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mini|340px|Blick auf Schliersee und die Pfarrkirche St. Sixtus

Ensembles Ensemble Valepp Das Forsthaus Valepp zusammen mit der südlich dazu gelegenen Kapelle Maria Hilf, dem Klausenhaus sowie der Klausensperreinrichtung in der Roten Valepp und denen diese umgebenden Flächen bilden ein Ensemble. Die Gruppe liegt in beeindruckender landschaftlicher Umgebung des Hochgebirges.

Eine „Alpe Valldep“ ist als Besitz des Klosters Scheyern seit dem 16. Jahrhundert urkundlich bezeugt. Aus dem gleichen Jahrhundert ist eine Klause, die Tiroler Klause, später Kaiserklause, für das Flößen von Holz benannt. Für die Holz- und Almarbeiter wurde vom Kloster Scheyern 1710 eine Kapelle leicht oberhalb des Klausenhauses erbaut. Die etwas höher gelegene Ochsenalm befand sich spätestens seit 1508 im Besitz der Maxlrainer Grafen. In den 1840er-Jahren wurde ein stattliches Forsthaus erbaut, von dem aus die Waldbewirtschaftung und der Transport des Holzes geleitet wurde. Im aufkommenden Alpentourismus des 19. Jahrhunderts wurde das Forsthaus auch zum Ziel von Wandernden. Eine letzte Bauphase war in den 1930er-Jahren mit einem Jagdhaus für Heinrich Himmler und den Ausbau der Wege im Bereich der Valepp und darum herum.

Die Valepp ist ein vom Spitzingsee südwärts nach Tirol sich erstreckendes langes Tal. Nahe der Tiroler Grenze liegt, von Norden kommend, auf einer Schotterterrasse auf einer Höhe von fast 900 Metern zunächst das Forsthaus Valepp. Der zweigeschossige Flachsatteldachbau steht oberhalb einer zweiläufigen Treppenanlage aus Bruchsteinen und mit einer Brunnennische. Das Gebäude selbst hat ein Quadermauerwerk im Erdgeschoss, das Obergeschoss ist als Blockbau errichtet mit umlaufender Hochlaube. Das Dach mit hohem Kniestock hat eine Giebellaube. Es wurde 1841 durch das königliche Salinenamt Reichenhall für den Förster erbaut, der Aufsicht über Wald, Wege und Wasserbauten hatte. Zudem hatte es Zimmer für Gäste und einen Schankraum im Erdgeschoss. Der Bau galt mustergültig für den Bau von Forsthäusern und wurde 1843 in der Allgemeinen Bauzeitung (Wien) veröffentlicht.

Zum Forsthaus südlich am Hang zur Hochterrasse der Ochsenalm liegt das Ende des 17. Jahrhunderts erbaute Klausenhaus mit gemauertem Erdgeschoss und Blockbau-Obergeschoss und oberhalb die Kapelle Maria Hilf. Die kleine Kapelle ist ein Saalbau mit halbrunder Apsis und Dachreiter. Weiter südlich und etwas oberhalb liegt die Ochsenalm als stattlicher Blockbau mit einer Nebenhütte, beide wohl 1849. Das ehemalige Jagdhaus Himmler ist ein erdgeschossiger Bau mit holzverschaltem Obergeschoss.

Aktennummer: E-1-82-129-1

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Literatur

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Einzelnachweise

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