Ines Hermine Widmann (Name nach Eheschließung: Ines Hausleitner, * 28. Oktober 1904, abgerufen am 18. Oktober 2020. in Watschig/Kärnten; † 18. September 2002 in Wien) war eine österreichische Schriftstellerin.

Leben

Ines Widmann besuchte ein Realgymnasium, an dem sie die Reifeprüfung ablegte. Anschließend absolvierte sie in einer Diakonissenanstalt eine Ausbildung zur Kinder- und Krankenpflegerin. Sie übte diesen Beruf aus; daneben war sie zeitweise als Sekretärin tätig. Sie begann mit dem Verfassen von Erzählungen in Kärntner Mundart, die ab 1930 in Zeitschriften erschienen. Nach dem Erfolg ihres ersten Romans "Heimatmenschen" arbeitete Widmann ab 1935 als freie Schriftstellerin. 1936 wurde sie illegales Mitglied der NSDAP, beantragte nach dem Anschluss Österreichs am 13. Mai 1938 die reguläre Aufnahme in die Partei und wurde rückwirkend zum 1. Mai aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.160.691).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/13930549

Ines Widmann war Verfasserin von Romanen, Erzählungen, Kinderbüchern sowie Hörspielen. Ihre Werke sind anfangs der Heimatliteratur zuzurechnen. Während des Dritten Reiches schrieb sie stark von der nationalsozialistischen Ideologie geprägte Bücher (Romane wie "Schwabenmargret" oder "Beate Krafft" erschienen im Eher-Verlag, dem Zentralverlag der NSDAP) 1941 gewann sie das Romanpreisausschreiben des "Völkischen Beobachters". Nach 1945 veröffentlichte Ines Widmann vorwiegend Kinder- und Jugendbücher. Sie verstarb 2002 in einem Altenheim in Wien und wurde am Baumgartner Friedhof (Gruppe 46, Reihe 8, Nummer 6) beerdigt.

Werke Heimatmenschen, Graz 1934 Die gekreuzigte Magd, Stuttgart 1936 Die Schwabenmargret, Stuttgart 1936 Schicksal am See, Stuttgart 1937 Christine Burgstaller, Salzburg [u. a.] 1938 Der Sohn, Stuttgart 1938 Barbara, Reutlingen 1939 Das Mädchen Karin und weitere Drei, Salzburg [u. a.] 1939 Beate Krafft, München 1941 Amatus, Stuttgart 1942 Das geliebte Gesicht, Reutlingen 1947 Das gläserne Jahr, Salzburg 1949 Unruhig ist unser Herz, Wien 1952 Die Andere, Wien [u. a.] 1954 Sieben flüchtige Jahre, Wien [u. a.] 1955 Bimbolo, Stuttgart 1958 Hurra, wir haben geerbt!, Wien [u. a.] 1961 Man nimmt dir nichts, Cornelia, Wien 1961 Im Märchen-Wald, Wien [u. a.] 1962 Mein Oster-Buch, Wien [u. a.] 1962 Mein Zwergen-Buch, Wien [u. a.] 1962 Der 13. Gast, Baden-Baden 1 (1963) 2 (1963) Das Mädchen Friederike, Wien [u. a.] 1963 Erbschaft mit Hindernissen, Wien [u. a.] 1967 Fahrt ins Ungewisse, Wien [u. a.] 1973 Ein Mädchen namens Friedrich, Wien [u. a.] 1973 Du irrst dich, Marianne, Wien [u. a.] 1974 Das hat Andy nicht erwartet ..., Wien [u. a.] 1980

Literatur Elisabeth Kramberger: Das Bild der nationalsozialistischen Idealfrau und dessen Einfluß auf Heimatromane der österreichischen Schriftstellerinnen Ines Widmann und Irmgard Wurmbrand, Graz 1993 Rolf Düsterberg: Widmann, Ines Hermine (verh. Hausleitner). In: Ders.: Lexikon der „ausgezeichneten“ Schriftstellerinnen des Dritten Reiches. 65 biografische Skizzen. Brill, Schöningh, Paderborn 2025, ISBN 978-3-506-79701-8, S. 169–171.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Autor Kategorie:Heimatliteratur Kategorie:Kinder- und Jugendliteratur Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Literatur (Österreich) Kategorie:Österreicher Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Geboren 1904 Kategorie:Gestorben 2002 Kategorie:Frau