Schönborn in der Nordpfalz ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land an.

Geographie Der Ort liegt im Nordpfälzer Bergland westlich des Donnersbergs zwischen Kaiserslautern und Bad Kreuznach.

Geschichte Schönborn gehörte bis Ende des 18. Jahrhunderts zur reichsunmittelbaren Herrschaft Reipoltskirchen, die zuletzt gemeinschaftlicher Besitz der Fürsten von Isenburg-Büdingen und der Grafen von Hillesheim war.Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des königlich bayerischen Rheinkreises, Band 1, Speyer 1837, S, 379 (Google Books)

Nach 1792 wurde die Region im Ersten Revolutionskrieg von französischen Truppen besetzt und nach dem Frieden von Campo Formio (1797) annektiert. Von 1798 bis 1814 gehörte Schönborn zum französischen Departement Donnersberg und war dem Kanton Rockenhausen zugeordnet. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen und einem Tauschvertrag mit Österreich kam die Region 1816 zum Königreich Bayern. Ab 1818 war die Gemeinde Schönborn dem Landkommissariat Kirchheim im bayerischen Rheinkreis, später dem Bezirksamt Kirchheimbolanden zugeordnet, aus dem 1938 der Landkreis Kirchheimbolanden hervorging.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schönborn innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz und gehörte bis 1968 zum Regierungsbezirk Pfalz. Seit 1969 gehört die Gemeinde zum Donnersbergkreis.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Schönborn, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten, abgerufen am 11. Dezember 2021 Jahr Einwohner 1815 175 1835 246 1871 258 1905 252 1939 221 1950 227 Jahr Einwohner 1961 192 1970 159 1987 137 1997 144 2005 135

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Schönborn besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.

Bürgermeister Nadja Müller wurde am 4. April 2022 Ortsbürgermeisterin von Schönborn. Bei der Direktwahl am 6. März 2022 war sie mit einem Stimmenanteil von 85 % gewählt worden. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde sie als einzige Bewerberin mit 89,4 % für weitere fünf Jahre in ihrem Amt bestätigt.

Müllers Vorgänger Dirk Braun war am 11. Juni 2019 vom Gemeinderat zum Ortsbürgermeister gewählt worden. Damit konnte eine siebenmonatige Vakanz beendet werden, die seit November 2018 bestand, weil die bisherige Bürgermeisterin Beate Kitzka ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hatte. Mit Wirkung zum 30. November 2021 legte Braun das Amt jedoch vorzeitig nieder.

Wappen

Verkehr Der Öffentliche Nahverkehr ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) integriert. Die Linien 913 und 915 des Omnibusverkehrs Rhein-Nahe verbinden die Gemeinde wochentags mit den nächsten Kleinstädten, Rockenhausen und Obermoschel, sowie mit den Bahnhöfen Rockenhausen und Alsenz an der Alsenztalbahn. Abends und am Wochenende verkehrt ein Ruftaxi der Donnersberg-Verkehrs-Gemeinschaft.

Der Ort liegt etwa 5 Kilometer von der Bundesstraße 48 Bad Bergzabern–Bingen am Rhein entfernt. Die B 48 stellt auch die Anbindung an die etwa 15 Kilometer entfernte Anschlussstelle Winnweiler der Autobahn 63 her.

Am Ortsrand, in einer ehemaligen Radarstation, gibt es seit einigen Jahren einen buddhistischen Tempel der Theravada-Tradition.

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Schönborn

Literatur

Weblinks

Ortsgemeinde Schönborn auf den Seiten der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Donnersbergkreis