mini|180px|Elisabeth Markus (Januar 1928) Deutsches Volkstheater (Wien) mini|180px|Grabstätte von Elisabeth Markus
Elisabeth Markus, voller Name Elisabeth Martha Leopoldine Francisca Markus (* 15. Dezember 1895IMDb, Virtual History und VIAF geben den 15. Dezember 1895 als Geburtsdatum an. Bei filmportal.de ist der 13. Dezember 1895 aufgeführt. in Weikersdorf am Steinfelde, Österreich-Ungarn; † 19. Januar 1970 in Wien), war eine österreichische Schauspielerin und Hörspielsprecherin.
Leben Elisabeth Markus wurde als Tochter des Apothekers Eugen Markus geboren. Sie erhielt eine Ausbildung an der Theaterschule des Deutschen Volkstheaters in Wien. Von 1917 bis 1930 gehörte sie dann in der Folge auch dem Ensemble des Volkstheaters an. 1931 unternahm Elisabeth Markus gemeinsam mit Max Reinhardt eine Theatertournee. Danach folgten Engagements an verschiedenen Wiener Bühnen. Ab 1939 war sie Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt. Hinzu kamen zeitweise Gastspiele am Deutschen Theater in Berlin. Zudem unterrichtete sie in späteren Jahren an dem Max Reinhardt Seminar.
Elisabeth Markus wirkte auch in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit.
Darunter gehörten Spielfilme wie Damals aus dem Jahr 1943 in der Regie von Rolf Hansen mit Zarah Leander, Hans Stüwe und Hilde Körber, 1953 Die Regimentstochter von Georg C. Klaren und Günther Haenel mit Aglaja Schmid, Robert Lindner und Gusti Wolf und 1957 Die unentschuldigte Stunde von Willi Forst mit Adrian Hoven, Erika Remberg und Hans Moser. Ihre letzte Rolle in einem Spielfilm verkörperte sie 1966 in dem Graf-Bobby-Film Graf Bobby, der Schrecken des Wilden Westens in der Regie von Paul Martin mit Peter Alexander, Gunther Philipp und Hanne Wieder. Markus stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Markus, Elisabeth. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten: Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Kiel: Arndt 2020. ISBN 978-3-88741-290-6, S. 394.
Im Fernsehen war Markus 1961 in der Adaption der Komödie Die Kassette von Carl Sternheim in der Inszenierung von Rudolf Noelte mit Theo Lingen, Bruni Löbel und Hans Putz zu sehen.
Sie arbeitete auch als Sprecherin in einigen Hörspielproduktionen mit. In der Hörspielfassung des Rosenkavaliers nach dem Libretto von Hugo von Hofmannsthal in einer Produktion des Norddeutschen Rundfunks (NDR) aus dem Jahr 1962 sprach sie die Rolle der Duenna.Hörspielarchiv des ORF auf oe1.orf.at; abgerufen am 30. März 2017 Neben ihr spielten Käthe Gold, Helmut Qualtinger, Albert Rueprecht und Hermann Thimig.
Elisabeth Markus war seit dem Jahr 1965 mit dem Schauspieler Erich Nikowitz verheiratet.Biografische Daten von Elisabeth Markus auf imdb.com; abgerufen am 8. Mai 2017 Sie wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof in einem ehrenhalber gewidmeten Grab (Ehrenhain (Gruppe 40 Nummer 24)) der Stadt Wien beigesetzt.
Filmografie 1921: Unter der Knute des Schicksals 1921: Der Findling des Glücks 1926: Der Meineidbauer 1934: Ein Stern fällt vom Himmel 1935: Bretter, die die Welt bedeuten 1939: Maria Ilona 1939: Mutterliebe 1940: Ein Leben lang 1941: So gefällst Du mir 1941: Aufruhr im Damenstift 1942: Der Fall Rainer 1942: Geliebte Welt 1943: Damals 1943: Die Wirtin zum Weißen Rößl 1943: Ich werde dich auf Händen tragen 1943: Kollege kommt gleich 1945: Der Fall Molander (unvollendet) 1947: Wiener Melodien 1948: Rendezvous im Salzkammergut 1948: Anni 1948: An klingenden Ufern 1949: Ruf an das Gewissen 1949: Das Siegel Gottes 1949: Mein Freund Leopold (Mein Freund, der nicht nein sagen kann) 1951: Sensation in San Remo 1953: Die Regimentstochter 1953: Dein Herz ist meine Heimat 1954: Die Hexe 1957: Die unentschuldigte Stunde 1960: Zwei alte Damen feuern (Fernsehfilm) 1961: Die Kassette (Fernsehfilm) 1961: Die Spur der Leidenschaft (Fernsehfilm) 1961: Reporter (Fernsehfilm) 1962: Die Schule der Ehe, die Schule der Gatten, die Schule der Gattinnen, ein Kurs für Fortgeschrittene in 2 Lektionen (Fernsehfilm) 1962: Ihr gehorsamer Diener (Fernsehfilm) 1963: Rendezvous im Nebel (Fernsehfilm) 1964: Kolportage (Fernsehfilm) 1964: Das Haus der Vergeltung (Fernsehfilm) 1965: An der Donau, wenn der Wein blüht 1966: Graf Bobby, der Schrecken des Wilden Westens
Hörspiele (Auswahl) 1952–1960: Die Radiofamilie, wöchentliche Sendereihe 1955: Der Unbestechliche 1955: George Dandin 1956: Moral 1957: Ferdinand Raimund: Alpenkönig und Menschenfeind – Regie: Ulrich Lauterbach 1962: Der Rosenkavalier
Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1074. Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, , S. 465–466.
Weblinks
Kurzbiografie auf cyranos.ch
Einzelnachweise
Anmerkungen
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