mini|Iskandar Widjaja (2011)
Iskandar Widjaja (* 6. Juni 1986 in West-Berlin) ist ein deutscher Geiger.
Leben Iskandar Widjaja begann im Alter von vier Jahren mit dem Violinspiel. Mit elf Jahren wurde er als Jungstudent an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin Schüler von Werner Scholz und später von Joachim Hantzschk. 2003 wechselte er an das Julius-Stern-Institut der Universität der Künste Berlin zu Uwe-Martin Haiberg und Ilan Gronich. 2003 erhielt er ein vierjähriges Stipendium für die Indiana University Bloomington und das Gerd-Bucerius-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben, welches ihm die Teilnahme am Internationalen Violin Meisterkurs „Keshet Eilon“ in Tel Aviv bei Ida Haendel, Shlomo Mintz und Eduard Grach ermöglichte.
Konzertreisen führten ihn auf alle fünf Kontinente, unter anderem an die Berliner Philharmonie, die Aula Simfonia Jakarta, das Tel Aviv Opera House und die Hong Kong City Hall . Regelmäßig tritt er als Solist mit Orchestern auf, wie zum Beispiel dem Sydney Symphony Orchestra, dem Deutschen Symphonieorchester sowie dem Konzerthausorchester Berlin, dem Orchestre de la Suisse Romande, den Warschauer Philharmonikern, den Münchner Philharmonikern und dem Shanghai Philharmonic Orchestra. 2013 spielte er auf der Eröffnungsveranstaltung des APEC-Gipfels auf Bali. 2018 veranstaltete die DEAG Deutsche Entertainment AG seine erste eigene Deutschland-Tournee, die ihn unter anderem in die Elbphilharmonie Hamburg führte.
Ebenso trat er häufig auf massenmedialen Events wie Miss World oder Miss Earth, dem Davis Cup, der EXPO in Mailand, der Paris Fashion Week oder zur Weltpremiere der Suite für Violine und Orchester Across the Stars aus Star Wars von John Williams im Wiener Konzerthaus auf.
Instrumente Von 2007 bis 2009 spielte Widjaja auf einer über 150 Jahre alten Violine von Nicolas Darche, die ihm als mehrfachem Preisträger des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds als Leihgabe übergeben wurde. Zurzeit spielt er eine Violine von Vuillaume (1875) sowie die Stradivari „Stephens“ (1690), eine Leihgabe von Florian Leonhardt.
Soziales Engagement Iskandar engagiert sich für bildungsfördernde Projekte für Kinder im Asien-Pazifik Raum, so in Zusammenarbeit mit der UNICEF oder der WWF (World Wide Fund for Nature). Mit KOMPAS Gramedia, Indonesiens größtem Medienkonzern, veranstaltete er Spendenevents zur Finanzierung von Musikinstrumenten und Unterricht für Straßenkinder.
Preise 2004: 1. Preis beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert in der Wertung „Violine solo“ 2004: 2. Preis beim Internationalen Königin Sophie Charlotte Wettbewerb für Violine 2006: 3. Preis beim Violinwettbewerb der Ibolyka Gyarfas-Stiftung 2008: 1. Preis beim Internationalen Hindemith-Wettbewerb und Auszeichnung mit der Paul-Hindemith-Gold-Medaille und dem Preis der Maggini-Stiftung 2009: Sonderpreise „Bester Bach“ und „Beste Beethoven Sonate“ beim Concorso Internazionale Violinistico Andrea Postacchini 2009: Goldener Julius in der Kategorie „Junior Julius“ für außerordentliches Talent im Violinspiel 2013: LOTTO-Förderpreis des Rheingau Musik Festivals
Diskografie Bach 'N' Blues (OehmsClassics; 2011) Precious Refuge (OehmsClassics; 2014) Tango Fuego/Trio Cayao (OehmsClassics; 2015) Schumann Violin Sonate Nr. 2, Fantasie für Violine und Orchester op. 121, Christoph Eschenbach, Deutsches-Symphonieorchester Berlin (OehmsClassics; 2018) Mercy (Edel/Neue Meister; 2018) Fazil Say, 1001 Nights in the Harem, Iraz Yildiz, ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Howard Griffiths (Sony Classical; 2019) Iskandar Widjaja – Hip Hop Symphony (2020)
Rezeption „Wo Wieniawski wie Schumann aber mal Momente der Ruhe vorgesehen haben, da nimmt der junge Geiger für sich ein, mit seiner sensiblen Detailversessenheit – und einem charmant-jünglingshaften Sinn für kitschfreie, authentische Romantik, mit seiner sensiblen Detailversessenheit – und einem charmant-jünglingshaften Sinn für kitschfreie, authentische Romantik.“
„Isaac Stern couldn’t have wished for a brighter spotlight. If Widjaja has been received as a sort of pop star, then he’s succeeded on a even higher level in bringing rich musical values to the marketplace than have, say, Nigel Kennedy and David Garrett. His versions of Bach sound like no others. He weds strong timbral individuality to comprehensive technical command and deep musical insight. Urgently recommended! A young violinist, synthesizing much of value from the past with much of value from the present. Intensely interesting—and riveting.“
Weblinks
Website von Iskandar Widjaja (englisch)
Maria-Antonia Gerstmeyer: „Mozart ist Unterhaltung, seine Opern sind Comedy“. Interview in Welt vom 9. März 2018
Einzelnachweise
Kategorie:Geiger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1986 Kategorie:Mann