mini|Der Buchumschlag von Freiherr von Löws „Das Automobil“ (1924) Ludwig Löw Freiherr von und zu Steinfurth (* 9. Juni 1875 in Wiesbaden; † 27. Februar 1939 ebenda) war Dozent für Kraftwagen an der Technischen Hochschule Darmstadt und einer der meistgelesenen Fachautoren über die Automobilistik des frühen 20. Jahrhunderts. 1909 erschien die erste Ausgabe seines Buchs Das Automobil – sein Bau und sein Betrieb. Nachschlagebuch für die PraxisDeutsche Nationalbibliothek, Signatur: 1921 A 8271, das in den Folgejahren zum Standardwerk für Technik-interessierte Automobilbesitzer und solche, die es werden wollten, wurde.

Herkunft Seine Eltern waren der nassauische Oberleutnant im Generalstab Erwin Löw von und zu Steinfurth (* 5. Oktober 1833) und dessen Ehefrau Therese Josephine Schindler (* 9. April 1840).

Leben und Werk Ludwig Löw studierte an der Technischen Hochschule Darmstadt und schloss dort 1901 als Diplom-Ingenieur ab. Er arbeitete als Ingenieur in Wiesbaden und nahm 1909 den Ruf der Technischen Hochschule Darmstadt an, die Abteilung für Automobilbau und -betrieb zu leiten und als „Dozent für Kraftwagen“ zu lehren. Sein Standardwerk über den Aufbau und Unterhalt eines Autos erschien 1909 und begann mit folgenden Zeilen:

Das in der 5. Auflage 1924 erschienene Werk umfasste 375 Seiten und war für damalige Verhältnisse reich illustriert (fast 400 Fotos und Illustrationen). Die Entscheidung für mehr Bilder traf Ludwig Löw in der 3. Auflage: „Wie in den früheren Auflagen, so ist auch jetzt auf kurze klare Worte und gute Bilder der grösste Wert gelegt worden“. Mit jeder Auflage griff Löw aktuelle Entwicklungen in der Automobiltechnik auf, 1923 etwa „die Blechscheibenräder mit ihrer leichten Verwendbarkeit als einfache Vorderräder und doppelte Hinterräder“ oder 1924 „abnehmbare Zylinderköpfe, Kompressormotoren, das Anfahrprinzip und zahlreiche andere Eigentümlichkeiten des Maybach-Wagens, das Graf Sodensche Wechselgetriebe, das Rumpler-Tropfen-Auto, zahlreiche Wagen mit Linkssteuerung und Mittenschaltung des Getriebes“.

In der 5. Auflage wagte sich Löw an eine strenge Definition des Automobils:

Neben den Ausführungen über Motortechnik, Antriebe, Reifen usw. nahm Löw auch Bezug auf aktuelle gesetzliche Entwicklungen zur Regulierung des Automobilverkehrs („Polizeiverordnungen“) und ließ seine eigenen Experimente mit einfließen, etwa was die Kühlertechnik angeht. Immer wieder mischt er Anwendungspraxis („Drahtspeichenräder sind schwerer zu putzen als Holzräder“) mit Schulphysik:

Von Löw beschrieb damit den Vorläufer der Felge.

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Einzelnachweise

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