Koropez (ukrainisch [koropez']; russisch [karopjez], polnisch Koropiec [koropjez]) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Westukraine etwa 75 Kilometer südwestlich der Oblasthauptstadt Ternopil am gleichnamigen Fluss Koropez nahe dessen Mündung in den Dnister gelegen. mini|links|Landschloss Badeni im Ort
Geschichte Der Ort wird 1421 zum ersten Mal schriftlich erwähnt, im Jahr 1453 erhielt er das Magdeburger Stadtrecht verliehen und gehörte dann bis 1772 in der Woiwodschaft Rutheniensiehe Kropiec → Aleksander Jabłonowski. In Polska XVI wieku pod względem geograficzno-statystycznym, drukarnia Piotra Laskanera i S-ki, Warszawa 1903, T. XVIII , S. 201, 389. (polnisch) , zur Adelsrepublik Polen-Litauen. Mit den Teilungen Polens fiel der Ort an das österreichische Galizien (Kronland Königreich Galizien und Lodomerien), hier gehörte der Ort zunächst zur Bezirkshauptmannschaft Tłumacz und schließlich zur Bezirkshauptmannschaft Buczacz.Reichsgesetzblatt vom 23. Jänner 1867, Nr. 17, S. 48.
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kam der Ort zu Polen (in die Woiwodschaft Tarnopol), wurde im Zweiten Weltkrieg kurzzeitig von der Sowjetunion und dann bis 1944 von Deutschland besetzt. Während der sowjetischen Besetzung Ostpolens wurde Koropez im Juni 1940 als Nachfolger von Ustja-Selene zur Rajonshauptstadt des Rajons Koropez, diese bestand dann bis 1962, als sie dem Rajon Monastyryska zugeschlagen wurde.
Nach dem Ende des Krieges wurde der Ort der Sowjetunion zugeschlagen, dort kam die Stadt zur Ukrainischen SSR und ist seit 1991 ein Teil der heutigen Ukraine. 1984 erhielt sie schließlich den Status einer Siedlung städtischen Typs, das Dorf Perewosez (Перевозець, polnisch Przewoziec) wurde nach dem Krieg eingemeindet.
Im Ort gibt es mehrere Kirchen und ein Landhaus der Familie Badeni.
Verwaltungsgliederung Am 29. Juli 2015 wurde die Siedlung zum Zentrum der neugegründeten Siedlungsgemeinde Koropez (). Zu dieser zählten auch noch die 5 in der untenstehenden Tabelle aufgelisteten Dörfer,Відповідно до Закону України "Про добровільне об'єднання територіальних громад" у Тернопільській області у Монастириському районі: Коропецька селищна та Вербківська і Садівська сільські ради рішеннями від 29 липня 2015 року bis dahin bildete sie mit den Dörfern Switle und Styhla die gleichnamige Siedlungsratsgemeinde Koropez (Коропецька селищна рада/Koropezka selyschtschna rada) im Süden des Rajons Monastyryska.
Am 12. Juni 2020 kamen noch die 2 Dörfer Horyhljady und Wistrja zum Gemeindegebiet.Кабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 724-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Тернопільської області"
Seit dem 17. Juli 2020 ist sie ein Teil des Rajons Tschortkiw.Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX "Про утворення та ліквідацію районів"
Folgende Orte sind neben dem Hauptort Koropez Teil der Gemeinde: Name ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch polnisch Dibrowa Діброва Диброва
Horyhljady Горигляди Горигляды (Gorigljady) Horyhlady Sadowe Садове Садовое (Sadowoje) Nowosiółka Koropiecka Styhla Стигла Стыгла (Stygla) Stojła Switle Світле Светлое (Swetloje) Wadowa Werbka Вербка Вербка Werbka Wistrja Вістря Вистря Ostra
Söhne und Töchter der Stadt
Marko Kahanez (1881–1908), ukrainischer Politiker Bohdan Hawrylyshyn (1926–2016), ukrainisch-kanadischer Wirtschaftswissenschaftler Erik Kusnyír (* 2000), ungarischer Fußballspieler
Literatur Michał Kurzej. Kościoł parafialny p. w. Św. Mikołaja w Koropcu In Kościoły i klasztory rzymskokatolickie dawnego województwa ruskiego. Antykwa, drukarnia Skleniarz, Kraków 2010, Cz. I, T. 18, 368 s., 508 il. ISBN 978-83-89273-79-6, S. 115–129. (polnisch)
Weblinks
Eintrag zum Ort in der Enzyklopädie der Geschichte der Städte und Dörfer der Ukrainischen SSR (ukrainisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Oblast Ternopil Kategorie:Ersterwähnung 1421 Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1453 Kategorie:Rajon Tschortkiw