mini|Corporation Trust Center (CT Corporation), Wilmington
Wilmington ist eine Stadt im New Castle County im US-Bundesstaat Delaware, Vereinigte Staaten, mit 70.898 Einwohnern (Stand: 2020) und Sitz der County-Verwaltung. Das Stadtgebiet hat eine Größe von 44,1 km². Damit ist sie die größte und mit Abstand einwohnerreichste Stadt des Bundesstaates; die Hauptstadt Dover hat weniger als die Hälfte der Einwohner Wilmingtons. Die Stadt stellt eine principal city der Metropolregion Delaware Valley dar.
Geschichte Im März 1638 erreichte eine schwedische Expedition, bestehend aus den Schiffen Kalmar Nyckel (Schlüssel von Kalmar) und Vogel Grip (Vogel Greif), unter Führung von Peter Minuit die Küste des heutigen Delaware. Die Siedler, die um den 29. März landeten, errichteten das Fort Christina (benannt nach der damaligen schwedischen Königin Christina I.). Fort Christina, das heutige Wilmington (Delaware), wurde damit die erste dauerhafte europäische Siedlung Delawares. Die Region des unteren Delaware Rivers (Teile der heutigen US-Bundesstaaten Delaware, Pennsylvania und New Jersey) beanspruchten die Schweden als Kolonie. Die Kolonie Neuschweden existierte vom 29. März 1638 bis zum September 1655. Die schwedischen Wurzeln lassen sich noch heute in der Flagge Wilmingtons finden. 1655 übernahmen Niederländer die schwedische Kolonie.
1664 kam die Region unter britische Herrschaft. 1738 benannte König Georg III. die Siedlung in Wilmington um. Namensgeber war Spencer Compton, 1. Earl of Wilmington und späterer Premierminister. Das größte Wachstum der Stadt fand während des Sezessionskrieges statt. 1802 wurde mit dem Bau der ersten Schießpulverfabrik das Unternehmen DuPont gegründet. Um 1868 war Wilmington eine Hochburg des Stahlschiffbaus sowie in der Produktion von Schwarzpulver und Leder. 1868 wurde auch das römisch-katholische Bistum Wilmington errichtet.
Die beiden Weltkriege förderten die industrielle Entwicklung Wilmingtons, so dass weitere Werften, Stahlhütten und chemische Werke entstanden.
Namensvarianten Die Stadt besitzt einige Bezeichnungsvarianten: ChristinahamnU.S. Geological Survey. Geographic Names Phase I data compilation (1976-1981). 31-Dec-1981. Primarily from U.S. Geological Survey 1:24,000-scale topographic maps (or 1:25K, Puerto Rico 1:20K) and from U.S. Board on Geographic Names files. In some instances, from 1:62,500 scale or 1:250,000 scale maps Fort Altena Fort Christina WalmingtonAmerican Maps, Rare and Early, 1579-1796, Vol. 1, Plate 2. Paris, London Willington Willingtown Wilmington City
Wirtschaft Wilmington ist auf Grund von steuerlichen und rechtlichen Vorteilen Firmensitz von vielen US-Handelsunternehmen und von vielen Fortune-500-Unternehmen. Jede namhafte US-Bank und jeder bekannte Kreditkartenbetreiber, aber auch Unternehmen wie Viacom sind in Wilmington ansässig.
Der Seehafen (Port of Wilmington) fertigt ca. 400 Schiffe p. a. ab.
Die größten Arbeitgeber waren 2018:2018 Comprehensive Annual Financial Report, auf www.wilmingtonde.gov, abgerufen am 17. Mai 2019 Arbeitgeber Arbeitnehmer Christiana Care Health System 11.302 State of Delaware 8.000 DuPont 7.001 Amazon 4.300 University of Delaware 4.000 Nemours Alfred I. duPont Hospital for Children 3.795 YMCA of Delaware 2.469 Christina School District 2.390 AstraZeneca 2.200 Red Clay School District 2.200
Bildungseinrichtungen University of Delaware Delaware College of Art and Design Drexel University
Kultur Das Delaware Art Museum besitzt eine bedeutende Kunstsammlung. Neben einer der bedeutendsten Sammlungen von Werken der Präraffaeliten außerhalb Großbritanniens befinden sich bedeutende Werke John French Sloans und Howard Pyles.
Städtepartnerschaften Wilmingtons Partnerstädte sind:Sister Cities of Wilmington Fulda, Deutschland, seit 1997 Kalmar, Schweden Nemours, Frankreich Olevano sul Tusciano, Italien Oshogbo, Nigeria Watford, Vereinigtes Königreich
Söhne und Töchter der Stadt
Personen in Verbindung zu Wilmington Joe Biden (* 1942), Politiker (Demokraten) und seit 2021 Präsident der USA, lebt mit Ehefrau Jill Biden in Wilmington. Bidens erste Frau Neilia Hunter Biden starb dort 1972 nach einem Verkehrsunfall.
Wilmington in den Medien Die Stadt ist US-weit für ihre hohe Kriminalitätsrate bekannt und war daher schon oft Schauplatz für Folgen von Krimi-Serien. 2015 kündigte die American Broadcasting Company gar die Produktion einer in Wilmington spielenden Serie namens Murder Town („Mord-Stadt“) an, welche allerdings nie umgesetzt wurde. Der Film Fight Club aus dem Jahr 1999 spielt in Wilmington, wurde allerdings in Los Angeles gedreht.
Weblinks
Einzelnachweise
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