mini|Paul Basilius Barth (etwa 1908) Paul Basilius Barth (* 24. Oktober 1881 in Basel; † 25. April 1955 in Riehen) war ein Schweizer Kunstmaler und Zeichner.
Leben und Werk Paul Basilius Barth war ein Sohn des schriftstellerisch tätigen Arztes und Chirurgen Paul Otto Barth (1848–1921) und der Emma, geborener Schäffer (1851–1922). Seine Geschwister waren Emma Clara (1880–1959) und der spätere Arzt Felix Martin (1883–1960).Felix Barth, abgerufen am 20. Januar 2024.
Barth absolvierte 1898 eine Lehre als Dekorationsmaler und besuchte Kurse an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel. Von 1902 bis 1904 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste München sowie an der privaten Malschule von Heinrich Knirr.
Von 1904 bis 1906 lebte und arbeitete Barth in Florenz und Rom. Ab 1906 hielt er sich acht Jahre in Paris auf, wo er zuerst an den Unterricht an der besuchte und seinen künstlerischen Durchbruch erlebte. An der machte er mit Bekanntschaft und war mit freundschaftlich verbunden. Von Paris aus erfolgten Reisen, so u. a. in die Bretagne, in die Provence und auf die Insel Reichenau. 1914 kehrte Barth wie viele Schweizer Künstler, kriegsbedingt aus Paris in die Schweiz zurück.
Während und nach dem Ersten Weltkrieg bildete Barth zusammen mit Jean Jacques Lüscher, Numa Donzé, Otto Roos, Heinrich Müller und Karl Theophil Dick die lose Basler Künstlergruppe der dunkeltonigen Maler. Diese als «Basels Klassische Malergeneration» bezeichnete Künstlergruppierung war für die Basler Kunstinteressierten eine revolutionäre Entdeckung. Der Durchbruch gelang der Gruppe 1907 mit einer gemeinsamen Ausstellung in der Kunsthalle Basel.
1907 heiratete Barth Margaretha, geborene Zaeslin. Ihre gemeinsamen Söhne waren der in Paris geborene und spätere Maler und Kreis 48 Gründungsmitglied Heinrich Barth (1907–1958)Barth, Heinrich In: Sikart, abgerufen am 1. Oktober 2022. und der Maler Andres Barth (1916–1990). Das Ehepaar liess sich 1921 scheiden. 1923 heiratete Zaeslin den Maler und Barth heiratete 1924 Elsa, geborene Wassmer.alternativtext=Paul Basilius Barth (1881–1955) Maler, Zeichner. Familiengrab. Friedhof am Hörnli|mini|Familiengrab. Friedhof am Hörnli Die Basler Künstlergruppe der dunkeltonigen Maler pflegten einen freundschaftlichen Austausch mit der 1918 gegründeten Basler Künstlerbund Das Neue Leben und mit der Künstlergruppe «Rot-Blau». Barth beeinflussten die Entwicklung der Basler Malerei nach der Jahrhundertwende bis in die 1920er-Jahre massgeblich.
Nach dem Krieg lebte Barth zeitweise wieder in Paris. Zusammen mit seinem Sohn Heinrich und Numa Donzé reiste er 1922 nach Algerien. 1925 unternahm er eine Reise nach Tunesien.
1935/1936 erfolgte der Bau seines Wohn- und Atelierhauses in Riehen durch Paul Artaria. Hier, im seit 2004 denkmalgeschützten Haus am Vierjuchartenweg 24, lebte später der Galerist Ernst Beyeler.Medienmitteilung bei der Staatskanzlei Basel-Stadt. Abgerufen am 7. Juni 2011.Siehe Seite 4 in: im Leopold Museum. (PDF-Datei, 1.7 MB.) Abgerufen am 6. Januar 2014 im Internet Archive. 1938 wurde Barth zum Mitglied der Pariser . Ab 1940 verbrachte Barth, der kriegsbedingt wieder in der Schweiz lebte, die Sommer am Genfersee. Von 1951 bis 1954 unterhielt er ein Atelier in Güttingen am Bodensee. Mit dem Maler und Grafiker Ernst Morgenthaler war er eng befreundet.
Paul Basilius Barth war der künstlerisch bedeutendste Vertreter einer Familie, zu der auch der Theologe Karl Barth gehörte. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof am Hörnli.
Ausstellungen Einzelausstellungen 1932: Kunsthalle Basel 1941: Museum zu Allerheiligen, SchaffhausenAusstellungsplakat im Stadtarchiv Schaffhausen. Abgerufen am 9. Oktober 2019. 1942, 1956: Kunsthalle Basel 1981: Berowergut, Riehen
Gruppenausstellungen 1911: München, Internationale Kunstausstellung der Münchner Secession 1920 und 1926: 1925, 1938, 1952: Kunsthaus Zürich 1956: Kunstmuseum Basel 2004: Kunsthalle Basel: Kunsthalle Salon, Die Sammlung des Basler Kunstvereins.Ausstellungsbeschrieb im elektronischen Archiv der Kunsthalle Basel. Abgerufen am 9. Oktober 2019.
Werke Werke Barths befinden sich unter anderem in folgenden Sammlungen: Aargauer Kunsthaus, Aarau Kunsthaus GlarusAusstellungsbeschrieb Value Inventar #1. Ein Experiment zur Präsentation von Kunstwerken aus der Sammlung des Glarner Kunstvereins. Bei kunstaspekte.de. Abgerufen am 7. Juni 2011. Museum Oskar Reinhart, Winterthur ETH ZürichWerk Paul Basilius Barths im Kulturgüter-Katalog der ETHZ. Abgerufen am 7. Juni 2011.
Literatur
Hans Krattiger: Paul Basilius Barth. In: Jahrbuch z’Rieche. 1981. Arnold Pfister: Paul Basilius Barth 24. Oktober 1881 bis 25. April 1955. In: Basler Jahrbuch 1956, S. 192–195.
Hans Stocker: Paul Basilius Barth †. In: Schweizer Kunst / Art suisse / Arte svizzera, Juni 1955. S. 46f.
Weblinks
Franziska Schürch: Paul Basilius Barth. In: Gemeinde Lexikon Riehen Werke von Paul Basilius Barth bei artnet Paul Basilius Barth In: E-Periodica Paul Basilius Barth In: Kunstkredit-Sammlung des Kantons Basel-Stadt Paul Basilius Barth bei der Stiftung für das Tier im Recht
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Basel) Kategorie:Zeichner (Schweiz) Kategorie:Teilnehmer einer Biennale di Venezia Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1881 Kategorie:Gestorben 1955 Kategorie:Mann