Der Krebsbach ist ein Bach im mittleren Baden-Württemberg mit durchweg etwa nordwestlicher Laufrichtung, der auf seinem Namensabschnitt über 6 km lang ist und zusammen mit seinem dominierenden rechten Oberlauf Mühlbach zusammen über 11 km. Er mündet westlich des Dorfes Dettingen der Stadt Rottenburg am Neckar im Landkreis Tübingen von links in den Katzenbach, dessen größter Zufluss er ist. Er durchquert zuvor das große Waldgebiet Rammert, sein Wiesental darin wird Schellentäle oder Hemmendorfer Tal genannt.

Geographie Oberlauf Mühlbach Der Mühlbach entspringt auf etwa ungefähr einen halben Kilometer östlich des Dorfes Sickingen der Stadt Hechingen neben der von dort an den Südostrand von Bodelshausen laufenden K 7106 (ab Kreisgrenze K 6932). Begleitet von der Straße rechts und sich verdichtendem Bewuchs am Ufer läuft der Bach in einer flachen, feuchten Mulde nordostwärts und überschreitet nach einem guten halben Kilometer die Gemeindegrenze zu Bodelshausen, an dessen südöstlichem Siedlungssaum entlang er auf den restlichen wenigen hundert Metern bis etwa zu seinem ersten Laufkilometern seine Richtung bis zur Mündung in den Butzensee beibehält.

Aus dem See fließt er etwa westwärts aus und läuft dann in und am Rande von Bodelshausen, das sich nach dieser Seite stark ausgebreitet hat, meist verdolt in insgesamt etwa nordwestlicher Richtung auf den alten Ortskern zu, nach dem er bald das andere Ortsende erreicht. Dabei münden von links vier Zuflüsse in ihn, deren letzte zwei, der Ghaibach und der Höllbach, etwa anderthalb bzw. zweieinhalb Kilometer Länge haben. Nach dem Dorf setzt er seinen Lauf in sich nun stärker eintiefender Talmulde in derselben nordwestlichen Richtung bis an den Rand des Waldgebietes Rammert fort, in dessen südwestlichen Teil Rauher Rammert er dann westnordwestwärts eintritt. Nach einem letzten guten halben Kilometer, zuletzt an der Kläranlage von Bodelshausen vorbei, läuft er 4,9 km unterhalb seiner Quelle mit dem viel kleinerem linken Krebsbach-Oberlauf Riedbach auf etwa zum Krebsbach zusammen. Der Mühlbach hat ein etwa 7,5 km² großes Einzugsgebiet.

Oberlauf Riedbach mini|links|Oberlauf Mühlbach unterhalb Bodelshausen Der Riedbach verläuft zur Gänze im Wald des Rauhen Rammerts. Er entspringt auf etwa am Nordabfall des Langenharts recht nahe am Waldrand zur Flur um den südöstlich gelegenen Bodelshausener Weiler Oberhausen und läuft etwas gewunden auf etwa 1,4 km insgesamt nordwestwärts bis zu seinem Zusammenfluss mit dem Mühlbach und hat ein nur etwa 0,8 km² großes Einzugsgebiet, das überwiegend auch im Wald liegt.

Verlauf Der Krebsbach setzt die an seinem Zusammenfluss westnordwestliche Laufrichtung seines größeren Oberlaufs Mühlbach fort. Er passiert in zunächst noch engen, von ihm in kleinen Wiesenmäandern durchflossener Aue eine Gruppe von Seen am linken Ufer und nimmt ein paar kleine Zuflüsse von links und rechts auf. Dann verbreitert sich die Aue stark und er fließt in begradigtem Lauf mit nach Abwendung vom Waldrand nur sporadischem Baumbewuchs am Ufer. Die größeren folgenden Zuflüsse aus dem Wald, der Zimnerbach mit fast zweieinhalb Kilometern, der Holzwiesenbach mit nicht ganz zwei Kilometern und der Harbach mit drei Viertelskilometern Länge, kommen dann alle von rechts. mini|links|Eingang ins Schellentäle Etwa am Zulauf des letzten endet auch sein Auental im Rammert, die Waldberge rechts und links fallen zu einer Flurebene ab. Er durchzieht ein erst Anfang der 2010er Jahre angelegtes, gewöhnlich wasserloses Rückhaltebecken und läuft nun nordwestlich auf das Dorf Hemmendorf der Stadt Rottenburg am Neckar zu. Der einzige noch folgende größere Zufluss, der eindreiviertel Kilometer lange und ebenfalls linke Weiherbach, mündet im südlichen Weichbild des Dorfes, entsteht nahe Hirrlingen und verläuft recht flach und erstmals wieder auf ganzer Strecke in offener Flur.

mini|links|Unter der von links nach rechts vor der Dorfkirche das Bild durchziehenden Gehölzreihe läuft der Krebsbach durch Hemmendorf Nach Durchqueren von Hemmendorf gibt es Weidengebüsch am Ufer, das aber bald aussetzt. Danach knickt der Krebsbach vor der hohen einzelnen Waldkuppe Eichenberg der Ebene auf nördlichen Lauf. Er läuft nun wieder in einer Talmulde, die erst einen halben Kilometer vor der Mündung zu einer halben Talschlinge nach links ansetzt. In dieser hat der Bach teils felsiges Ufer aus Muschelkalk.

Der Krebsbach mündet an deren Ende auf etwa etwa 6,5 km unterhalb seines Zusammenflusses im Rammert und etwa 11,4 km unterhalb der Quelle seines großen Oberlaufes Mühlbach von links und zuletzt Süden in den hier von Osten kommenden und zuletzt kurz Aischbach genannten Katzenbach, der danach nördlich weiterfließt. Der Krebsbach ist der mit Abstand größte Zufluss des Katzenbachs. Sein Einzugsgebiet übertrifft das des Katzenbachs bis zum Zufluss merklich.

Der Krebsbach mündet etwa 125 Höhenmeter unterhalb der Quelle des Mühlbachs und hat mit diesem zusammen ein mittleres Sohlgefälle von etwa 11 ‰.

Einzugsgebiet Der Krebsbach hat ein 23,3 km² großes Einzugsgebiet, das sich von einer hohen Flurkuppe bei den Höfen Butzenwasen von Hechingen, die ungefähr einen Kilometer östlich des Mühlbach-Ursprungs liegt, etwa achteinhalb Kilometer weit nach Nordwesten bis zur Mündung erstreckt. Quer dazu erreicht es eine Breite von maximal vier Kilometern. Es hat Anteil an drei Naturräumen; das obere Einzugsgebiet im Südosten im Bodelshausen gehört zum Unterraum Die Steinlach des Mittleren Albvorlandes, das mittlere liegt im fast ganz waldbestandenen Unterraum Rammert von Schönbuch und Glemswald, das mündungsnahe nordwestliche ist Teil des Unterraums Eyach-Gäuplatten der Oberen Gäue, einer wieder überwiegend offenen Landschaft. Der höchste Punkt liegt nahe der Südgrenze am Westrand von Hechingen-Bechtoldsweiler und erreicht .

Reihum grenzen die Einzugsgebiet der folgenden Nachbargewässer an: Jenseits der gesamten nordöstlichen Wasserscheide fließen linke Nebenbäche zum dem Mühlbach-Krebsbach-Strang hier fast parallel laufenden Strang aus dessen Hauptoberlauf Beurenbach und dem Katzenbach, in welchen der Krebsbach mündet; auf einem nur kurzen Stück östlicher Wasserscheide führt der Tannbach den Abfluss der anderen Seite zur Steinlach; hinter der südwestlichen und zuletzt westlichen Wasserscheide fließen Bäche von rechts zur Starzel. Beide großen Nachbargewässer sind wie auch der Katzenbach Zuflüsse des oberen Neckars.

Am Mühlbach liegt allein das namengebende Dorf der Gemeinde Bodelshausen, am Krebsbach selbst nur das Dorf Hemmendorf der Stadt Rottenburg am Neckar. Daneben liegen im oberen Einzugsgebiet noch Teile der zur Stadt Hechingen gehörenden Dörfer Sickingen und Bechtoldsweiler am Südrand, zur Gänze der Bodelshausener Weiler Oberhausen und dessen Aussiedlerhof Birkenhof. Das mittlere Einzugsgebiet im Rammert ist völlig siedlungsfrei, im unteren gibt es außer Hemmendorf keinen weiteren Ort. Außer den schon genannten Kommunen hat auch noch die Gemeinde Hirrlingen Anteil am Einzugsgebiet, einen großen im Rammert, einen kleineren auf den Eyach-Gäuplatten, der erst mündungsnah bis ans Westufer des Krebsbachs reicht. Bis auf Hechingen im Zollernalbkreis gehören alle Kommunen zum Landkreis Tübingen.

Zuflüsse und Seen Liste der Zuflüsse und class=noviewer|10px Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.Auswahl.

Ursprung des Krebsbachs auf etwa nach der Kläranlage von Bodelshausen kurz vor einer Weiherkette in der noch schmalen Gewässeraue im beginnenden Rammert aus dem Zusammenfluss seiner zwei Oberläufe.

Mühlbach, rechter und südöstlicher Oberlauf, 4,9 km und ca. 7,5 km². Entsteht auf etwa östlich von Hechingen-Sickingen an der K 7106 nach Bodelshausen. Der Mühlbach fließt zunächst nordöstlich. mini|Am Südostrand von Bodelshausen durchfließt der Mühlbach den Butzensee class=noviewer|10px Durchfließt auf etwa den Butzensee am östlichen Siedlungsrand von Bodelshausen, 0,9 ha.Danach fließt der Mühlbach nach Nordwesten, bis zum unteren Ortsrand von Bodelshausen verdolt, und nimmt darin zwei namenlose, ebenfalls verdolte linke Zuflüsse aus dem Ortsbereich auf. Ghaibach, von links und Südwesten auf etwa nahe dem unteren Ende der Goethestraße, 1,5 km und ca. 0,3 km². Entsteht auf etwa im Gewerbegebiet um die Höfelstraße. Überwiegend oder ganz verdolt. class=noviewer|10px Passiert auf etwa zwei Teiche links am Lauf an der Marc-Cain-Allee, ca. 0,1 ha und 0,1 ha. Höllbach, von links und Westsüdwesten auf über zuallerletzt verdolt am Burghof von Bodelshausen, 2,4 km und 1,3 km². Entsteht auf etwa zwischen Hechingen-Bechtoldsweiler im Süden und seinem Sportplatz. Überwiegend offener Lauf in der Flur. (Bach vom Stockachrain), von rechts und Norden auf rund gegenüber der Bodelshausener Kläranlage, 0,3 km und ca. 0,2 km². Entsteht auf etwa . Verläuft völlig im Rammert. Riedbach, linker und südwestlicher Oberlauf, 1,6 km und ca. 0,8 km². Entsteht auf etwa am Nordabfall des Langenharts () und nordwestlich von Bodelshausen-Oberhausen. Verläuft völlig im Rammert. class=noviewer|10px Passiert gleich nach dem Zusammenfluss auf Höhen um eine Teichreihe links am Lauf, zusammen 0,9 ha. (Bach vom Nägelesbrückle), von rechts und Nordnordosten auf etwas über , 0,9 km und ca. 0,8 km². Entsteht auf etwas über in der Geländerinne vom Nägelesbrückle her südwestlich des Saurückens (). Rußbach, von rechts und Nordwesten auf knapp , 0,4 km und ca. 0,5 km². Entsteht auf knapp im Waldgewann Russpach (!). Ein längerer nordnordwestlicher Oberlauf ist unbeständig. (Bach aus dem Laubstöffel), von links und Süden auf etwa kurz nach dem vorigen, 0,6 km und unter 0,2 km². Entsteht auf etwa am Nordhang des Hohenstöffels ().Nach diesem Zufluss weitet sich die Wiesenaue des Krebsbachs deutlich aus. Zimmerbach, von links auf etwa gegenüber einem Wasserreservoir am unteren Gegenhang, 2,6 km und 2,5 km². Entsteht auf etwa nordwestlich von Bechtoldsweiler am Flurrand zum Waldgewann Seigen. Kleiner Stöffelbach, von rechts und Osten auf etwa , 0,4 km und ca. 0,3 km². Entspringt auf südlich des Hohenszöffels im Waldgewann Kleiner Stöffel. Hauser-Hau-Bach, von links und Südwesten auf wenige hundert eter vor dem Austritt in die weite Talflur, 0,7 km und ca. 0,7 km². Entsteht auf knapp aus zwei jeweils 0,5–0,6 km langen Oberläufen, die beide auf 565– am Hauser Hau entspringen, dem Nordabfall der Hohnwacht (). Holzwiesenbach, von links und Südwesten auf etwa , 1,8 km und 2,04 km². Entsteht auf etwa an der Dachsbauhalde. (Anderer Oberlauf des Holzwiesenbachs), von links und Südwesten auf etwa kurz vor dem Waldende unterm Gerbenhau, 1,0 km und ca. 1,0 km². Entsteht auf etwa im Waldgewann Zieglers Graben. Harbach, von links und Südwesten auf etwa wenig vor Rottenburg-Hemmendorf, 0,7 km und 2,1 km². Entsteht auf etwa im Waldgewann Langer First.Etwa an diesem Zufluss endet das Tal im Rammert und der nun mehr und mehr nördlicher fließende Krebsbach tritt in eine landwirtschaftlich genutzte Ebene über. Hochwasserrückhaltebecken Hemmendorf . Weniger als 100 Meter nach dem Harbach-Zufluss durchläuft der Krebsbach seit 2012 ein Hochwasserrückhaltebecken mit einem 7,4 m hohen Erddamm, das gewöhnlich trocken liegt, bei starkem Zufluss aber bis 230.000 m³ Wasser zurückhalten kann. Der Abfluss wird gesteuert, auf der Dammkrone verläuft ein Feldweg. Weiherbach, von links und Südwesten auf etwa am oberen Ortsrand von Hemmendorf, 1,7 km und 1,0 km². Entsteht auf etwa östlich von Hirrlingen unweit des Sportplatzes unterm Schmalberg.