Die Paveier sind eine kölsche Mundart- und Karnevalsband. Zu ihren bekanntesten Titeln gehören Buenos Dias Mathias, Ich han de Musik bestellt und Leev Marie.
Werdegang Die Formation ging 1983 aus der relativ erfolglosen Country-Band Colonia Rangers hervor und konzentrierte sich in der Folgezeit mit einem neuen Namen auf rein kölsche Musik. Ihr hauptsächlicher Texter und Komponist war Hans Knipp, der ihnen mit den ersten beiden Titeln, Am Ruusemondach und Ich nemm d’r Dom met, zu einer ersten Produktion bei EMI Electrola verhalf. Bald darauf wurden sie von den Gerig Musikverlagen unter dem Label Papagayo produziert. Danach gründete die Gruppe in Bergisch Gladbach ihr eigenes Label, Pavement Records, bei dem auch andere Kölner Bands wie die Räuber, Brings und die Bläck Fööss spielen.
Micky Brühl Nach dem Ausstieg des Frontmanns Micky Brühl im Jahr 2012 formierte dieser die Micky Brühl Band, die bis 2023 bestand. Heute tritt der Künstler alleine auf und singt Lieder aus Zeiten seiner Band wie auch die der Paveier sowie neue Titel.40 Jahre auf der Bühne | Micky Brühl: Deutliche Worte zum Karneval – Sänger kündigt Entschluss an in Express vom 27. September 2023
Bandname Der Bandname Paveier, auf Hochdeutsch „Pflasterleger“, ist verwandt mit dem französischen pavé – „Straßenpflaster“. Er geht angeblich auf eine Bezeichnung aus der napoleonischen Zeit zurück, in der viele französische Begriffe Einzug in die kölsche Sprache gefunden haben. Das Wort wurde allerdings in Köln bereits wesentlich früher benutztz. B. im Jahr 1774 „paveie“, siehe Seite 228 in Adam Wrede: Neuer Kölnischer Sprachschatz in drei Bänden, Greven Verlag, Köln, 1956–1958, Band 2: K-R, ISBN 3-7743-0156-5 und war ein im gesamten niederländischen und westmitteldeutschen Sprachraum verbreitetes Lehnwort. Der Bandname wurde 1983 von Heidi Knipp, der Frau von Songschreiber Hans Knipp, zufällig aus einem Wörterbuch gegriffen.
Diskografie
Alben (Auswahl) Mer han de Musik bestellt (1984) Beim Toni an d’r Iesbud (1985) Üvverall (1987) 20 Erfolge (1988) Alles Okay (1989) Lieber Schweigen (1991) X Johr (1993) Beinah (1993) Zwesche Himmel un Ääd (1995) Joot jelaunt (1996) 15 Johr – Live (1997) 15 Johr – Studio (1997) Let’s go Kölle (2001) Sulang (2002) Zom Aanpacke (2006) Dat Beste us 25 Johr (2009) Die 13. (2010) Köln hat was zu bieten (2011) Heimat es (2012) Leev Marie (2016) Kölsche Weihnacht (2016)
Lieder (Auswahl)
Weblinks
Offizielle Internetpräsenz
Quellen
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