Thierschneck ist eine Gemeinde im Norden des Saale-Holzland-Kreises und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Dornburg-Camburg.

Lage Thierschneck und die Gemarkung liegen östlich von Camburg auf einer höheren Ebene nach den Saaleanhöhen. Die Flächen dieses Gebietes liegen auf überlösstem Muschelkalk und sind ertragreich.

mini|Dorfkirche Thierschneck Geschichte Die urkundliche Ersterwähnung von Thierschneck ist auf dem 20. Dezember 1372 datiert.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 285.

In der Flur von Thierschneck befinden sich Grabhügel der Jungsteinzeit und Bronzezeit. Im Waldstück „Ellrich“ liegt ein Hügelgräberfeld. Dort wurden auch bronzezeitliche Funde geborgen. Nördlich vom Ort ist ein weiteres Hügelgräberfeld, das aber durch die intensivere landwirtschaftliche Nutzung eingeebnet wurde.Sven Ostritz (Hrsg.): Saale-Holzland-Kreis, Ost (= Archäologischer Wanderführer Thüringen. H. 9). Beier & Beran, Langenweißbach 2007, ISBN 978-3-937517-51-3, S. 21–23.

Der Ort gehörte zum wettinischen Kreisamt Eisenberg, welches aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit verschiedener Ernestinischer Herzogtümer stand. 1826 kam der Ort mit dem Nordteil des Kreisamts Eisenberg vom Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg zum Herzogtum Sachsen-Meiningen und wurde Teil der Exklave Camburg. Von 1922 bis 1939 gehörte der Ort zur Kreisabteilung Camburg.

In Thierschneck trafen sich bis 1830 die Hauptverkehrsadern Mitteldeutschlands – die Regensburger Straße Richtung Naumburg und Leipzig und ein Abzweig der Nürnberger Straße.Alte Handelsstraßen in und um Camburg Auf: via-regia.org Hier mussten die Händler für ihre Waren Zoll und Geleite bezahlen. Das Geleitshaus steht heute noch als Zeuge im Ort.Dornburg-Camburg in einer Landschaft zum Verlieben. Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft: Stadt Camburg, Stadt Dornburg, Dorndorf-Steudnitz, Frauenprießnitz, Golmsdorf, Großlöbichau, Hainichen, Jenalöbnitz, Lehesten, Löberschütz, Neuengönna, Tautenburg, Thierschneck, Wichmar, Zimmern BVB-Verlagsgesellschaft, Nordhorn 2005.

In Thierschneck befindet sich eine mehrfach umgebaute Dorfkirche.

Einwohnerentwicklung + Entwicklung der Einwohnerzahl (jeweils am 31. Dezember) 1994 – 121 1995 – 125 1996 – 130 1997 – 133 1998 – 140 1999 – 133 2000 – 138 2001 – 135 2002 – 132 2003 – 133 2004 – 131 2005 – 132 2006 – 131 2007 – 129 2008 – 120 2009 – 117 2010 – 112 2011 – 109 2012 – 104 2013 – 111 2014 – 108 2015 – 104 2016 – 109 2017 – 104 2018 – 106 2019 – 107 2020 – 102 2021 – 106 2022 – 109 2023 – 106 2024 – 99 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Weblinks

https://www.saale-unstrut-tourismus.de

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Saale-Holzland-Kreis

Kategorie:Ersterwähnung 1372