mini|Das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mini|Verleihungsübersicht 1939–1945 Die nachfolgende Übersicht beinhaltet alle 145 in der Literatur erwähnten Verleihungen des Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Angehörige der U-Boot-Waffe der Kriegsmarine von September 1939 bis Mai 1945. Sie beinhaltet ferner die Verleihung etwaiger höherer Stufen des Ritterkreuzes. So erhielten 28 Angehörige der U-Boot-Waffe später das Eichenlaub zum Ritterkreuz, fünf die Schwerter und zwei die Brillanten. Aufgrund der strengeren Verleihungsrichtlinien wurde das Ritterkreuz innerhalb der U-Boot-Waffe anteilsmäßig seltener verliehen als bei anderen Truppengattungen.
39 Ritterkreuzträger fielen bis Kriegsende oder verunglückten tödlich († grau markiert), darunter 4 Eichenlaubträger. 71 kehrten nach dem Krieg in das Zivilleben zurück. 37 Ritterkreuzträger dienten später in der Bundeswehr beziehungsweise der Bundesmarine oder dem Bundesgrenzschutz (hier markiert). Keiner diente später in der Volksmarine der DDR.
Zusätzlich wurden noch drei U-Boot-Kommandanten der italienischen Marinen mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.
Verleihungsübersicht 1939
Nummer Name Ritterkreuz Eichenlaub Schwerter Brillanten Kurzbiografie Bild 1. Günther Prien † 18. Oktober 1939 20. Oktober 1940 85px|zentriert
1940 Im Jahr 1940 erhielten 21 Angehörige der U-Boot-Waffe das Ritterkreuz verliehen. Elf erhielten später noch das Eichenlaub, allerdings nicht binnen Jahresfrist. Ferner wurden an drei von ihnen später noch die Schwerter und an einen, Wolfgang Lüth, die Brillanten verliehen.
Nummer Name Ritterkreuz Eichenlaub Schwerter Brillanten Kurzbiografie Bild 2. Herbert Schultze 1. März 1940 12. Juni 1941 85px|zentriert 3. Karl Dönitz 21. April 1940 6. April 1943 85px|zentriert 4. Werner Hartmann 9. Mai 1940 5. November 1944 5. Otto Schuhart 16. Mai 1940 6. Wilhelm Rollmann † 31. Juli 1940 7. Otto Kretschmer 4. August 1940 4. November 1940 26. Dezember 1941 85px|zentriert 8. Heinrich Liebe 14. August 1940 10. Juni 1941 9. Fritz-Julius Lemp † 14. August 1940 10. Hans-Rudolf Rösing 29. August 1940 85px|zentriert 11. Fritz Frauenheim 29. August 1940 12. Engelbert Endrass † 5. September 1940 10. Juni 1941 85px|zentriert 13. Günter Kuhnke 19. September 1940 85px|zentriert 14. Joachim Schepke † 24. September 1940 1. Dezember 1940 85px|zentriert 15. Hans Jenisch 7. Oktober 1940 16. Victor Oehrn 21. Oktober 1940 17. Gerd Suhren 21. Oktober 1940 18. Heinrich Bleichrodt 24. Oktober 1940 23. September 1942 85px|zentriert 19. Wolfgang Lüth 24. Oktober 1940 13. November 1942 15. April 1943 9. August 1943 85px|zentriert 20. Reinhard Suhren 3. November 1940 31. Dezember 1941 1. September 1942 21. Heinrich Petersen 5. November 1940 (* 3. November 1903 in Hamburg; † 6. Juni 1963 in Kiel) zuletzt im Dienstrang Oberleutnant zur See. Eintritt Reichsmarine 1. September 1919. Dort Reichswehr-Jäger-Bataillon, anschließend 5. Marine-Regiment. 3. September 1931 ausgeschieden. 1. Januar 1935 Reaktivierung. 3. Oktober 1937 Wechsel zur U-Boot-Waffe. Danach Obersteuermann auf U 23 auf acht Feindfahrten. Danach U 99 acht Feindfahrten. Für fachliches Können als wachhabender Offizier am 5. November 1940 mit Ritterkreuz ausgezeichnet. Auf letzter Feindfahrt mit U 99 am 17. März 1941 in britische Kriegsgefangenschaft geraten. Am 24. Juni 1947 aus dieser entlassen. 22. Viktor Schütze 11. Dezember 1940 14. Juli 1941 85px|zentriert
1941 Im Jahr 1941 erhielten 21 Angehörige der U-Boot-Waffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Heinrich Lehmann-Willenbrock erhielt zusätzlich noch im selben Jahr das Eichenlaub.
Nummer Name Ritterkreuz Eichenlaub Schwerter Brillanten Kurzbiografie Bild 23. Hans-Gerrit von Stockhausen † 14. Januar 1941 24. Karl-Heinz Moehle 26. Februar 1941 25. Heinrich Lehmann-Willenbrock 26. Februar 1941 31. Dezember 1941 85px|zentriert 26. Jürgen Oesten 27. Wilhelm Schulz 4. April 1941 28. Erich Zürn 23. April 1941 (* 23. Juli 1906 in Stuttgart; † 9. August 1965 in Großholzleute) zuletzt im Dienstrang Kapitänleutnant (Ing.). Zunächst marinemilitärische Ausbildung. 28. April 1939 bis 9. Oktober 1939 Fähnrich (Ing.), später Oberfähnrich (Ing.) auf Admiral Hipper. 22. Dezember bis 14. Juli 1941 unter verschiedenen Kommandanten auf U 48 9 Feindfahrten. 23. April 1941 Ritterkreuzverleihung für vorbildliche Funktion als Leitender Ingenieur auf U 48. 15. Juli 1941 bis Kriegsende Flottilleningenieur bei der 5. U-Flottille, 23. U-Flottille und 29. U-Flottille. 29. Herbert Kuppisch † 14. Mai 1941 85px|zentriert 30. Herbert Wohlfarth 15. Mai 1941 31. Georg Schewe 23. Mai 1941 32. Claus Korth 29. Mai 1941 33. Erich Topp 20. Juni 1941 11. April 1942 17. August 1942 85px|zentriert 34. Günter Hessler 24. Juni 1941 35. Jost Metzler 28. Juli 1941 36. Adalbert Schnee 30. August 1941 15. Juli 1942 37. Rolf Mützelburg † 17. November 1941 15. Juli 1942 85px|zentriert 38. Ernst Mengersen 18. November 1941 39. Friedrich Guggenberger 10. Dezember 1941 8. Januar 1943 85px|zentriert 40. Klaus Scholtz 26. Dezember 1941 10. September 1942 41. Gerhard Bigalk † 26. Dezember 1941 85px|zentriert 42. Eitel-Friedrich Kentrat 31. Dezember 1941 43. Robert Gysae 31. Dezember 1941 31. Mai 1943
1942 Im Jahr 1942 wurden 31 Angehörige der U-Boot-Waffe mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Sowohl Reinhard Hardegen als auch Karl-Friedrich Merten wurden noch im gleichen Jahr mit dem Eichenlaub ausgezeichnet.
Nummer Name Ritterkreuz Eichenlaub Schwerter Brillanten Kurzbiografie Bild 44. Reinhard Hardegen 23. Januar 1942 23. April 1942 85px|zentriert 45. Hans Diedrich von Tiesenhausen 27. Januar 1942 85px|zentriert 46. Asmus Nikolai Clausen † 13. März 1942 85px|zentriert 47. Ernst Bauer 16. März 1942 48. Johann Mohr † 27. März 1942 13. Januar 1943 49. Otto Ites 28. März 1942 50. Richard Zapp 23. April 1942 (* 3. April 1904 in Germersheim; † 17. Juli 1964 in Kiel). Zuletzt im Dienstrang Fregattenkapitän. Eintritt Reichsmarine zum 1. Mai 1923. Ab April 1940 U-Ausbildung sowie ab September 1940 Kommandantenausbildung. Januar 1941 bis Juni 1942 Kommandant von U 66. Danach bis Mai 1945 Flottillenchef der 3. U-Flottille. 5 Feindfahrten mit U 66, wobei 16 Schiffe mit 103.541 BRT versenkt und 1 Schiff mit 12.502 BRT beschädigt wurden. Zweifache Nennung im Wehrmachtbericht. Französische Kriegsgefangenschaft von 9. Mai 1945 bis 5. Juli 1947. 51. Werner Winter 52. Peter Erich Cremer 5. Juni 1942 53. Karl-Friedrich Merten 13. Juni 194216. November 1942 54. Hans-Werner Kraus 19. Juni 1942 55. Erwin Rostin † 28. Juni 1942 (* 28. Oktober 1907 in Güstrow; † 30. Juni 1942 im Westatlantik) Zuletzt im Dienstrang Korvettenkapitän. 4. Oktober 1933 Eintritt Reichsmarine. März 1941 U-Ausbildung, ab Juni 1941 Kommandantenausbildung. Ab 25. September 1941 Kommandant von U 158. Auf 2 Feindfahrten konnten hierbei 17 Schiffe mit 100.849 BRT versenkt werden. Am 30. Juni 1942 wurde U 158 versenkt. Es gab keine Überlebenden. 56. Heinz Otto Schultze † 9. Juli 1942 (* 13. September 1915 in Kiel; † 25. November 1943 im Südatlantik) Zuletzt im Dienstrang Kapitänleutnant. 8. April 1934 Eintritt Reichsmarine. Mai 1937 U-Ausbildung, ab Januar 1940 Kommandantenausbildung. Ab 26. April 1941 Kommandant von U 432 und später U 849. Auf 8 Feindfahrten, darunter 7 mit U 432 konnten hierbei 18 Schiffe mit 64.665 BRT sowie ein Schiff mit 210 ts versenkt werden. Am 25. November 1943 wurde U 849 versenkt. Es gab keine Überlebenden. 57. Georg Lassen 10. August 1942 7. März 1943 58. Helmut Rosenbaum † 12. August 1942 (* 11. Mai 1913 in Döbeln; † 10. Mai 1944 bei Constanța) Zuletzt im Dienstrang Korvettenkapitän. 15. August 1932 Eintritt Reichsmarine. Februar 1937 U-Ausbildung, ab März 1939 Kommandantenausbildung. Ab September 1940 Kommandant von U 73. Auf 8 Feindfahrten konnten hierbei 7 Schiffe mit 57.771 BRT versenkt werden. Oktober 1942 bis 10. Mai 1944 Flottillenchef der 30. U-Flottille. Am 10. Mai 1944 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. 59. Adolf Cornelius Piening 13. August 1942 60. Heinrich Schonder † 19. August 1942 (* 23. Juli 1910 in Erfurt; † 24. Juni 1943 im Nordatlantik) Zuletzt im Dienstrang Korvettenkapitän. 5. April 1935 Eintritt Reichsmarine. Januar 1938 U-Ausbildung, ab Mai 1940 Kommandantenausbildung. 1. Mai 1942 bis 7. September 1942 Kommandant von U 77, später U 200. 8 Feindfahrten, davon 7 mit U 77, wobei 8 Schiffe mit 28.654 BRT, 8 Segler mit 660 BRT sowie ein Zerstörer mit 1.690 ts versenkt werden konnten. Am 24. Juni 1943 wurde U 200 versenkt. Es gab keine Überlebenden. 61. Karl Thurmann † 24. August 1942 (* 4. September 1909 in Mülheim an der Ruhr; † seit 20. Januar 1943 im Nordatlantik verschollen) Zuletzt im Dienstrang Korvettenkapitän. 1. April 1928 Eintritt Reichsmarine. April 1940 U-Ausbildung, ab August 1940 Kommandantenausbildung. Ab 23. Dezember 1942 Kommandant von U 553. Auf 10 Feindfahrten konnten hierbei 13 Schiffe mit 64.612 BRT versenkt werden. Seit 20. Januar 1943 gilt U 553 als vermisst. An diesem Tag traf sich U 553 mit U 465 und übergab das nautische Jahrbuch. Danach trennten sich die Wege der beiden U-Boote. Der 28. Januar 1943 wurde daraufhin als amtlicher Todestag bestimmt. 62. Ernst Kals 1. September 1942 (* 2. August 1905 in Glauchau; † 8. November 1979 in Emden) Zuletzt im Dienstrang Kapitän zur See. 31. März 1924 Eintritt Reichsmarine. Oktober 1940 U-Ausbildung, ab Februar 1941 Kommandantenausbildung. Ab 11. Juni 1941 Kommandant von U 130. Hierbei gelangen ihm auf 5 Feindfahrten 20 Schiffsversenkungen mit 145.655 BRT. Ab Januar 1943 Flottillenchef der 3. U-Flottille. Dort am 8. Mai 1945 in französische Kriegsgefangenschaft geraten, aus der er am 20. Januar 1948 wieder entlassen wurde. 63. Werner Hartenstein † 17. September 1942 64. Günther Krech 17. September 1942 85px|zentriert 65. Otto von Bülow 20. Oktober 1942 26. April 1943 66. Helmut Witte 22. Oktober 1942 67. Siegfried Strelow † 27. Oktober 1942 (* 15. April 1911 in Kiel; † 9. Juli 1943 im Nordatlantik) Zuletzt im Dienstrang Korvettenkapitän. Eintritt Reichsmarine am 1. April 1931. Ab April 1941 U-Lehrgang sowie August 1941 Kommandantenausbildung. Ab Februar 1943 Kommandant von U 435, mit denen er auf 8 Feindfahrten 11 Schiffe mit 57.023 BRT versenken konnte. Am 9. Juli 1943 wurde U 435 versenkt. Es gab keine Überlebenden. 68. Fritz Poske 6. November 1942 69. Carl Emmermann 27. November 1942 4. Juli 1943 85px|zentriert 70. Günther Müller-Stöckheim † 27. November 1942 71. Wilhelm Dommes 2. Dezember 1942 72. Hans Ludwig Witt17. Dezember 1942 (* 25. Dezember 1909 in Bautzen; † 13. Februar 1980 in Hamburg) Zuletzt im Dienstrang Korvettenkapitän. Eintritt Reichsmarine am 1. April 1929. Ab Oktober 1940 U-Lehrgang sowie Dezember 1941 Kommandantenausbildung. Ab Mai 1942 Kommandant von U 129, mit denen er auf 3 Feindfahrten 19 Schiffe mit 100.773 BRT versenken konnte. Anschließend Hilfsreferent. Am 26. Januar 1945 Kommandant von U 3524, keine Feindfahrten. 8. Mai 1945 britische Kriegsgefangenschaft. 73. Werner Henke † 17. Dezember 1942 4. Juli 1943 85px|zentriert 74. Hermann Rasch 29. Dezember 1942
1943 Im Jahr 1943 erhielten 34 Personen der U-Boot-Waffe das Ritterkreuz. Albrecht Brandi erhielt zusätzlich noch im selben Jahr das Eichenlaub.