Schmalnbühl (fränkisch: Schmohla-bielE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 170. Dort folgendermaßen transkribiert: „schmōlabīl“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Schmalnbühl liegt in der Gemarkung Neustetten.

Geografie Unmittelbar südwestlich des Weilers entspringt die Bibert. Im Nordosten liegt der Bibertgrund, 0,5 km südöstlich der Stockheimer Ranken. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Neustetten zur Kreisstraße AN 21 (1,7 km südwestlich) bzw. zur Kreisstraße AN 24 bei Hainklingen (0,7 km nordöstlich).

Geschichte Der Ort wurde 1398 als „Smalnpuhel“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet bei oder auf dem kleinen Bühl (Hügel).E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 170.

1488 erwarb das Kloster Heilsbronn ein Gut. 1636 wurden vier heilsbronnischen Anwesen verzeichnet, die während des Dreißigjährigen Kriegs verödeten.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 359.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Hainklingen mit Schmalnbühl eine Realgemeinde. In Schmalnbühl gab es 5 Anwesen (3 Höfe, 1 Viertelhof, 1 Haus). Das Hochgericht übte das Obervogteiamt Virnsberg des Deutschen Ordens aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Deutschordenskommende Nürnberg.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 128.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Schmalnbühl dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Virnsberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Virnsberg zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Am 12. Juni 1824 wurde Schmalnbühl in die neu gebildete Gemeinde Neustetten umgemeindet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 949. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese Gemeinde am 1. Januar 1972 in den Markt Flachslanden eingegliedert.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1003f.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2011 2017 2022Einwohner 26 44 37 37 36 35 38 48 35 38 36 42 39 34HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 5 6 8 7 6 6 6 8 Quelle

Religion Schmalnbühl ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Flachslanden) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1398 Kategorie:Ort an der Bibert