mini|Düsseldorf, Altstadt, Hof von Holland Der Hof von Holland an der Altestadt 17, Ecke Liefergasse, in DüsseldorfHeinrich Ferber: Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf. C. Kraus, Düsseldorf 1889. Reprint: Triltsch, Düsseldorf 1980, Teil I, S. 13f. war ein Hotel, „in dem jahrzehntelang die Großen der Welt einschließlich der Fürsten und Könige abgestiegen waren“.Der Breidenbacher Hof. Eine Düsseldorfer Legende. Seine Kunst und seine Geschichte. Hrsg. vom Hotel Breidenbacher Hof Düsseldorf anlässlich seines 175-jährigen Bestehens, Düsseldorf 1991, S. 14. Der Hof von Holland war im 18. Jahrhundert der „vornehmste Gasthof in Düsseldorf.“Hans Müller-Schlösser: Das schöne alte Düsseldorf. Düsseldorf 1911, S. 78. Der Hof besteht nicht mehr.

Geschichte 1691 verkaufte es Freifrau von Virmund zu Neersen an den Lic. juris Adam Esch und seine Frau Helena Morn. Die „Juffer“ Esch verpachtete es 1714 an Freiherrn Degenhard Bertram von Spee auf zwölf Jahre. Danach hieß es Hof von Holland und gehörte den Eheleuten Coustol. Diese verpfändeten es im Jahre 1786.

Nach Heinrich Ferber und Hans Müller-Schlösser wurde das Hotel insbesondere durch seine hohen Gäste bekannt. Es „beherbergte die vornehmsten Personen, sogar Kaiser und Könige sind dort abgestiegen.“Hans Müller-Schlösser: Das schöne alte Düsseldorf. Düsseldorf 1911, S. 78.

Anzeigen über dortige Gäste erschienen regelmäßig in den Gülich und Bergischen wöchentlichen Nachrichten. 1780 wohnte hier dreimal der König von Schweden.

Am 23. Juli 1780 passierte der König von Schweden zum zweiten Mal die Stadt. Von Paris kommend, gelangte er am Abend in den Hof von Holland und speiste dort und fuhr um 11 Uhr nach Schweden zurück.Heinrich Ferber: Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf. C. Kraus, Düsseldorf 1889. Reprint: Triltsch, Düsseldorf 1980, Teil I, S. 15. Am 13. Juni 1791 kam er zum Hof, wo er unter dem Namen eines Grafen von Haga hier durch nach Aachen reiste.

Kaiser Paul von Russland wohnte hier am 25. Juli 1782, um die Gemäldegalerie Düsseldorf zu besuchen.

Am 5. Mai 1784 passierte Erzherzog Maximilian, Kurfürst von Köln, auf dem Weg nach Münster die Stadt Düsseldorf. Am 21. Mai 1784 kehrte er auf seiner Rückkehr unter den Namen eines Grafen von Stromberg im Hof von Holland ein um die Sehenswürdigkeiten Düsseldorfs (Gemäldegalerie und Residenzschloss) zu besichtigen:

Am 29. Dezember 1785 besuchte der Erzherzog Maximilian, Kurfürst von Köln erneut den Hof von Holland:

Die Zeitung berichtete, dass am 11. Juni 1784 der Prinz von Hessen-Kassel im Gasthof übernachtete.

Andere bekannte Gäste waren der Kurfürst von Trier, die Fürstin von Essen und Thorn, Prinz Xaver von Sachsen, Graf und Gräfin von Sachsen, Graf und Gräfin von Artois K. H., die Prinzessin von Nassau, der Fürstbischof von Lüttich, Graf von Hoensbroech, der Erzbischof von Rheims, Herzog von Guise, Statthalter des Kurfürsten Karl Theodor, und schließlich der Herzog Wilhelm in Bayern im Jahre 1803. 1806 wurde der Gasthof geschlossen. Der Hof wurde nun von zwei Witwen, Reichsgräfinnen von Hatzfeldt, die jüngere mit ihrem Söhnchen, bezogen. Das Gebäude wurde danach unter dem Posthalter Gerlach Posthalterei. Auch 1817 befand sich dort noch die Posthalterei, obwohl die Ober-Posthalterei unter Maurenbrecher in der Benrather Straße etabliert worden war. Im 19. Jahrhundert gehörte der Hof dem oft genannten Rentner von Bouverot.

Namensgleiche Gebäude Geschichtsträchtige Hotels gleichen Namens existierten unter anderem auch in Emmerich (1650 bis 1944), Remagenhttps://www.akpool.de/ansichtskarten/25047220-ansichtskarte-postkarte-remagen-im-kreis-ahrweiler-hof-von-holland-bonds-hotel-h-fassbenderhttps://www.verschoenerungsverein-remagen.de/bilderreihen/31-altepostkartenremagen/detail/644-03i-hof-von-holland.html, Solingen und heute noch in Bonn.

Literatur Theo Lücker: Die Düsseldorfer Altstadt. Wie sie keiner kennt. I. Band: Vom Ratinger Tor bis in Kurze Straße. Verlag der Goethe-Buchhandlung, Düsseldorf 1984, Nr. 21: Der „Hof von Holland“. Einst Düsseldorfs vornehmstes Gasthaus, S. 103–105.

Einzelnachweise

Kategorie:Bauwerk in der Altstadt (Düsseldorf) Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Düsseldorf Kategorie:Wikipedia:WikiProjekt Düsseldorf/Kategoriewartung Kategorie:Ehemaliges Hotel in Nordrhein-Westfalen