Sommersprossen oder Epheliden (von , Plural Ephelides von und , auch Sommerflecken, auch Lentigines (aestivae), in Österreich auch Gugerschecken/Gugaschecken oder Guckerschecken, in der Schweiz auch Märzen- oder Laubflecken) sind kleine gelbliche und bräunliche Flecken auf der Haut, die besonders bei Menschen mit blonden und rötlichen Haaren und sehr hellem Teint auftreten.

Es handelt sich dabei um Pigmentablagerungen, die vor allem in der dem Sonnenlicht ausgesetzten Haut, also meist im Sommer, entstehen. Bei manchen Menschen verblassen sie im Winter oder verschwinden gänzlich.

mini|Sommersprossen im Gesicht mini|Mann mit Sommersprossen mini|Frau (Julianne Moore) mit Sommersprossen auf den Armen Sommersprossen entstehen durch Melanozyten, die vermehrt Melanin produzieren (Hyperpigmentierung). Dieses Melanin wird in den umliegenden Keratinozyten für einige Zeit gespeichert. Im Gegensatz zu Leberflecken kommt es bei Sommersprossen nicht zu einer lokalen Vermehrung der Melanozyten.

Sommersprossen sind eine Normvariante. Sie entstehen wahrscheinlich durch angeborene Genvarianten im Melanocortin-1-Rezeptor, der auch für Haut- und Haarfarbe verantwortlich gemacht wird.M. Bastiaens et al.: The melanocortin-1-receptor gene is the major freckle gene. Hum Mol Genet. 2001 Aug 1;10(16), S. 1701–1708, PMID 11487574 Da vor allem helle Haut- und Haartypen betroffen sind, besteht für Sommersprossenträger oft eine besondere medizinische Empfehlung zum Sonnenschutz und zur Sonnenvermeidung.

Sommersprossen können selten auch, meist in Kombination mit anderen Hautveränderungen, Symptom einer Systemerkrankung sein, des NAME-Syndroms.

Rezeption Die Rezeption von Sommersprossen in der Gesellschaft als mehr oder weniger attraktives Attribut durchlief zahlreiche Wechsel in der Mode. Während der edwardischen und viktorianischen Epoche galt insbesondere bei Briten und Amerikanern der Ostküste ein makellos blasses Gesicht als Inbegriff weiblicher Schönheit; Sommersprossen, die mit frischer Luft und Sonne assoziiert wurden, sollten den im Freien Arbeitenden vorbehalten bleiben. Entsprechend derb klangen Werbungen um 1900, die Medikamente anpriesen, „um diese hässliche Maske“ zu entfernen:

Diese Medikamente zur Entfernung von Sommersprossen bzw. zur generellen Hautaufhellung enthielten meist gesundheitsgefährdendes Quecksilber und verschwanden erst in den 1970er Jahren aufgrund von staatlichen Verboten endgültig vom Markt. Seither werden Bleich-Cremes für die Haut angeboten, die allerdings oftmals Hydrochinon enthalten, welchem seit Mitte der 2000er Jahre eine potentiell krebserregende Wirkung nachgesagt wird. Weitere Möglichkeiten zur Entfernung von Sommersprossen auf der Haut sind Laserbehandlungen, chemische Haut-Peelings, Retinoide-Cremes oder kryochirurgische Behandlungen. Vorbeugende Wirkung haben unter anderem Sonnenschutzpräparate für die Haut.

Im Laufe der Zeit haben sich Sommersprossen allerdings zu einem Schönheitsideal entwickelt und werden daher sogar als Permanent Make-up angeboten.WDR-Lokalzeit Bonn v. 10. Juni 2017. Auch durch die Verwendung von Henna werden Sommersprossen im Gesicht manuell gezeichnet. Gerade durch Social-Media-Plattformen wurden sogenannte „Fake Freckles“ zum Beauty Trend.

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Kategorie:Haut