mini|Lage von Siemensstadt in Berlin

In der Liste der Kulturdenkmale von Siemensstadt sind die Kulturdenkmale des Berliner Ortsteils Siemensstadt im Bezirk Spandau aufgeführt. Sonstige Denkmäler (künstlerisch gestaltete Monumente bzw. Bauwerke zur Erinnerung) finden sich in der Liste Denkmäler in Spandau.

Denkmalbereiche (Gesamtanlagen) Nr. Lage Offizielle Bezeichnung Beschreibung Bild Goebelstraße 120/122 Jungfernheideweg 1, 3-15, 21/45 Mäckeritzstraße 6/22 () Großsiedlung Siemensstadt (Ringsiedlung) Teil des Welterbes Siedlungen der Berliner Moderne Zeilenbau, 1929–1931 von Walter Gropius, Eckbau nach Kriegsschäden 1991–1992 originalgetreu wieder aufgebaut 140x140px Zeilenbau, 1929–1931 von Walter Gropius 140x140px|zentriert Zeilenbau „Panzerkreuzer“, 1929–1931 von Hans Scharoun, 1950 Kopfbau aufgestockt 140x140px|zentriert140x140px|zentriert 4-stöckiger Zeilenbau, 1929–1931 von Hans Scharoun 140x140px|zentriert Gasleuchten 140x140px|zentriertWeitere Bestandteile: siehe Denkmalliste Charlottenburg-Nord Goebelstraße 143 Lenther Steig ()Tageserholungsheim für Siemens-Arbeiterinnen Erholungsheim & Klubhaus, 1927–1928 von Hans Hertlein, 1933 Umbau; Der eineinhalbgeschossige Ziegelbau ist winkelförmig, kubisch gestuft angelegt und mit einem Flachdach versehen, welches zur Südseite als halb überdachte Liegeterrasse gestaltet ist. Im Winkel beider Trakte überragt ein Treppenturm mit Aussichtsterrasse den Flachbau. An der Nordseite befinden sich Plastiken von Hermann Hosaeus: fünf kluge und fünf törichte Jungfrauen, sowie eine Putte mit Wandbrunnen an der Nordwestecke (→ Putto-Brunnen). 140x140px|zentriert Trafohäuschen 140x140px|zentriert Gartenanlage, 1928 von Georg Pniower 140x140px|zentriert Bereits um 1916 entstanden an dieser Stelle (dem sogenannten Siemensgarten) Holzbauten, die den Siemensarbeiterinnen zur Erholung dienten. 1927–1928 wurde dann nach Plänen von Hertlein ein massiver Bau anstatt der Holzbauten errichtet. Das Mädchenerholungsheim musste allerdings bereits 1931 seinen Betrieb einstellen und wurde fortan als Klubhaus für die Kameradschaft Siemens genutzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bau schwer beschädigt und 1951–1952 als Clubhaus Siemensstadt wiederhergestellt. Seit 1997 wird das Haus unter dem Namen Eduard-Willis-Haus als Wohnstätte und Beschäftigungszentrum für schwer geistig behinderte Menschen genutzt. Nonnendammallee 44 Otternbuchtstraße () Osram-Maschinen-Glaswerk Kolbenhütten A und B, 1927 und 1931 von Waldemar Pattri, Wiederherstellung 1945–1949 140x140px|zentriert Gemengehaus Maschinen- und Kesselhaus Röhrenhütte Generatorenhaus 140x140px|zentriert Verwaltungsgebäude & Wohlfahrtsgebäude 140x140px|zentriert Nonnendammallee 80–81A Rohrdamm 23–24B Wattstraße 13–14A Wernerwerkdamm 36 () Wohnanlage Nonnendamm I (Süd) der Charlottenburger Baugenossenschaft 1910–1911 von Johnson im Auftrag der Charlottenburger Baugenossenschaft erbaut. Dreieckige Blockrandbebauung mit großem Innenhof und Kinderspielplatz. Der Baukomplex umfasst 140 Ein- bis Viereinhalbzimmerwohnungen sowie 17 Ladengeschäfte. An der Ecke Nonnendamm–Rohrdamm erhebt sich ein Turm, der als Gegenstück zu dem gegenüberliegenden Siemens-Verwaltungsgebäude gedacht ist. Ursprünglich krönte den Turm ein hohes Walmdach mit Dachreiter, welches heute allerdings nicht mehr vorhanden ist. Im Erdgeschoss des Turms befindet sich das Restaurant Stammhaus Siemensstadt, welches bereits seit der Erbauung 1911 als Casino Nonnendamm existierte. 140x140px|zentriert Nonnendammallee 89–93B Jugendweg 8–9A Mäckeritzstraße 1/11 Quellweg 20/28 () Wohnanlage Nonnendamm-Nord der Charlottenburger Baugenossenschaft 1911–1912 von Josef Feldhuber

Beispiel für den Reformwohnungsbau der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, erbaut durch die Charlottenburger Baugenossenschaft mit 229 Wohneinheiten und 22 Ladengeschäften. Im Gegensatz zu üblichen Mietskasernen in Blockrandbebauung mit stickigen Hinterhöfen, ist die trapezförmige Wohnanlage offen um einen begrünten Hof gestaltet. Die Wohnanlage war für die Beamten der benachbarten Siemenshauptverwaltung bestimmt und gehörte zur damaligen Zeit zum gehobenen Standard. Alle Wohnungen verfügen über eine Loggia oder einen Balkon und besaßen bereits zumeist eine Innentoilette, manche auch ein Bad. Siemens beteiligte sich an den Baukosten unter der Voraussetzung, dass neun Zehntel der Wohnungen Siemensbeschäftigten zur Verfügung gestellt werden.Hans-Werner Klünner: Spandau / Siemensstadt – so wie sie waren. Droste Verlag, 1978, S. 80. 140x140px|zentriert140x140px|zentriert Gasleuchten im Straßenraum 140x140px|zentriert Otternbuchtstraße 11 () Kraftwerk Reuter 1929–1930, 1943 und 1948–1949 von den Siemens-Schuckertwerken Hans Hertlein(?)

Das Kraftwerk Reuter wurde in den 1920er Jahren als westliches Gegenstück zum Kraftwerk Klingenberg – zunächst unter dem Namen Kraftwerk West – erbaut. Die beiden Kraftwerke waren zu der Zeit die größten und modernsten Deutschlands und stellten in den 1930er Jahren etwa 60 Prozent der insgesamt von der Bewag verbauten Kraftwerksleistung zur Verfügung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Kraftwerk West teilweise von den sowjetischen Militärs demontiert und 1949 wieder in Betrieb genommen (1953 Umbenennung in Kraftwerk Reuter).

Der Kraftwerkskomplex liegt direkt an der Spree, an einem künstlichen Hafenbecken. Das 46 Meter hohe Kesselhaus ist ein hochgestellter Quader mit schmalen Vertikalfensterbändern. Die Fassade ist mit gelb- bis rotbunten Ilse-Klinkern verblendet. Durch die Erweiterung 1949 wurde das Kesselhaus um neun Achsen nach Süden vergrößert und ein dritter Schornstein hinzugefügt. Stilistisch ist das Bauwerk mit seiner funktionalen Baumassenverteilung und dem Verzicht auf architektonische Verzierungen der Neuen Sachlichkeit zuzuordnen. 140x140px|zentriert Pförtnerhäuschen 140x140px|zentriert Verwaltungsgebäude 140x140px|zentriert Denkmalverlust: Schornsteine Ursprünglich zwei 110 Meter hohe Schornsteine, 1949 3. hinzugefügt. Alle drei Schornsteine wurden 2008 wegen Baufälligkeit abgetragen.Rainer W. During: Kraftwerk Reuter – Von ganz oben herab. In: Der Tagesspiegel, 16. Oktober 2008. 140x140px|zentriert Rohrdamm 32–33D Goebelstraße 117/125, 129/137 Jungfernheideweg 17, 49/57 Lenther Steig 9-24 Natalissteig 1, 3–29 Quellweg 38/44, 45–69, 71/75 Schuckertdamm 307, 312/334, 333, 342/386 Schuckertplatz 1–9 Schwiegersteig 1–2, 4–6, 8–12, 14–18, 20–22, 24–28 () Siedlung Heimat Wohnanlage mit Postgebäude, 1929–1933 von Hans Hertlein 140x140px|zentriert Garagen?, 1929–1933 von Hans Hertlein 140x140px|zentriert Zeilenbauten, 1929–1933 von Hans Hertlein 140x140px|zentriert Wohnanlage Goebelstraße 140x140px|zentriert Wohnanlage Schwiegersteig 140x140px|zentriert Wohnanlage Quellweg, 1929–1933 von Hans Hertlein 140x140px|zentriert Pavillon, 1929–1933 von Hans Hertlein 140x140px|zentriert|Pavillon 'Siedlung Heimat', Berlin-Siemensstadt140x140px|zentriert|Pavillon 'Siedlung Heimat', Berlin-Siemensstadt öffentliche Frei- und Grünflächen, 1930–1933 von Georg Pniower in Zusammenarbeit mit Leberecht Migge, mit pflanzlichen und baulichen Bestandteilen, Wege- und Platzsystem, Ausstattungsgegenständen und Bodenmodellierungen, ursprüngliche und überlieferte Anlage der Mietergärten sowie Beleuchtung im Straßenraum Rohrdamm 35–54 Dihlmannstraße 10/20, 30 Harriesstraße 1–14, 16 Im Eichengrund Rapsstraße 2–35, 37–59, 61–74 Rieppelstraße 1–25, 26/30 ()Siedlung SiemensstadtMehrfamilienhäuser und Reihenhäuser in vier Bauabschnitten einschließlich der öffentlichen und gemeinschaftlichen Frei- und Grünflächen mit pflanzlichen und baulichen Bestandteilen (Müllhäuschen, Garagen, Mauern), Wege- und Platzsystem, Ausstattungsgegenständen und Bodenmodellierungen, ursprüngliche und überlieferte Anlage der Mietergärten und Gasleuchten (siehe auch Gartendenkmal Frei- und Grünflächen) 1921–1925 von Hans Hertlein, 1. Bauabschnitt („Alte Siedlung“), Wohnblocks und Mehrfamilien-Reihenhäuser 140x140px|zentriert140x140px|zentriert 1926–1927 von Hans Hertlein, 2. Bauabschnitt, Reihenhausblöcke & Reihenhäuser 140x140px|zentriert 1928–1930 von Hans Hertlein, 3. Bauabschnitt, Zeilenbauten und Siedlungshäuser 140x140px|zentriert 1930 von Hans Hertlein, 3. Bauabschnitt, Garagen für Pkw 140x140px|zentriert 1931–1932 von Hans Hertlein, 4. Bauabschnitt, Ein- und Mehrfamilien-Reihenhäuser 140x140px|zentriert Siemensbahn () Siemensbahn (zwischen Bezirksgrenze und Bahnhof Gartenfeld) Viadukt zwischen Popitzweg und Spree 140x140px|zentriert Bahnhof Wernerwerk, 1928–1929 von Hans Hertlein 140x140px|zentriert Straßenunterführung Jungfernheideweg 140x140px|zentriert Straßenunterführung Quellweg 140x140px|zentriert Straßenunterführung Lenther Steig 140x140px|zentriert Bahnhof Siemensstadt mit Viadukt Rohrdamm 140x140px|zentriert140x140px|zentriert Gleichrichterwerk Rohrdamm 140x140px|zentriert Straßenunterführung Am Schaltwerk 140x140px|zentriert Stellwerk Gartenfeld 140x140px|zentriert Endbahnhof Gartenfeld 140x140px|zentriert U-Bahn-Linie U7 Altstädter Ring Am Juliusturm Breite Straße Carl-Schurz-Straße Gorgasring Nonnendammallee Popitzweg Seegefelder Straße Siemensdamm StabholzgartenU-Bahnhöfe Siemensdamm, Rohrdamm, Paulsternstraße, Haselhorst, Zitadelle, Altstadt Spandau und Rathaus Spandau der U-Bahn-Linie U7 U-Bahnhof Siemensdamm, 1973–1984 von Rainer G. Rümmler () 140x140px|zentriert U-Bahnhof Rohrdamm, 1973–1984 von Rainer G. Rümmler () 140x140px|zentriert U-Bahnhof Paulsternstraße, 1973–1984 von Rainer G. Rümmler () 140x140px|zentriertWeitere Bahnhöfe: siehe Denkmallisten Berlin-Haselhorst und Berlin-Spandau

Baudenkmale Nr. Lage Offizielle Bezeichnung Beschreibung Bild Gartenfelder Straße 28 () Siemenswerke Bereich Gartenfeld, Kabelwerk-Heizwerk 1927, 1929–1930 von Hans Hertlein 140x140px Gartenfelder Straße 14 () Siemenswerke Bereich Gartenfeld, Kabelwerk-Metallwerk, „Belgienhalle“ 1917–1918 aus Valenciennes und gleichartige Erweiterung, 1922, 1928–1929 von Hans Hertlein 140x140px|zentriert Gartenfelder Straße 28 () Siemenswerke Bereich Gartenfeld, Kabelwerk-Hallenkomplex 1911–1912 von Karl Janisch und Nagy, nordöstliche Erweiterung 1913; 1918 und 1923 Teilwiederaufbau von Hans Hertlein 140x140px|zentriert Luftschutzbunker, 1941 Denkmalverlust: Halle Nordwestliche Halle 2012 nach Brand abgerissen 140x140px|zentriert Jugendweg 15 () 11. Spandauer Gemeindeschule 1908–1909140x140px|zentriert140x140px|zentriertTurnhalle, 1912140x140px|zentriertDie Schule wurde als 11. Spandauer Gemeindeschule gegründet. Die Firma Siemens stellte hierfür das Grundstück zur Verfügung und übernahm einen Großteil der Baukosten. Bis 1957 hieß die Schule Waldschule, danach Robert-Reinick-Grundschule. 2011 wurde die Robert-Reinick-Grundschule vollständig an den Filialstandort Jungfernheideweg 32–48. ausgegliedert Auf dem Areal Lenther Steig/Jugendweg befindet sich nunmehr die 7. Integrierte Sekundarschule mit dem Namen Schule an der Jungfernheide.Die 7. Integrierte Sekundarschule in Siemensstadt hat einen Namen

Der Altbau besteht aus einem langgestreckten, zweigeschossigen Hauptflügel mit dreiachsigem Mittelpavillon und zwei kürzeren, abgewinkelten Seitenflügeln. Am nördlichen Seitenflügel wurde 1912 die Turnhalle angebaut. Um das Gebäude läuft ein markantes Kranzgesims, darüber eine Attikazone mit Walmdach.

Weitere historische Fotos im Bildindex der Kunst und Architektur.Robert-Reinick-Grundschule & Heinrich-Hertz-Oberschule, Lenther Steig 3-5, Jugendweg 15-16, Historische Fotos des Bildindex der Kunst und Architektur Lenther Steig 4 () Johanna-von-Siemens-Heim, Kinderheim 1911–1912 von Karl Janisch, 1930 von Hans Hertlein erweitert Das Kinderheim (im heutigen Sinne eine Kindertagesstätte) wurde im Auftrag der Firma Siemens errichtet und bot ursprünglich Raum für 150 Krippenplätze. Seit 1992 wird der Kindergarten durch das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands geführt.