Die 52. Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften wurden am 19. und 20. Februar 2005 im Sindelfingener Glaspalast ausgetragen. Die Stadt Sindelfingen war zum zwölften Mal Ausrichter dieser Meisterschaften.

Wettbewerbe Gelaufen wurde wie immer seit 1980 auf einer zweihundert Meter langen Rundbahn. Die Sprint- und Hürdensprintstrecke für Frauen und Männer war nach immer wieder unterschiedlichen Distanzen zwischen fünfzig und sechzig Metern – 1959 waren es sogar siebzig Meter – von 1980 an standardisiert auf die Länge von sechzig Metern.

Der Wettbewerbskatalog wies gegenüber dem letzten Jahr keine Änderungen auf.

Ausgelagert wurde wie immer in den letzten Jahren drei Wettbewerbe: 3-mal-1000-Meter-Staffel der Männer: 13. Februar 2005 im Rahmen der Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften, ebenfalls in Sindelfingen Mehrkämpfe (Männer Siebenkampf / Frauen Fünfkampf): eigene Veranstaltung am 29. und 30. Januar 2005 wie in den beiden Vorjahren in Halle an der Saale

Das Ungleichgewicht im Angebot für Frauen und Männer blieb weiterhin erhalten. Es gab für die Männer zwei Wettbewerbe mehr als für die Frauen. Die 4-mal-400- und 3-mal-1000-Meter-Staffel blieben auch weiterhin alleine den Männern vorbehalten. Daran änderte sich bis einschließlich 2011 nichts. 2012 wurde dann die 4-mal-400-Meter-Staffel auch aus dem Männerprogramm gestrichen. Als 2015 die 3-mal-800-Meter-Staffel für die Frauen mit ins Angebot kam, war die Zahl der Wettbewerbe für Frauen und Männer identisch. Außer dem Kugelstoßen, das für Frauen und Männer seit Beginn der Deutschen Hallenmeisterschaften ausnahmslos Teil der Veranstaltung war, kamen weitere Wurfdisziplinen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern bei Hallenwettbewerben nicht zur Austragung, weil die üblichen Hallen bei den in diesen Wettbewerben erzielten Weiten nicht die erforderliche Größe besaßen.

Am ersten Meisterschaftstag wurden wie im Vorjahr zwölf Finals ausgetragen. Abgesehen von Vorläufen und Qualifikationen gab es bei den Männern den Hoch- und Dreisprung zu sehen, bei den Frauen den Stabhoch- und Weitsprung sowie für beide Geschlechter den 3000-Meter-Lauf, den 60-Meter-Hürdenlauf, beide Gehwettbewerbe (Frauen über 3000, Männer über 5000 Meter) und das Kugelstoßen. Alle weiteren Konkurrenzen waren wie sonst am zweiten Tag im Programm.

Rekorde Es wurden ein neuer deutscher Hallenrekord (DHR) und zwei neue Hallenweltjahresbestleistungen (HWL) – einer davon gleichzeitig Hallenmeisterschaftsrekord (HCR) – aufgestellt. Deutscher Hallenrekord 200-Meter-Lauf: 20,56 s – Tobias Unger (LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg) Hallenweltjahresbestleistung, gleichzeitig Hallenmeisterschaftsrekord: 200-Meter-Lauf: 7,93 s – Kirsten Bolm (MTG Mannheim) Hallenweltjahresbestleistung – kein Hallenmeisterschaftsrekord: Kugelstoßen: 18,93 m – Astrid Kumbernuss (SC Neubrandenburg)

Legende Kurze Übersicht zu den Abkürzungen: HWL Hallenweltjahresbestleistung DHR Deutscher Hallenrekord HCR Hallenmeisterschaftsrekord (Championship Record – für die Halle)

Medaillengewinner Die folgenden Übersichten fassen die Medaillengewinner und -gewinnerinnen zusammen.

Männer Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung60 m Tobias Unger (LAZ SalamanderKornwestheim-Ludwigsburg) 6,60 s Marc Blume(TV Wattenscheid 01) 6,61 s Tim Goebel(TSV Bayer 04 Leverkusen) 6,62 s200 m Tobias Unger (LAZ SalamanderKornwestheim-Ludwigsburg) 20,56 s DHR Sebastian Ernst(FC Schalke 04) 20,98 s Alexander Kosenkow(TV Wattenscheid 01) 21,22 s400 m Sebastian Gatzka(LG Eintracht Frankfurt) 46,90 s Florian Seitz(OSC Berlin) 46,96 s Ruwen Faller(SC Magdeburg) 47,37 s800 m René Herms(LG Asics Pirna) 1:53,05 min Nico Motchebon (LAZ SalamanderKornwestheim-Ludwigsburg) 1:53,31 min Toni Mohr(LC Cottbus) 1:53,64 min1500 m Wolfram Müller(LAV Asics Tübingen) 3:44,47 min Stefan Eberhardt(LC Erfurt) 3:44,91 min Jonas Stifel(LG Nord Berlin) 3:46,56 min3000 m Jan Fitschen(TV Wattenscheid 01) 7:55,99 min Filmon Ghirmai(LAV Asics Tübingen) 8:08,48 min Sebastian Hallmann(LAV Asics Tübingen) 8:09,03 min60 m Hürden Thomas Blaschek(LAZ Leipzig) 7,64 s Claude Edorh(LAZ Leipzig) 7,70 s Jan Schindzielorz(LG Erlangen) 7,72 s4 × 200 m 1:25,19 min 1:26,09 min 1:26,61 min4 × 400 m 3:10,78 min 3:11,02 min 3:13,02 min3 × 1000 m 7:14,45 min 7:16,53 min 7:16,78 min5000 m Gehen Jan Albrecht(Team Erfurt) 19:09,60 min André Höhne(SCC Berlin) 19:32,19 min Michael Krause(LG Offenburg) 20:06,94 minHochsprung Matthias Haverney(SC Magdeburg) 2,22 m Daniel Schäfer (Team Erfurt) 2,18 m Eike Onnen(LG Hannover) 2,18 mStabhochsprung Danny Ecker(TSV Bayer 04 Leverkusen) 5,75 m Fabian Schulze (LAZ SalamanderKornwestheim-Ludwigsburg) 5,70 m Tim Lobinger(ASV Köln) 5,70 mWeitsprung Nils Winter(TSV Bayer 04 Leverkusen) 8,02 m Andreas Pohle(Ohrdrufer LV) 7,80 m Peter Rapp(LAV Asics Tübingen) 7,79 mDreisprung Andreas Pohle(Ohrdrufer LV) 16,41 m Charles Friedek(TSV Bayer 04 Leverkusen) 16,17 m Hrvoje Verzi(LAC Quelle Fürth/München/Würzburg) 15,98 mKugelstoßen Andy Dittmar(LG Ohra Hörselgas) 20,14 m Peter Sack(LAZ Leipzig) 19,77 m Detlev Bock(VfL Wolfsburg) 19,69 mSiebenkampf Norman Müller(Hallesche LA-Freunde) 5802 P Lars Albert(LAC Elm) 5706 P Stefan Hommel(SSV Ulm 1846) 5659 P

Frauen Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung60 m Marion Wagner(USC Mainz) 7,27 s Nadine Hentschke(MTG Mannheim) 7,29 s Franziska Bertenbreiter(LAC Quelle Fürth/München/Würzburg) 7,41 s200 m Birgit Rockmeier(LG Olympia Dortmund) 23,45 s Grit Breuer(SC Potsdam) 23,68 s Marion Wagner(USC Mainz) 23,92 s400 m Claudia Marx(Team Erfurt) 52,46 s Claudia Hoffmann(SC Potsdam) 53,04 s Nadine Balkow(LG Nike Berlin) 54,94 s800 m Claudia Gesell(TSV Bayer 04 Leverkusen) 2:01,72 min Monika Gradzki(TV Wattenscheid 01) 2:02,19 min Janina Goldfuß(TV Wattenscheid 01) 2:05,32 min1500 m Antje Möldner(SC Potsdam) 4:16,20 min Carmen Rüdiger(SCC Berlin) 4:16,49 min Sabrina Mockenhaupt(LG Sieg) 4:16,70 min3000 m Sabrina Mockenhaupt(LG Sieg) 9:29,59 min Andreina Byrd(MTG Mannheim) 9:36,58 min Katharina Schley(LAC Veltins Hochsauerland) 10:04,99 min60 m Hürden Kirsten Bolm(MTG Mannheim) 7,93 s HWL/HCR Nadine Hentschke(MTG Mannheim) 8,02 s Judith Ritz(LAZ Leipzig) 8,15 s4 × 200 m 1:35,43 min 1:37,15 min 1:38,22 min3000 m Gehen Sabine Zimmer(SC Potsdam) 12:04,86 min Melanie Seeger(SC Potsdam) 12:27,16 min Maja Landmann(SC Potsdam) 13:20,55 minHochsprung Daniela Rath(TSV Bayer 04 Leverkusen) 1,87 m Anett Jambor(TV Gelnhausen) 1,84 m Julia Hartmann(LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) 1,84 mStabhochsprung Carolin Hingst(USC Mainz) 4,55 m Martina Strutz(SG Dynamo Schwerin) 4,40 m Sabine Schulte(LG Bonn/Troisdorf/Niederkassel) 4,20 mWeitsprung Kathrin van Bühren(Kevelaerer SV) 6,49 m Bianca Kappler(LC asics Rehlingen) 6,48 m Annika Becker(Team Erfurt) 6,40 mDreisprung Silvia Otto(Team Erfurt) 13,75 m Katja Demut(TuS Jena) 13,67 m Sandra Busch(LAC Berlin) 13,21 mKugelstoßen Astrid Kumbernuss(SC Neubrandenburg) 18,93 m HWL Petra Lammert(VfB Stuttgart) 18,58 m Nadine Beckel(ASC Düsseldorf) 18,22 mFünfkampf Sonja Kesselschläger(SC Neubrandenburg) 4471 P Claudia Tonn(LC Paderborn) 4423 P Lilli Schwarzkopf(LC Paderborn) 4409 P

Literatur Deutsche Hallen-Meisterschaften 2005 / Deutsche Hallen-Mehrkampf-Meisterschaft. In: DLM – Deutsche Leichtathletik Marketing GmbH (Hrsg.), DLV-Jahrbuch 2005, Darmstadt 2005, S. 239–242 / S. 263

Weblinks Deutsche Leichtathletik Hallenmeisterschaften 2005 Glaspalast Sindelfingen, leichtathletik.de (PDF;161 KB) Deutscher Leichtathletik-Verband 37. Deutsche Jugend-Hallenmeisterschaften 2005, leichtathletik.de 3.Deutsche Hallen-Mehrkampfmeisterschaft Männer, Frauen, Jugend A und B am 29./30.01.2005 in Halle/Saale - Sporthalle Brandberge, Ergebnisliste, leichtathletik.de Deutsche Hallen-Meisterschaften in der Leichtathletik, sport-record.de (PDF;1825 KB)

#2005 Kategorie:Leichtathletikveranstaltung 2005 Kategorie:Leichtathletikwettbewerb in Sindelfingen Kategorie:Leichtathletikwettbewerb in Halle (Saale)