miniatur|hochkant|Nicolaikirche mit romanischem Turm miniatur|Neugotischer Chor Die katholische Kirche St. Nicolai ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Lippstadt, im Kreis Soest, in Nordrhein-Westfalen.
Geschichte Das Gebäude wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts als romanische Kreuzbasilika erbaut. Sie war somit die älteste und größte Kirche der Stadt.
Mit der Reformation wurden alle Pfarrkirchen Lippstadts evangelisch. 1807 wurde St. Nicolai der gewachsenen katholischen Gemeinde überlassen.
Als die Kirche der Größe der Gemeinde nicht mehr genügte, wurde sie 1872 abgebrochen. Nur das westliche Mittelschiff mit dem mächtigen Turm blieb erhalten.Reclams Kunstführer, Band III, Rheinlande und Westfalen, Baudenkmäler, 1975, ISBN 3-15-008401-6, S. 466
Das romanische Langhaus wurde bis 1875 durch eine große neugotische Hallenkirche mit zweijochigem Chor und polygonaler Apsis nach Plänen des Paderborner Dombaumeisters Arnold Güldenpfennig ersetzt.
Später wurden wegen der wachsenden Zahl der Katholiken die Kirche St. Joseph und später die Kirche St. Pius errichtet.
Orgel Die Orgel wurde von der Orgelbaufirma Siegfried Sauer (Höxter) erbaut. Das Schleifladen-Instrument hat 47 Register (3815 Pfeifen) auf drei Manualen und Pedal. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen sind elektrisch.Informationen zur
I Rückpositiv C– 1. Gedackt 8′ 2. Praestant 4′ 3. Koppelflöte 4′ 4. Sesquialter II ′ 5. Schwiegel 2′ 6. Oktävlein 1′ 7. Rauschpfeife III 8. Scharff IV 1′ 9. Krummhorn 8′ Tremulant II Hauptwerk C–
10. Prinzipal 16′ 11. Prinzipal 8′ 12. Rohrflöte 8′ 13. Oktav 4′ 14. Traversflöte 4′ 15. Quinte ′ 16. Oktav 2′ 17. Blockflöte 2′ 18. Kornett V 8′ 19. Mixtur VI-VIII 2′ 20. Trompete 8′ 21. Fagott 16′ Tremulant III Schwellwerk C– 22. Pommer 16′ 23. Prinzipal 8′ 24. Holzflöte 8′ 25. Gambe 8′ 26. Prinzipal 4′ 27. Blockflöte 4′ 28. Prinzipal 2′ 29. Terz ′ 30. Gemsquinte ′ 31. Septim ′ 32. Spillflöte 1′ 33. Mixtur V ′ 34. Zimbel III′ 35. Dulcian 16′ 36. Horn 8′ 37. Schalmey 4′ Tremulant Pedalwerk C– 38. Prinzipal 16′ 39. Subbaß 16′ 40. Oktavbaß 8′ 41. Gedackt 8′ 42. Choralbaß 4′ 43. Rohrflöte 4′ 44. Bauernflöte 2′ 45. Hintersatz VI 46. Posaune 16′ 47. Trompete 8′ Koppeln: I/II, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P
Glocken St. Nicolai ist mit insgesamt sechs Glocken ausgestattet; die kleinste von ihnen ist im Dachreiter aufgehängt: +Nr.NameGussjahrGießerMasseDurchmesserNominal1Michaelsglocke1947Albert Junker Brilon2.400 kg1.585 mmdes1 +12Nicolaiglocke13. Jh.unbekannt1.860 kg1.380 mmes1 +13namenlose Glocke13. Jh.unbekannt850 kg1.110 mmges1 −34Marienglocke1947Albert Junker Brilon775 kg1.047 mmas1 =05Kinderglockeum 1300Meister Lodewicus410 kg795 mmc2 +76Annaglocke1990Petit & Edelbrock Gescher56,5 kg410 mmes2 +5
Literatur Reclams Kunstführer, Band III, Rheinlande und Westfalen, Baudenkmäler, 1975, ISBN 3-15-008401-6.
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