Sterup ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein.

Geografie Lage Sterup liegt in der Landschaft Angeln, der Ostsee-Halbinsel zwischen Flensburger Förde im Norden und Schlei im Süden.

Ortschaften Zur Gemeinde gehören der Ortsteil Grünholz (dänisch: Grønholt) mit Grünholz-Husum (Grønholthusum) sowie die Wohnplätze Barredamm (Barredam), Birristoft (Berristoft oder Berritstoft), Boltoft, Borreweg (BorrevejUrsprünglich Weg zu Stadt Flensburg, in der sich die Burg (jüt. Borre), vermutlich die Duburg, befand, vgl. Berthold Hamer: Topographie der Landschaft Angeln, Bd. 1, Husum 1994, S. 113), Bremholm, Brunsbüll (Brunsbøl), Dingholz (Tingskov), Duisberg (DysbjergJohannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland, Bd. 2, København 1867, S. 115 oder Dyssebjerg), Höckeberg (Høgebjerg), Jordan (Jordam bzw. HjortdamUrsprünglich Hjortdam, aus dem Dänischen für Hirschteich, später als Spottname für einen Krug nach dem biblischen Fluss Jordan, vgl. Berthold Hamer: Topographie der Landschaft Angeln, Bd. 1, Husum 1994, S. 363), Kallewatt (Kalvevad)Anders Bjerrum, Kristian Hald, Peter Jørgensen: Sydslesvigs stednavne, Bd. 7, Akademisk forlag 1948, S. 351, Laßholz (Lasholt), Niehuus, Osterholm (Østerholm), Quegmai (Kvægmaj oder Kvægmade), Rackbüll (Ragebøl), Schadelund (SkadelundM. Mørk Hansen: Kirkelig Statistik over Slesvig Stift: Med historiske og topografiske bemærkninger, Kjøbenhavn 1864, S. 278, auch SkardelundJohannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland, Band 2, Kopenhagen 1867, S. 343), Schnabe (SnabeAnders Bjerrum, Kristian Hald, Peter Jørgensen: Sydslesvigs stednavne, Bd. 7, Ausg. 2, 1979, S. 366, auch SnaveGeneralstabens Kort over Slesvigs Fastland og Als, Kjøbenhavn 1858), Solberg (Solbjerg), Sterupbek (Sterupbæk) und Sterupgaard.

Geschichte Die im Kern spätromanische St.-Laurentius-Kirche wurde 1230 erbaut. Der Ortsname ist erstmals 1352 als Stedorp dokumentiert 1538 findet sich die Form Stederup. Hinsichtlich der Bedeutung gibt es mehrere Deutungen. Der Name könnte sich von dän. stæth (≈Amboss in übertragener Bedeutung), dän. stæthi (≈am Ufer, hier am Ufer der Lippingau) oder zu altdän. stæthi (≈Stute) ableitenBerthold Hamer: Topographie der Landschaft Angeln, Bd. 2, Husum 1995, S. 304.

Vor dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 gehörte der Ort als Hauptort des gleichnamigen Kirchspiels administrativ zur Nieharde (Ny Herred) im Amt Flensburg, Herzogtum Schleswig. Im Jahr 1983 wurde eine Partnerschaft zwischen der Gemeinde Sterup und der Royal Navy geschlossen. Im Rahmen dieser Partnerschaft wurde die Gemeinde während der Kieler Woche von Vertretern der britischen Marine besucht. Diese gegenseitigen Besuche erfolgten bis Anfang 2000.

Eingemeindungen Am 24. März 1974 wurde die damalige Gemeinde Grünholz eingegliedert.

Politik Gemeindevertretung Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit dem 14. Mai 2023 sieben Sitze und die Wählergemeinschaft Sterup sechs Sitze.

Bürgermeister Bürgermeister der Gemeinde ist Johannes-F. Vogt von der CDU Sterup.

Wappen Blasonierung: „In Grün ein schräglinker silberner Wellenbalken. Im goldenen Schildfuß der schwarze Steruper Allmanns-Schleef.“[ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein]

Wirtschaft und Verkehr In Sterup befinden sich mehrere Handwerks-, Dienstleistungs- und Einzelhandelsbetriebe.

Sterup liegt an der Schleswig-holsteinischen Landesstraße 21 von Flensburg nach Kappeln etwa 21 Kilometer südöstlich von Flensburg. Die 1924 von Otto Henningsen sen. eröffnete Werkstatt mit Tankstelle liegt im Ortszentrum in der Flensburger StraßeMatthias Jürgensen: Die älteste Tankstelle Deutschlands steht in Sterup - Ein Gespräch mit Otto Henningsen, in JAHRBUCH des Heimatvereins der Landschaft ANGELN, 83. Jahrgang 2019/20, Sörup 2019, S. 176 ff. und gilt als die älteste Tankstelle Deutschlands.taz-Archiv: Hausbesuch in Sterup 14. November 2015 abgerufen am 23. Dezember 2019

Sehenswürdigkeiten Die Kirche St. Laurentius – Das Schiff stammt aus dem 13. Jahrhundert. Das Pastorat mit Stuckdekor am Giebel Das ehemalige Kaufhaus Angeln (1908–1975) – heute gemischte Nutzung In der Liste der Kulturdenkmale in Sterup stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Literatur Chronikausschuss des Kirchspiels Sterup (Hrsg.): Chronik des Kirchspiels Sterup. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1993, ISBN 978-3-88042-664-1 Verein Kirchspielchronik Sterup (Hrsg.): Chronik des Kirchspiels Sterup. Band 2. Häuserteil Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2006, ISBN 978-3-89876-295-3

Weblinks

Gemeinde Sterup Gemeinde Sterup beim Amt Geltinger Bucht

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Kreis Schleswig-Flensburg Kategorie:Ort in Südschleswig