Untergrub ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Göllersdorf im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich. Die Ortschaft zählt Einwohner (Stand ). Bis Ende 1971 bestand Untergrub als selbständige Ortsgemeinde.

Geografie Das Dorf befindet sich zwischen dem Ernstbrunner Wald im Norden und dem Schloss Schönborn im Südwesten. Der Ort ist über die Landesstraßen L1085 und L1086 erreichbar und wird vom Gruber Bach entwässert, einem linken Zufluss zum Göllersbach. Am verfügte die Ortschaft über  Adressen.

Geschichte Der Ort hieß früher Mittergrub. Untergrub (manchmal auch Niedergrub genannt) befand sich weiter südlich, war aber von der Pest schwer getroffen, wurde anderen Quellen zufolge im 15. Jahrhundert durch einen Dammbruch geflutet, sodass die Bewohner den Ort aufgaben und nach Mittergrub zogen, das fortan Untergrub genannt wurde. Die ehemalige Ortslage von Untergrub trägt heute den Flurnamen Edengrub (auch Ödengrub) .

Die Bewohner waren zum Teil Landbauern und zum Teil Weinbauern, wobei die Bauern mit etwa 22 Joch und die Weinbauern mit etwa 7 Joch Land bestiftet waren. Auf den nur mittelmäßigen Böden wurden überwiegend Korn, Hafer, Weizen und Gerste gezogen. Auch der im Weinbau war bedeutend, nicht hingegen der Obstbau und die Viehzucht, schrieb Schweickhardt im frühen 19. Jahrhundert. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 31 Häusern genannt, das nach Göllersdorf eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Schönborn besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Schönborn, Schottenstift und Stift Reichersberg. Um 1850 gelangte die Katastralgemeinde Untergrub zur damaligen Gemeinde Göllersdorf. In den Jahren 1878, 1884 und 1890 wurden die Ansuchen um Trennung von Göllersdorf und Konstituierung als selbständige Gemeinde abgewiesen. Erst 1919 wurde Untergrub zur selbständigen Ortsgemeinde.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Untergrub ein Gastwirt mit Gemischtwarenhandel, eine Milchgenossenschaft, ein Schmied, ein Schuster und einige Landwirte ansässig.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 481 Im Jahr 1951 errichtete die Gemeinde eine Ortswasserleitung.

Mit 1. Jänner 1972 wurden im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung die bis dahin selbständigen Gemeinden Bergau, Eitzersthal, Großstelzendorf, Obergrub, Porrau, Untergrub, Viendorf und Wischathal nach Göllersdorf eingemeindet.

Literatur

Hans Kronberger: Aus der Geschichte von Göllersdorf, Druck: Ferd. Berger und Söhne, Selbstverlag der Marktgemeinde Göllersdorf, 1977

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Einzelnachweise

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