Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Rekorde und Statistiken zur Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011.
Torjägerinnen Platz Spieler Tore Vorlagen Spielzeit15159324239034160043052052459962346072254082121792125410213901021390102139013215261420217152022318202591920270202033521203622220374
Abschlusstabelle WM 2011 Rangliste nach Kriterien der FIFA:
RangMannschaftSpieleGewonnenUnentschiedenVerlorenToreTordifferenzPunkte 1 6 4 1 1 12:6 +6 13 2 6 3 2 1 13:7 +6 11 3 6 5 0 1 10:6 +4 15 4 6 2 1 3 10:10 0 7 5 4 3 1 0 9:2 +7 10 6 4 3 0 1 7:4 +3 9 7 4 2 2 0 6:3 +3 8 8 4 2 0 2 6:7 −1 6 9 3 1 0 2 1:2 −1 3 10 3 1 0 2 2:5 −3 3 11 3 0 2 1 3:7 −4 2 12 3 0 1 2 4:6 −2 1 13 3 0 1 2 0:3 −3 1 14 3 0 1 2 0:4 −4 1 15 3 0 0 3 2:7 −5 0 16 3 0 0 3 1:7 −6 0
Anmerkungen: Entscheidend für die Reihenfolge nach FIFA-Kriterien ist zunächst die erreichte Runde (Sieger, Finalist, Dritter, Halbfinalist, Viertelfinalist, Achtelfinalist, Vorrundenteilnehmer). Ist die erreichte Runde gleich, entscheiden der Reihe nach die Zahl der Punkte, die Tordifferenz, die Zahl der geschossenen Tore und der direkte Vergleich. Entscheidungen nach Elfmeterschießen werden in dieser Statistik als Unentschieden gewertet. Die im Elfmeterschießen erzielten Treffer werden wie in allen Statistiken nicht als Tore gewertet.
Spielerinnen Die jüngste Spielerin war Christelle (, * 16. Januar 1995). Sie war beim Spiel gegen Norwegen am 29. Juni 16 Jahre und 164 Tage alt. Die Älteste war mit 38 Jahren die neuseeländische Torhüterin Jenny Bindon (* 25. Februar 1973). Christie Rampone ist mit 36 Jahren und 23 Tagen die älteste Spielerin, die jemals in einem WM-Finale stand. Die japanische Torhüterin Nozomi Yamagō ist mit 36 Jahren und 182 Tagen die bisher älteste Spielerin in einem Weltmeisterkader, kam jedoch im Turnier nicht zum Einsatz. Homare Sawa (Japan) ist mit 33 Jahren die bisher älteste WM-Torschützenkönigin und bisher älteste Gewinnerin des Goldenen Balls als beste Spielerin. Sie ist die dritte Spielerin in Folge, die beide Auszeichnungen zugleich erhielt.1999 erhielt auch Sun Wen beide Auszeichnungen, musste sich den Titel der Torschützenkönigin aber mit Sissi teilen. Sie ist zudem die älteste Spielerin, der ein Tor in einem WM-Finale gelang. vom 18. Juli 2011, abgerufen am 20. Mai 2017 Cecilia Santiago (Mexiko) war mit 16 Jahren und 251 Tagen die jüngste Torhüterin, die jemals bei einer WM eingesetzt wurde. Die größte Spielerin war mit 1,85 m Wendie Renard (Frankreich), die kleinste Charlyn Corral (Mexiko) mit 1,52 m. Ihre fünfte Weltmeisterschaft bestritten Formiga (Brasilien), Birgit Prinz (Deutschland) und Homare Sawa (Japan). Diese Spielerinnen kamen bei allen Turnieren seit 1995 mindestens einmal zum Einsatz und stellen damit den Rekord von Kristine Lilly (USA) ein, die von 1991 bis 2007 ebenfalls bei fünf WM-Turnieren auf dem Platz stand. Birgit Prinz verpasste die Chance, als erste Spielerin bei fünf WM-Turnieren als Torschützin erfolgreich zu sein. Insgesamt nahmen 14 Spielerinnen teil, die bereits bei einer vorangegangenen Weltmeisterschaft den Titel gewonnen hatten (13 Deutsche und eine US-Amerikanerin, von den Deutschen kamen aber zwei bei den Titelgewinnen nicht zum Einsatz). Fünf deutsche Spielerinnen konnten bereits zweimal den Titel gewinnen. Im ersten Spiel gegen Mexiko bestritt Faye White (England) ihr 100 Länderspiel. Ebenfalls ihr 100. Länderspiel erreichten bei der WM Laura Georges (Frankreich), Nadine Angerer (Deutschland) und Hope Solo (USA). 24 Spielerinnen hatten bereits vor der WM mindestens 100 Länderspiele, zwei davon (Christie Rampone und Birgit Prinz) mindestens 200 Länderspiele bestritten. In neun Kadern stand mindestens je eine Spielerin, die mindestens 100 Länderspiele bestritten hat, die meisten (6) im Kader der USA. Bis auf Heather Mitts wurden alle 100er bei der WM auch eingesetzt. Drei Spielerinnen (Birgit Prinz, Abby Wambach und Christine Sinclair) haben bereits mehr als 100 Tore in Länderspielen erzielt. Ebenfalls mehr als 100 Länderspieltore erzielte Carolina Morace, Trainerin der kanadischen Mannschaft. Wambach und Sinclair konnten bei der WM weitere Tore erzielen, Wambach sich auch in der Rangliste verbessern. Nur vier Mannschaften hatten ausschließlich Spielerinnen aus heimischen Ligen im Kader. In keinem Kader standen nur Spielerinnen, die in ausländischen Ligen spielen. Australien hatte zwei Spielerinnen im Kader für die zwei Vereine angegeben sind. Die meisten Spielerinnen (12) stellte Olympique Lyon. Die meisten Spielerinnen (40 in neun Kadern) spielen in der Women’s Professional Soccer League, es folgt die Bundesliga mit 31 Spielerinnen in sieben Kadern. In der folgenden Tabelle ist für die WM-Teilnehmer die Anzahl der in ausländischen Ligen oder Universitäten der verschiedenen Kontinentalverbände und der heimischen Liga/Universität spielenden Spielerinnen zusammengefasst (Stand: Vor der WM).
AfrikaAsienInkl. Australien, da Australien dem Asiatischen Fußballverband angehörtEuropaMittel- und NordamerikaOzeanienSüdamerikavereinslosHeimat 21 21 21 11 21 120 3 18 3 117 22 17 12 216 5 16 5 16 42 15 112 413 9 12 35 310 37 47
AfrikaAsienEuropaMittel- und NordamerikaOzeanienSüdamerikavereinslosHeimat Afrika (Legionäre)1111 4 25 Asien (Legionäre) 4 1 159 Europa (Legionäre) 77 91 Mittel-/Nordamerika (Legionäre) 612 837 Ozeanien (Legionäre) 22 17 Südamerika (Legionäre) 17 232 Summe (Legionäre)11312904 Summe (Insgesamt)266012266173611261
Trainer Zehn Mannschaften wurden von Männern, sechs von Frauen trainiert. In 32 Spielen standen sich 17-mal Teams gegenüber, die von Männern und Frauen betreut wurden, sieben Spiele gewannen die Teams der Trainerinnen, sechs Siege holten die Teams der Trainer, wobei zwei Siege auf das Konto des französischen Trainers gingen, dessen Mannschaft aber auch ein Spiel verlor. Vier Spiele endeten remis, davon wurden zwei im Elfmeterschießen von den Teams der Trainer und eins vom Team einer Trainerin gewonnen. Leonardo Cuéllar/Mexiko (* 14. Januar 1952) war der älteste und Kleiton Lima/Brasilien (* 5. Mai 1974) der jüngste der Trainer (deren Alter bekannt ist). Norio Sasaki ist mit 53 Jahren der bisher älteste Trainer einer Weltmeister-Mannschaft der Frauen. Fünf Mannschaften wurden von ausländischen Trainern oder Trainerinnen betreut. Die meisten (3) Trainer wurden im Vereinigten Königreich geboren. Die Trainer aus Italien (Äquatorialguinea und Kanada) waren die einzigen, deren Heimatland sich nicht für das Turnier qualifiziert hat. Tom Sermanni, Trainer Australiens, erlebte seine dritte WM als Cheftrainer. Kein(e) Cheftrainer(in) war bereits als Spieler(in) Weltmeister geworden. Sechs Länder traten wieder mit dem/derselben Cheftrainer(in) wie schon 2007 in China an: Weltmeister Deutschland mit Silvia Neid, Australien mit Tom Sermanni, England mit Hope Powell, Neuseeland mit John Herdman, Nordkorea mit Kim Kwang-min und Schweden mit Thomas Dennerby Brasilien und Nigeria traten dagegen zum sechsten Mal mit einem anderen Trainer an. Fünf Trainerinnen wurden früher selbst als Spielerin bei einer WM eingesetzt; Leonardo Cuéllar 1978 bei der Männer-WM.
Kontinentalmeister Alle aktuellen Kontinentalmeister nahmen an der WM teil. Drei Kontinentalmeister (Afrika, Europa sowie Mittel- und Nordamerika) trafen in einer Vorrundengruppe, zwei andere (Asien und Südamerika) in einer weiteren Vorrundengruppe aufeinander. Kein Kontinentalmeister erreichte das Halbfinale. Bei allen vorangegangenen Weltmeisterschaften hatte jeweils ein Kontinentalmeister im Endspiel gestanden.
Strafstöße Den ersten Strafstoß verwandelte Inka Grings zum zwischenzeitlichen 3:1 im Spiel gegen Frankreich. Ein Handelfmeter im Spiel Äquatorialguinea gegen Australien wurde nicht gegeben, obwohl Bruna einen vom Pfosten abgeprallten Ball im Strafraum in die Hand nahm. Im Viertelfinalspiel zwischen Brasilien und den USA mussten zwei von den Torhüterinnen gehaltene Elfmeter wiederholt werden: zunächst in der regulären Spielzeit der von Cristiane vergebene Elfmeter, weil eine US-amerikanische Spielerin zu früh in den Strafraum gelaufen war; dann im Elfmeterschießen, weil Andréia Suntaque beim Schuss zu weit vor der Torlinie stand. In beiden Fällen waren die Schützinnen beim zweiten Versuch erfolgreich, wobei für Brasilien Marta im zweiten Versuch antrat. Insgesamt wurden vier Strafstöße verhängt, so wenige wie bei keiner anderen WM (1995, 1999 und 2007 wurden je sieben verwandelt). Die meisten (2) erhielt Brasilien.
Platzverweise Der erste Platzverweis erging an die Torfrau Bérangère Sapowicz (Frankreich) in der 65. Minute des Spiels gegen Deutschland nach Notbremse an Fatmire Bajramaj. Der erste Platzverweis für eine Feldspielerin traf Rachel Buehler (USA) nach einem Foul im Strafraum an Marta. Der erste Platzverweis für eine Tätlichkeit traf Josefine Öqvist (Schweden) im Spiel um Platz 3. Es war die erste rote Karte in einem Spiel um Platz 3. Die rote Karte gegen Azusa Iwashimizu nach einer Notbremse war der erste Platzverweis in einem WM-Endspiel der Frauen. Japan konnte somit auch als erstes Land in Unterzahl Weltmeister werden. Mit insgesamt 4 roten Karten wurde der Negativrekord von 1999 eingestellt, dort wurde aber noch zusätzlich eine gelb-rote Karte gezeigt.In der wird die gelb-rote Karte für Pak Jong-ae (Nordkorea) aber als rote Karte gezählt .
Verwarnungen Caroline Seger war die erste Spielerin, die nach 2 Gelben Karten für ein Spiel gesperrt wurde. Im Viertelfinale zwischen Brasilien und der USA wurde der Negativrekord vom Spiel Brasilien gegen Deutschland bei der WM 1995 mit 8 Gelben Karten eingestellt. Während beim Spiel gegen Deutschland Suzy zwei gelbe Karten erhielt, d. h. die gelb-rote Karte, bekam im anderen Spiel Rachel Buehler noch die rote Karte.
Tore Das erste Tor der WM erzielte Marie-Laure Delie (Frankreich) in der 56. Minute des ersten Spiels gegen Nigeria. Das torreichste Spiel der WM war der 4:2-Sieg Deutschlands über Frankreich (Vorrunde, Gruppe A), gefolgt vom 3:2 Australiens gegen Äquatorialguinea (Vorrunde, Gruppe D). Mit der 0:1-Niederlage gegen Deutschland beendete Nigeria als erste Mannschaft zum zweiten Mal vier WM-Spiele nacheinander ohne eigenes Tor. Bisher "gelang" dies Ghana (1999–2003), Japan (1991–2005) und Nigeria (1991–1995). Das schnellste Tor erzielte Stephany Mayor (Mexiko) nach 64 Sekunden im Spiel gegen Neuseeland. Im Viertelfinale rettete Abby Wambach in der zweiten Minute der Nachspielzeit der zweiten Verlängerungshälfte mit dem spätesten Tor die USA ins Elfmeterschießen gegen Brasilien. Deutschland, Frankreich und Brasilien waren mit je sieben Treffern die torgefährlichsten Mannschaften der Vorrunde, während Kanada, Mexiko und Äquatorialguinea jeweils sieben Gegentreffer hinnehmen mussten. Brasilien blieb als einzige Mannschaft in der Vorrunde ohne Gegentor. Die Serie endete jedoch bereits in der zweiten Minute des Viertelfinales gegen die USA durch ein Eigentor. Erst am letzten Spieltag der Vorrunde gab es ein torloses Spiel: Kolumbien und Nordkorea trennten sich 0:0 zu einem Zeitpunkt, als das Ausscheiden beider Mannschaften bereits feststand. Beide Teams beendeten damit das Turnier als einzige ohne einen Treffer. Schweden konnte mit vier Treffern (bei einem Gegentor) die Gruppe C gewinnen, während Neuseeland in Gruppe B mit derselben Anzahl Treffern (bei sechs Gegentoren) Gruppenletzter wurde. Alle Mannschaften, die die Gruppenphase mit einer positiven Tordifferenz abgeschlossen hatten, erreichten das Viertelfinale, während alle Mannschaften mit einer negativen Tordifferenz ausschieden. Gastgeber und Titelverteidiger Deutschland blieb als einzige Mannschaft in der K.-o.-Runde ohne Torerfolg. Mit ihrem Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 für Brasilien im Viertelfinale erzielte Marta ihren 14. WM-Treffer und stellte damit den Rekord von Birgit Prinz ein.
Remis-Spiele Das Spiel zwischen Kolumbien und Nordkorea war das einzige torlose Spiel bei der WM.