Eva Elisabeth Gabriele Sophie von Bredow (* 19. April 1904 in Ponitz; † 6. November 1979 in Berlin) war eine deutsche Leichtathletin, die in den späten 1920er Jahren erfolgreich war. Sie startete für den Sportclub Brandenburg. Wie in der damaligen Zeit üblich, trat sie in mehreren Disziplinen an: im Hochsprung, im Weitsprung und im 80-Meter-Hürdenlauf.

Herkunft Eva stammte aus der alten mittelbrandenburgischen Uradelsfamilie von Bredow. Sie gehört zum genealogischen Haus Ihlow-Ringenwalde, einem Bredowgut bei Wriezen an der Oder. Ihre Eltern waren der Major Karl von Bredow (* 1860) und Gabriele Planck Edle von Planckburg (* 1872) aus München. Eva hatte eine ältere 1902 geborene Schwester Irmgard. Der Leutnant, Johanniterritter und 3. Ihlower Fideikommissherr Adolf von Bredow und dessen Ehefrau Sophie von Knoblauch-Pessin, geboren in Sanssouci, waren ihre Großeltern.Tafel IX-Haus Ihlow, In: Geschichte des Geschlechts v. Bredow. Hrsg. Geschlechtsgenossen (Familienverband). Theil III: Das Bredower Haus umfassend. Buchdruckerei des Waisenhauses (Franckesche Stiftungen), Halle/Saale 1872. Der Domdechant und Ritterschaftsrat Albert von Bredow-Ihlow war ihr Urgroßvater. Ihr Urahn war Adolf von Bredow-Ihlow.

Leistungen Eva von Bredow platzierte sich mehrfach bei deutschen Meisterschaften und gewann vier Deutsche Meistertitel: 1924: Zweite im Hochsprung 1925: Meisterin im Hochsprung 1926: Meisterin im Hochsprung und Dritte im Weitsprung 1927: Zweite im Hochsprung und Meisterin im Weitsprung 1928: Meisterin im Weitsprung 1929: Dritte im Weitsprung

Darüber hinaus stellte sie zwei deutsche Rekorde in Einzeldisziplinen auf: 12,8 s über 80 Meter Hürden, gelaufen am 12. Juni 1927 in Berlin beim 8-Nationen-Meeting des SC Brandenburg. Diese Zeit wurde als erster offizieller Weltrekord über diese Strecke notiert. 1,49 m im Hochsprung, erzielt am 22. August 1926 in Braunschweig. Damit verbesserte sie den bisherigen Rekord von Marie Heister um einen Zentimeter. Er hatte neun Monate Bestand, ehe er von Marie Amthor auf 1,51 m geschraubt wurde.

In den Weltranglisten jener Jahre kam sie viermal unter die Top Ten: 1926 Platz 5 im Weitsprung (5,34 m) 1927 Platz 1 über 80 m Hürden (12,8 s, diese Zeit konnte sie 1929 wiederholen, kam damit jedoch nur auf Platz 11. Der Weltrekord stand da bereits auf 12,2 s, gehalten von Ludmila Sychrova.) Platz 8 im Weitsprung (5,45 m) 1928 Platz 9 im Weitsprung (5,36 m)

An den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam, bei denen erstmals leichtathletische Disziplinen für Frauen auf dem Programm standen, nahm sie nicht teil. Wettkämpfe im Weitsprung und über die Hürdenstrecke wurden nicht ausgetragen, und im Hochsprung war Deutschland nur durch Helma Notte, Inge Braumüller und Elisabeth Bonetsmüller vertreten. Mit ihrer Bestleistung von 1,49 m wäre Eva von Bredow ohnehin chancenlos gewesen, da sie für eine Medaille 1,56 m hätte springen müssen.

Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel. 1919. Zwanzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1918, S. 159. Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bde. Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft. Darmstadt 2005.

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Einzelnachweise

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