mini|hochkant=1.2|Übersichtskarte von Berlin-Biesdorf

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Biesdorf beschreibt das komplette Straßensystem im Berliner Ortsteil Biesdorf des Bezirks Marzahn-Hellersdorf mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze. __TOC__

Überblick Die Gemeinde Biesdorf gehörte bis 1920 zum Landkreis Niederbarnim in der preußischen Provinz Brandenburg. Im Berliner Adressbuch wird Biesdorf mit seinen Straßen erst aufgeführt, nachdem die Landgemeinde Teil Groß-Berlins und des dortigen Verwaltungsbezirks Lichtenberg wurde.

Die östliche Grenze Biesdorfs zu den Ortsteilen Hellersdorf und Kaulsdorf bildet das Ostufer der Wuhle. Im Norden und Westen wird Biesdorf durch Marzahn begrenzt, im Westen schließen Friedrichsfelde und Karlshorst an, südlich folgt Köpenick.

Der Ortsteil wird durch die Trasse, auf der die gemeinsam geführten Bundesstraßen B 1 und B 5 verlaufen, in West-Ost-Richtung durchschnitten. Die Preußische Ostbahn mit dem S-Bahnhof Biesdorf der Linie S 5 durchquert den Ortsteil von Westen nach Osten. Zwischen dem Berliner Außenring an der Grenze zu Friedrichsfelde und dem Bahnhof Wuhletal quert die U-Bahn-Linie U5 entlang der ehemaligen VnK-Strecke den Ortsteil von Südwesten nach Nordosten als Dammbahn. Auf Biesdorfer Gebiet liegen die U-Bahnhöfe Biesdorf-Süd und Elsterwerdaer Platz.

Die Straßennamen der zwischen 1900 und den späten 1920er Jahren angelegten Wohnviertel in der Gemarkung Biesdorf (Süd und Nord) und Stadtrandsiedlung Hellersdorf (mit Teilen der Kolonie Daheim) wurden in der Planung bzw. bei ihrer Erstanlage meist nummeriert (Straße 1 bis Straße 81) oder mit Buchstaben gekennzeichnet. Weitere Straßen in Biesdorf-Nord sind nach ihrer Fertigstellung 1933 nach Getreidearten, Nutzpflanzen oder landwirtschaftlichen Geräten bezeichnet worden, zwei kamen 1961 hinzu.

Seit der politischen Wende entstanden in den vorhandenen Kleinsiedlungen oder auf ehemaligen Brachflächen zahlreiche neue Eigenheime wie die Siedlung Habichtshorst westlich des Wuhletal-Wanderweges mit neuen Straßennetzen. (PDF; 1,4 MB) In Habichtshorst-Ost wurden fünf neue Straßen nach Zierpflanzen und eine nach dem Berliner Gartendirektor Albert Brodersen benannt. In Habichtshorst-West wurden zwischen November 1998 und 2007 17 neue Straßennamen nach Faltern vergeben.

Die längsten Verkehrswege sind der Straßenzug Blumberger Damm–Köpenicker Straße mit etwa 6500 Metern, der den gesamten Ortsteil von Nord nach Süd durchquert und Alt-Biesdorf in West-Ost-Richtung mit rund 3100 Metern, der den Ortsteil in einen Nord- und einen Südbereich gliedert.

Gemäß den Angaben in Berliner Adressbüchern der 1930er und 1940er Jahre wurde Biesdorf in den Nordbereich (nördlich der Eisenbahntrasse), Biesdorf-Mitte (zwischen Eisenbahntrasse und Alt-Biesdorf) und den Südbereich gegliedert. Statistisch werden für Biesdorf die lebensweltlich orientierten Räume (LOR) Oberfeldstraße (LOR 24), Buckower Ring (LOR 25), Alt-Biesdorf (LOR 26) und Biesdorf-Süd (LOR 27) unterschieden.Lebensweltlich orientierte Räume im Regionalen Bezugssystem des Landes Berlin 2013. Schlüssel- und Namensverzeichnis sowie Karten der Lebensweltlich orientierten Prognoseräume, Bezirksregionen und Planungsräume (PDF)Adressverzeichnis für die lebensweltlich orientierten Räume Berlin-Marzahn-Hellersdorf. Stand: Januar 2015 (PDF) Biesdorf-Süd war vor seiner baulichen Erschließung der Biesdorfer Busch, ein ausgedehntes bewaldetes Feuchtgelände.

Biesdorf hat Einwohner (Stand: ) und umfasst den Postleitzahlenbereich 12683.

Übersicht der Straßen

Name/Lage Länge/Maße(in Metern)Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildÄhrenweg ()420 Ähre, Bezeichnung für den Fruchtstand von Getreidepflanzenalign=right Die Namensgebung steht im Zusammenhang mit der baulichen Erschließung der Fläche nördlich vom S-Bahnhof Biesdorf. Zuerst hieß der Verkehrsweg Straße 6a. Er führt vom Gerstenweg in südöstliche Richtung und knickt dann nach Süden ab. Nach der Kreuzung mit der Roßlauer Straße führt er als Sackgasse weiter.140px|Ährenweg, ab GerstenwegAlberichstraße ()1470 Alberich, Zwerg aus dem Nibelungenlied mit Tarnkappe, Gegner Siegfriedsalign=right Der erste Name war Straße A. Sie führt als Fortsetzung der Dornacher Straße von der Alfelder Straße in Nord-Süd-Richtung bis zum Straßenzug Habubrandweg / Hadubrandstraße. Die Alberichstraße ist seit dem Jahr 2000 als Fahrradstraße ausgewiesen und war die erste Fahrradstraße Berlins.Motorisierte müssen draußen bleiben. In: Berliner Zeitung, 12. August 1999140pxAlfelder Straße ()1200 Alfeld (Leine), Stadt in Niedersachsenalign=right Die Straße verläuft in West-Ost-Richtung in Biesdorf-Süd inmitten einer Villenkolonie. Die südliche Seite bis etwa zur Mitte der Straßenlänge grenzt an Kleingartenanlagen, die auf einem erhöhten Gelände liegen (1954 auf einem Stadtplan als „Fuchsberge“ bezeichnet mit einer Höhe von 42,7 Meter ü. NN).140pxAllee der Kosmonauten ()460(im Ortsteil) Kosmonaut, russische Bezeichnung für einen Raumfahreralign=right Die Straße wurde um 1975 in der jetzigen Trassierung angelegt und zunächst Springpfuhlstraße genannt. Sie verläuft von Westen nach Osten zweifach abgeknickt. Nur ein kleines Teilstück auf der südlichen Seite im mittleren Abschnitt (Hausnummern 132–140) gehört zu Biesdorf.140pxAlpenveilchenweg ()80 Alpenveilchen, Blumealign=right Die in der Villenkolonie Biesdorf-Süd verlaufende Straße ist nicht öffentlich gewidmet.140pxAlt-Biesdorf ()3060 Alt-Biesdorf, Zentrum der ersten Ansiedlungalign=right Die Straße, ein Teilstück der östlichen Ausfallstraße von Berlin, der Bundesstraßen 1 und 5, schließt sich östlich an die Straße Alt-Friedrichsfelde an und führt als Alt-Kaulsdorf und schließlich Frankfurter Chaussee weiter bis nach Frankfurt (Oder). Nach einem großen Brand im Jahr 1839 wurden die beiden Hälften des Dorfangers verbreitert und begradigt. Unter Denkmalschutz stehen die Dorfkirche Biesdorf im Zentrum des Angers sowie die Wohnhäuser Alt-Biesdorf 6–9, 16, 18/19, 21–30, 55–60, 62–66, 68/69, 71a, 73 und 75. Frühere Straßennamen waren Frankfurter Straße (um 1925–1927), Dorfstraße (östlicher Abschnitt; bis 1927) und Straße nach Mahlsdorf (westlicher Abschnitt; bis 1927)100px|zentriert|Die Dorfkirche in der Mitte der Straße Alt-Biesdorf (früherer Anger) 140px|Alt-Biesdorf von Nordwesten gesehen; im Hintergrund die Kirchturmspitze, davor alte Wohnhäuser auf dem Anger, an der linken Ecke die Einmündung der OberfeldstraßeAlt-Friedrichsfelde ()150(im Ortsteil) Friedrichsfelde, Ortsteil von Berlinalign=right Nur zwei Hausnummern dieser Straße, östlich von der Autobrücke zur Märkischen Allee, gehören zum Ortsteil Biesdorf. Vor der seit 1992 (wieder) gültigen Namensgebung hieß dieser Verkehrsweg Frankfurter Chaussee (um 1700 bis 1800), Frankfurter Allee (um 1800 bis um 1900), Berliner Straße (um 1900 bis 1927), Straße der Befreiung (1975–1992).140pxAltentreptower Straße ()1180 + 450 Altentreptow, Stadt in Mecklenburg-Vorpommernalign=right Die Straße wurde im Zusammenhang mit dem Bau des S- und U-Bahnhofs Wuhletal angelegt. Sie verläuft vom Blumberger Damm im Westen nördlich und parallel zur S-Bahn-Trasse bis zur Parchimer Straße im Nachbarortsteil Hellersdorf. Die Brücke über die Wuhle bildet die Ortsteilgrenze. Etwa in der Mitte des Straßenverlaufs befindet sich ein ringförmiger Ast zur Erschließung eines kleinen Gewerbegebietes, das im Wesentlichen Dienstleistungseinrichtungen der benachbarten medizinischen Einrichtungen Unfallkrankenhaus Berlin und Augenklinik Marzahn beherbergt und einige Wohnbauten (unteres Bild).140px 140pxAlwineweg ()370 Alwine, altdeutscher weiblicher Vorname; abgeleitet von dem männlichen Vornamen Alwin mit der Bedeutung „edel“, „vornehm“ und „Freund“align=right Der erste Name war Straße D. Der Weg verläuft von der Kreuzung Elisabethstraße/Blumberger Damm westlich bis zur Irmfriedstraße. Dort setzt er sich geradlinig als Völklinger Straße fort. Am Alwineweg 26 (Ecke Diethelmweg) steht das Mormonen-Gemeindehaus der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage“.140px|Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten TageAm Binsengrund ()160 + 120 Binsen, Sumpfpflanzenalign=right Im ersten Bebauungsplan war sie als Straße 44 eingetragen. Es ist ein West-Ost-Straßenzug zwischen Köpenicker Straße und Schwabenallee. An der Schwabenallee führt die Straße versetzt weiter bis zur Dramburger Straße.140pxAm Brodersengarten ()360 (1857–1930), Gartenarchitekt, u. a. Planer des früheren Schlossparks Biesdorfalign=right Die Straße verläuft in Nordwest-Südost-Richtung und umschließt zusammen mit dem Heidekrautweg im Süden, dem Pfingstrosenweg im Osten und zwei abgewinkelten Straßenabschnitten im Norden eine zu Beginn des 21. Jahrhunderts neu erschlossene Wohnsiedlung in Biesdorf-Süd. Im Süden verbindet ein Fußweg die Straße mit dem Wuhleufer. Die Namensgebung orientierte sich auch an den bereits vorhandenen nach Blumen benannten Straßen in der Umgebung.140pxAm Gewerbepark ()100 nach dem angrenzenden MEON-Gewerbeparkalign=right Die Straße zweigt in östlicher Richtung vom Blumberger Damm ab. Sie dient als Zufahrt zum MEON-Gewerbepark. Ursprünglich war sie 2013 als Grimmener Straße benannt worden. Sie wurde auf Wunsch der Betreibergesellschaft des Gewerbeparks umbenannt.Die Straße zum Meon-Gewerbepark erhält neuen Namen. In: Berliner Woche Ausgabe Marzahn, 16. April 2014 140px|Am Gewerbepark, vom Blumberger Damm aus gesehenAm Groen ()140 Groen, niederländisch für Grünanlagealign=right Die Erschließungsstraße im Neubaugebiet geht als Rundweg vom Möwenweg ab und besitzt noch eine Verlängerung. Direkt an der Wuhle ist eine Gartenstadt im Stil eines holländischen Viertels entstanden. 140px|Wohnstraße Am Groen (Berlin-Biesdorf)Am Schloßhof ()300, dessen langgestreckte Flächenform hier aufgenommen wurdealign=right Die Straße verbindet in gerader Nord-Süd-Ausrichtung die Warener Straße mit dem Spatenweg und verläuft in zwei parallelen Ästen. Sie befindet sich östlich zum Blumberger Damm in der Nähe des Unfallkrankenhauses Berlin. Die beiden Äste erschließen ein Areal mit sechs gleichartigen Mehrfamilienhäusern, errichtet in ökologischer Bauweise.140px|Am Schloßhof, ab Warener StraßeAm Waldberg ()760 also einem hügeligen bewaldeten Gelände; hier eine historische Flurbezeichnung aus vorherigen Jahrhundertenalign=right Die ersten Namen waren Straße 31 und Straße 31a. Die Nord-Süd-Straße beginnt an der Schackelsterstraße, macht am Dohlengrund einen Versatz nach Westen und führt geradlinig weiter bis zur Alfelder Straße.140pxAm Weidenbruch ()290 Weiden (Gattung) und Bruchwaldalign=right Sie verbindet die Schackelster- mit der Kreuzschnabelstraße und knickt ab Hausnummer 6 leicht nach Süden ab.140pxAn den Grachten ()225 Grachten, niederländischer und niederdeutscher Begriff für Kanal, Graben oder Wassergraben.align=right Die Erschließungsstraße im Neubaugebiet verläuft vom Möwenweg bis Grüne Aue. Direkt an der Wuhle ist eine Gartenstadt im Stil eines holländischen Viertels entstanden.140pxAnnenstraße ()1010Anne, weiblicher Vorname, Koseform von Anna sowie Kurzform von Annemarie, Anneliese, Annelore oder Mariannealign=right Die Straße liegt im Bereich Biesdorf-Nord und führt von West nach Ost. Der Hausnummernbereich 2–4 reicht von der Maratstraße bis zur Allee der Kosmonauten und bildet eine Sackgasse, an der sich Gewerbeeinheiten befinden. Die weitere Zählung (bis Nummer 90) verläuft von Maratstraße bis Hiltrudstraße geradlinig inmitten eines Kleinsiedlungsgebietes.140px|Annenstraße, Blickrichtung WestenAnselmstraße