31 (Farbhof – Kienastenwies) 31, 34 31 April 2020 Autobusersatz Linie 83 Milchbuck – Albisriederplatz – Bahnhof Altstetten (Inbetriebnahme Batterie-Trolleybusse) 83 83 31. Mai 2021 Wiedereröffnung Bahnhof Altstetten – Hermetschloo (Rückumstellung auf Trolleybusbetrieb nach Fertigstellung der Hohlstrasse) 31 31

mini|Ein Doppelgelenktrolleybus wartet vor dem Bahnübergang Friesenberg

Besonderheiten

Die Linie C beziehungsweise 34 war zwischen ihrer Eröffnung 1946 und 1956 vom restlichen Trolleybusnetz isoliert. Der Fahrzeugaustausch erfolgte mittels sogenannter Bügelwagen auf Strassenbahnschienen. Bis heute ist das Trolleybus-Fahrleitungsnetz eng mit dem der Strassenbahn verbunden: So dienen beispielsweise nur zwei Gleichrichterstationen ausschliesslich dem Trolleybus. An manchen Stellen erfolgt die Rückleitung zum Gleichrichter über die Schienen der Strassenbahn. Auf dem Gelände der Zentralwerkstätte Altstetten existiert ausserdem eine spezielle Trolleybus-Prüfstrecke, diese Ringstrecke ist nicht mit dem restlichen Trolleybusnetz verbunden.

Eine weitere Besonderheit ist die seit 1952 bestehende Fahrleitungskreuzung in Friesenberg, wo die Linie 32 die Uetlibergbahn kreuzt. Diese war ursprünglich mit 1200 Volt Gleichstrom elektrifiziert, was die Kreuzung relativ einfach machte. Seit der Umstellung der Bahn auf 15 kV im Jahr 2022 trägt eine schwere Stahlkonstruktion, die bisher nicht befriedigt, die Fahrleitungen über der Kreuzung. Diese soll im Zuge der Lieferung von weiteren Batterietrolleybussen wieder abgebaut werden. Die circa 1980 geplante und teilweise vorbereitete Elektrifizierung der Autobuslinie 62 hingegen scheiterte wegen der Niveaukreuzung beim Bahnhof Zürich-Affoltern. Aus Sicherheitsgründen wurde damals die Kreuzung mit der 15-kV-Fahrleitung der SBB nicht bewilligt.

Im Jahr 2012 beschaffte das Unternehmen Trolleybusse mit Batterien anstelle des Hilfsmotors. Aufgrund der guten Erfahrungen wurde 2015 der Umbau der bestehenden Trolleybusse vom zu entfernenden Diesel-Hilfsmotor zu einer Traktionsbatterie als Hilfsantrieb voran getrieben.Batterisiert, VBZonline, 23. September 2015

mini|294x294px|Batterietrolleybus Nummer 200 mit neu gestalteter Front- und Heckpartie an der Endhaltestelle Milchbuck Bei der Neugestaltung des Albisriederplatzes im Jahre 2015 wurde darauf verzichtet, die Oberleitungen der Linien 33, 72 und 83 wieder mit den Fahrdrähten der Tramlinien 2 und 3 zu kreuzen. Die Trolleybusse senken deshalb ihre Stromabnehmer am Albisriederplatz (Fahrtrichtung Hardplatz) beziehungsweise am Hardplatz (Fahrtrichtung Albisriederplatz) und fahren mit Strom von der Batterie zur jeweils nächsten Station, wo Einfädeltrichter das automatische Eindrahten ermöglichen. auf trolleymotion.eu, aufgerufen am 3. Januar 2016 Ebenso wurden am Bucheggplatz Fahrleitungen abgebaut.

Zukunft