Dauersmühle (fränkisch: Dauasch-milE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 63. Dort folgendermaßen transkribiert: „dauəschmíl“.) ist ein Gemeindeteil der Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Dauersmühle liegt in der Gemarkung Lehrberg.

Geografie und Beschreibung Die Einöde liegt gut 300 Meter unterhalb des Dorfrandes von Buhlsbach unter Hangwäldern an beiden Talseiten auf etwa 422– am linken Ufer in der Bachaue des Pulverbachs. Um einen offenen Innenhof stehen an vier Seiten Gebäude. Der zuführende Mühlkanal am Unterhang ist im Staubereich vor dem Anwesen zu einem kleinen Mühlteich aufgeweitet, in seiner geraden Fortsetzung liegen zwei größere Fischteiche aus neuerer Zeit. Weiter oben am Hang im Süden grenzt das Brandholz an.

Ein Anliegerweg führt 50 Meter weiter nördlich zur Kreisstraße AN 10, die nach Buhlsbach (0,5 km nordöstlich) bzw. an der Pulvermühle vorbei nach Lehrberg verläuft (1,7 km westlich).

Geschichte Der Ort wurde im Würzburger Lehenbuch, das zwischen 1303 und 1313 entstanden ist, als „Dawenmul“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Dauo, der Personenname des Siedlungsgründers.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 63f.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Dauersmühle zur Realgemeinde Buhlsbach. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Dauersmühle die Hausnummern 1 und 2 des Ortes Buhlsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 845.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 510. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 998f.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Dauersmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Lehrberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Lehrberg zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 2 10 5 5 5 5 6 2 7 2HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 2 2 1 1 1 1Quelle Das Verzeichnis übernimmt die Daten des Ortsverzeichnisses von 1846.

Religion Dauersmühle ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Margaretha (Lehrberg) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt, seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Lehrberg) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Wassermühle im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1303 Kategorie:Bauwerk in Lehrberg Kategorie:Mühle in Europa