Ketschenweiler ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Ketschenweiler liegt in der Gemarkung Esbach.

Geografische Lage Der Weiler liegt fünf Kilometer westnordwestlich des Dinkelsbühler Zentrums unmittelbar an der Grenze zur Gemeinde Fichtenau in Baden-Württemberg. Durch den Ort fließt der Krebsgraben (im Unterlauf Hinterwiesengraben genannt), der ein linker Zufluss des Hardgrabens ist (im Mittellauf Mühlgraben, im Unterlauf Walkenweiherbach genannt), der wiederum ein rechter Zufluss der Wörnitz ist. Der Ort ist unmittelbar von Acker- und Grünland umgeben. 0,5 km nordöstlich liegt das Winterholz. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Esbach (0,6 km südöstlich), nach Rauenstadt (0,5 km südlich) und nach Bernhardsweiler (1,2 km westlich).

Geschichte Die Fraisch über Ketschenweiler war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Crailsheim und dem oettingen-spielbergischen Oberamt Mönchsroth. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Rittergut Bernhardsweiler. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Ort aus 5 Gütlein.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 432. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Crailsheim.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 557 f.

Im Jahr 1809 wurde Ketschenweiler infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Weidelbach zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 533. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde der Ort in die neu gebildete Ruralgemeinde Esbach überwiesen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 537. Am 1. April 1971 wurde Ketschenweiler im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Dinkelsbühl eingegliedert.

Baudenkmal Haus Nr. 10a: ehemaliger Bauernhof, zweigeschossiges Wohnstallhaus mit Satteldach und Putzgliederung, zweites Viertel 19. Jahrhundert; Scheune, verputzter Massivbau mit Satteldach, bezeichnet „1833“.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2015Einwohner 28 29 36 33 27 33 33 44 33 36 24 35HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 5 7 6 6 6 7 6 6 Quelle Information des Ordnungsamtes der Stadt Dinkelsbühl am 23. September 2015

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Ulrich (Weidelbach) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach