Sepp Hubatsch, eigentlich Josef Hubatsch (* 4. März 1873 in Schäßburg, heute Rumänien; † 8. März 1935 in Maria Enzersdorf, Niederösterreich) war ein österreichischer Architekt.
Leben Hubatsch absolvierte die Staatsgewerbeschule seiner Heimatstadt und studierte dann 1896–1900 bei Otto Wagner an der Akademie der bildenden Künste Wien. Danach war er frei schaffender Architekt.
Er war mit Amalia Hubatsch, geborene Prünner, verheiratet. Ihr Vater, Lorenz Prünner, betrieb in Maria Enzersdorf eine Weinhandlung. Die Familie lebte im sogenannten Prünnerhof in der Lichtensteinstraße 12 in Maria Enzersdorf, wo Hubatsch bis zu seinem Tod wohnhaft war.Magazin für Bauen, Architektur und Gestaltung „Gestalten“. Hrsg.: Amt der NÖ Landesregierung, Nr. 145, 09/2014, S. 16.Archiv Ing. Christoph Hubatsch, Schlossgasse 13, 2344 Maria Enzersdorf.
Auch sein Sohn Wilhelm Hubatsch war Architekt, der unter anderem auch an der Planung der Gartenstadt Süd, dem Ortsteil Südstadt mit der Zentrale der EVN AG in Maria Enzersdorf beteiligt war. Abgerufen am 24. März 2015.
Bauten mini|Die Jugendstilreihenhäuser in Brunn am Gebirge mini|Villa von Sepp Hubatsch in der Turnerstraße 17 in Brunn 1905 errichtete er das Mädchenlyzeum in Mödling, das später mehrfach verändert und um ein Stockwerk erhöht wurde. Sein bekanntestes, heute unter Denkmalschutz stehendes Werk ist eine 1902 bis 1912 von Hubatsch errichtete Reihenhaussiedlung in Brunn am Gebirge mit bemerkenswertem Jugendstildekor. Hubatsch trat bei der Errichtung der zehn Zweifamilienhäuser selbst als Bauherr auf. 1912/13 war er maßgeblich an der zweiten Bauetappe der Errichtung der Heiliggeistkirche des Missionshauses St. Gabriel in Maria Enzersdorf beteiligt.
Im Wettbewerb um das Budapester Börsengebäude erhielt er den ersten Preis.
Weitere Bauten von Sepp Hubatsch befinden sich in der Turnerstraße, so zum Beispiel die Doppelvilla in der Turnerstraße 17. In diesem Haus wohnte auch sein Sohn der Architekt Wilhelm Hubatsch.
Anerkennungen
In seinem Sterbeort Maria Enzersdorf wurde eine Verkehrsfläche mit Sepp Hubatsch-Gasse benannt.
Literatur Roland L. Schachl: Ein Ensemble des Jugendstils. In: Alte und moderne Kunst, September–Oktober 1971, Jahrgang 16, Heft 118, S. 25 f.; hauspublikationen.mak.at Marco Pozzetto: Die Schule Otto Wagners 1894-1912. Wien / München 1980. Landhaus und Villa in Niederösterreich 1840–1914. Österreichische Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege. Wien / Köln / Graz 1982.
Weblinks
Einzelnachweise
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