Werner Pfeifer (* 18. Dezember 1929; † 12. Mai 2016Werner Pfeifer; Traueranzeige in: Märkische Allgemeine vom 21. Mai 2016. Abgerufen am 26. Mai 2016.) war ein deutscher Schauspieler und Aufnahmeleiter.

Leben Pfeifer war sowohl in Filmen als auch in Fernsehserien der DDR zu sehen. Nachgewiesen sind Filmauftritte Pfeifers von Anfang der 1960er Jahre bis Mitte der 1980er Jahre. Er verkörperte während seiner Karriere fast ausschließlich Charakterrollen und Chargen; häufig spielte er Autoritätspersonen wie Offiziere, Polizisten oder kleine Beamte.Werner Pfeifer Datenbank der DEFA-Stiftung Pfeifers Filmauftritte bestanden oft nur aus einer kurzen Szene. Häufig wurde er im Abspann nicht einmal erwähnt.

Als seinen ersten Filmauftritt führt die Filmdatenbank IMDb den DEFA-Märchenfilm Das Zaubermännchen (1960), eine Verfilmung des Märchens Rumpelstilzchen. In diesem Film übernahm Pfeifer die kleine Rolle des Schreibers. Inhalt, Besetzung und Filmprogramm (www.maerchenfilm.de) Die Verfilmung basierte auf einer erfolgreichen Theater-Inszenierung des Märchens Rumpelstilzchen am Hans Otto Theater in Potsdam.Rumpelstilzchen Hintergrundinfos (Katalog Filmkommunikation Thüringen) Dem Rollenfach des Kleindarstellers blieb Pfeifer bei seinen sämtlichen weiteren Filmauftritten treu, so beispielsweise als SA-Mann in dem Kinderfilm Die Jagd nach dem Stiefel (1962), als Felino in der Filmkomödie Der Weihnachtsmann heißt Willi (1969) oder als Kurfürstlicher Ritter in der Komödie Die Hosen des Ritters von Bredow (1973).

In der DDR-Kinderserie Spuk unterm Riesenrad (1979) hatte er als Obstverkäufer eine kleine wiederkehrende Serienrolle.

Von Ende der 1960er bis Mitte der 1970er Jahre arbeitete Pfeifer bei der DEFA als Erster Aufnahmeleiter, unter anderem bei der Filmkomödie Ein Lord am Alexanderplatz. Peter Cowie/Derek Elley: World Filmography: 1967, S. 158 Daneben übernahm er immer wieder kleine Filmrollen. Pfeifer war später erster Kinoleiter des Filmmuseums Potsdam.

Auch im Theater der DDR trat er als Darsteller auf. So hatte Pfeifer am 13. August 1958 im Theater der Jungen Garde in Halle (Saale) eine Rolle in der Uraufführung des Stücks Das eiserne Büffelchen, das von Paul Dornberger nach dem gleichnamigen Roman von Alex Wedding inszeniert worden war.Verband der Theaterschaffenden der DDR: Theater der Zeit. Arbeitsbuch, Band 13, Ausgabe 10, Podewil, 1958, S. 51

Pfeifer verstarb am 12. Mai 2016 im Alter von 86 Jahren. Die Urnenbeisetzung fand am 1. Juni 2016 auf dem Neuen Friedhof in Potsdam statt.

Filmografie (Auswahl) 1960: Das Zaubermännchen 1961: Das Kleid 1962: Josef und alle seine Brüder (Fernsehfilm) 1962: Die letzte Chance 1962: Die Jagd nach dem Stiefel 1963: Verliebt und vorbestraft 1963: Karbid und Sauerampfer 1969: Jungfer, Sie gefällt mir 1969: Der Weihnachtsmann heißt Willi 1969: Seine Hoheit – Genosse Prinz 1970: Unterwegs zu Lenin 1973: Die Hosen des Ritters von Bredow 1976: Nelken in Aspik 1976: Die Leiden des jungen Werthers 1977: Unterwegs nach Atlantis 1977: DEFA Disko 77 1978: Sabine Wulff 1978: Fleur Lafontaine 1979: Die toten Augen 1979: Spuk unterm Riesenrad 1980: Archiv des Todes (TV) 1980: Johann Sebastian Bachs vergebliche Reise in den Ruhm 1981: Der Dicke und ich 1982: Bahnwärter Thiel (Fernsehfilm) 1984: Front ohne Gnade (TV) 1984: Hochzeit mit Hindernissen 1986: Das Eigentor 1989: Verflixtes Mißgeschick! 1989: Späte Ankunft (Fernseh-Zweiteiler)

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Einzelnachweise

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