Der Große Preis von Monaco 1969 (offiziell XXVII Grand Prix Automobile de Monaco) fand am 18. Mai auf dem Circuit de Monaco in Monte-Carlo statt und war das dritte Rennen der Automobil-Weltmeisterschaft 1969.

Berichte Hintergrund Das Teilnehmerfeld entsprach größtenteils dem des vorangegangenen Grand Prix in Spanien mit der Ausnahme, dass Jochen Rindt noch nicht von seiner dort erlittenen Nasenverletzung genesen war und daher von Richard Attwood vertreten wurde.

Zudem trat das Privatteam Antique Automobiles erstmals in dieser Saison an und bestritt mit dem Fahrer Vic Elford die letzte Grand-Prix-Teilnahme eines Cooper-Rennwagens. Für Silvio Moser, der einen privaten Brabham einsetzte, war es ebenfalls die erste GP-Teilnahme des Jahres.

In der Fahrerwertung führte Jackie Stewart mit zehn Punkten vor Bruce McLaren und mit elf Punkten vor Denis Hulme. In der Konstrukteurswertung führte Matra mit acht Punkten vor McLaren und mit zehn Punkten vor Lotus.

Mit Graham Hill (viermal), Hulme, Stewart, McLaren und Jack Brabham (jeweils einmal) traten fünf ehemalige Sieger zu diesem Grand Prix an.

Training Nach der ersten Trainingseinheit wurde als Reaktion auf Unfälle und Probleme beim zurückliegenden Spanien-GP ein Verbot jeglicher Flügel verhängt. Die Zeiten aus diesem ersten Training, das noch mit Flügeln absolviert worden war, wurden gestrichen und zählten nicht für die Qualifikation. Entgegen den Befürchtungen einiger Teams, dass die mit den aerodynamischen Hilfsmitteln abgestimmten Wagen ohne Flügel kaum fahrbar seien, waren lediglich geringe Zeitverluste festzustellen.

Stewart erzielte die erste Pole-Position seiner Karriere vor Chris Amon im Ferrari und seinem Matra-Teamkollegen Jean-Pierre Beltoise.

Rennen Stewart ging als Führender in die erste Kurve, dicht gefolgt von Amon. Dahinter geriet Beltoise unter Druck durch Hill, der in der dritten Runde an ihm vorbeiziehen konnte. Innerhalb der ersten zehn Runden fuhr Stewart einen Vorsprung von zehn Sekunden heraus.

Unterdessen hatte John Surtees im nur mäßig beleuchteten Tunnel mit einem Getriebeschaden zu kämpfen. Brabham übersah dies und kollidierte mit ihm. Beide fielen aus, blieben aber unverletzt. Amon und Beltoise, die beide in aussichtsreicher Position unterwegs waren, schieden noch im ersten Viertel des Rennens mit technischen Problemen aus. Kurz nach Beltoise musste auch der führende Stewart aufgeben, sodass beide Matra-Ford innerhalb von zwei Runden mit exakt dem gleichen Defekt ausgeschieden waren.

An der Spitze lag nun Hill mit zwölf Sekunden Vorsprung vor Jacky Ickx und Piers Courage. Da Ickx in Runde 49 durch einen Aufhängungsschaden aufgeben musste, beendete Courage das Rennen auf Platz zwei und sorgte damit für einen unerwarteten Erfolg für das Privatteam Frank Williams Racing Cars, das erst seinen zweiten Grand-Prix-Einsatz bestritt. Hill gewann seinen insgesamt 14. Grand Prix in der Automobil-Weltmeisterschaft, allerdings sollte es auch sein letzter Rennsieg werden. Joseph Siffert erreichte mit seinem Kunden-Lotus als Dritter das Ziel.

Meldeliste

Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen 1 Lotus 49B Ford Cosworth DFV 3.0 V8 2 3 McLaren M7A 4 McLaren M7C 5 Brabham BT26A 6 7 Matra MS80 8 9 Lotus 49B 10 BRM P126 BRM P142 3.0 V12 11 Ferrari 312 (1969) Ferrari 255C 3.0 V12 Antique Automobiles 12 Cooper T86B Maserati 10/F1 3.0 V12 14 BRM P138 BRM P142 3.0 V12 15 BRM P133 16 Brabham BT26A Ford Cosworth DFV 3.0 V8 Silvio Moser Racing Team 17 Brabham BT24

Klassifikationen Startaufstellung Pos. Fahrer Konstrukteur Zeit Ø-Geschwindigkeit Start 1 1:24,6 133,830 km/h 1 2 1:25,0 133,200 km/h 2 3 1:25,4 132,576 km/h 3 4 1:25,8 131,958 km/h 4 5 1:26,0 131,651 km/h 5 6 1:26,0 131,651 km/h 6 7 1:26,3 131,194 km/h 7 8 1:26,4 131,042 km/h 8 9 1:26,4 131,042 km/h 9 10 1:26,5 130,890 km/h 10 11 1:26,7 130,588 km/h 11 12 1:29,5 126,503 km/h 12 13 1:28,4 128,077 km/h 13 14 1:30,5 125,105 km/h 14 15 1:30,5 125,105 km/h 15 16 1:32,8 122,004 km/h 16

Rennen Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit Start Schnellste Runde 1 80 0 1:56:59,4 4 1:25,8 (58.) 2 80 0 + 17,3 9 1:25,8 (57.) 3 80 0 + 34,6 5 1:26,2 (52.) 4 80 0 + 52,9 10 1:26,4 (57.) 5 79 0 + 1 Runde 11 1:26,8 (51.) 6 78 0 + 2 Runden 12 1:26,7 (36.) 7 74 0 + 6 Runden 16 1:33,2 (63.) – 48 0 DNF 7 1:26,5 (35.) – 22 0 DNF 1 1:25,1 (16.) – 20 0 DNF 3 1:26,3 (20.) – 16 0 DNF 2 1:26,3 (14.) – 15 0 DNF 14 1:31,3 (7.) – 15 0 DNF 15 1:30,7 (15.) – 9 0 DNF 6 1:29,3 (8.) – 9 0 DNF 8 1:29,2 (8.) – 0 0 DNF 13 –

WM-Stände nach dem Rennen Die ersten sechs des Rennens bekamen 9, 6, 4, 3, 2, 1 Punkt(e). Die besten fünf Ergebnisse der ersten sechs und die besten vier der letzten fünf Rennen zählten zur Meisterschaft. In der Konstrukteurswertung zählten dabei nur die Punkte des bestplatzierten Fahrers eines Teams.

Fahrerwertung Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte 1 Matra-Ford 182 Lotus-Ford153 McLaren-Ford104 McLaren-Ford85 Lotus-Ford76 Brabham-Ford6 7 Matra-Ford 58 Lotus-Ford39 B.R.M.210 Brabham-Ford111 B.R.M.0 Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte12 Cooper-Maserati013 Brabham-Repco0– Brabham-Repco0– Lotus-Ford 0– B.R.M. 0– Ferrari 0– Brabham-Ford 0– Lotus-Ford0– Lotus-Ford0– McLaren-Ford0– Brabham-Ford0

Konstrukteurswertung Pos. Konstrukteur Punkte 1 182 153 124 7 Pos. Konstrukteur Punkte5 26 07 0– 0

Einzelnachweise

#1969 Monaco Kategorie:Circuit de Monaco