mini|hochkant=1.1|Ein Blick auf Surberg mini|Elternhaus von Papst Benedikt XVI. Surberg ist eine Gemeinde im Landkreis Traunstein in Oberbayern. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung. Bis 1937 war die Schreibweise Surrberg.
Gemeindegliederung
Es gibt 65 Gemeindeteile:
Das Elternhaus des ehemaligen Papstes Benedikt XVI. (1927–2022) steht im Gemeindeteil Hufschlag; die Familie wohnte hier von 1937 bis 1951. Nach dem Gemeindeteil Hierankl wurde ein Kinofilm, Hierankl, benannt.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Im Gebiet der heutigen Gemeinde gab es Edelsitze in Sur(r)berg und Hallabruck. Surberg gehörte bis zu den Verwaltungsreformen in Bayern um 1800 zum Rentamt Burghausen bzw. zum Landgerichtsbezirk Traunstein. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 wurde die jetzige politische Gemeinde gegründet.
20. Jahrhundert Die amtliche Schreibweise „Surberg“ wurde am 6. Juli 1937 verbindlich festgestellt.
Am 3. Mai 1945 wurden kurz vor Kriegsende – die US-Amerikaner marschierten gerade in Traunstein ein – an einem Waldrand nahe Surberg (Wüstenreit) 61 KZ-Häftlinge eines Todesmarsches aus dem KZ Flossenbürg von ihren SS-Wachmannschaften erschossen. Ein KZ-Friedhof, auf dem die Häftlinge begraben sind, und eine jüdische Gedenkstätte (Chanukkaleuchter) bei Surtal erinnern an das Massaker.
Eingemeindungen Am 1. Januar 1970 wurde ein Teil der bis dahin selbständigen Gemeinde Lauter (bis 1968 Kapell) eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2807 auf 3384 um 577 Einwohner bzw. um 20,6 %.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat setzt sich aus Ratsmitgliedern und dem Ersten Bürgermeister zusammen. Die Gemeinderatswahl am 15. März 2020 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,67 % zu folgendem Ergebnis:
Partei / Liste Stimmenanteil Sitze CSU / Kommunale Wählervereinigung 41,73 % 7 Grüne 19,41 % 3 Freie Wählergruppe Surberg-Lauter-Hufschlag 28,00 % 4 Bürgerliste 10,86 % 2 Gesamt 100 % 16
Bürgermeister Seit 1. Mai 2020 ist Michael Wimmer erster Bürgermeister der Gemeinde Surberg, davor war er ab 2014 zweiter Bürgermeister.
Von 1996 bis 30. April 2020 war Josef Wimmer erster Bürgermeister.
Wappen mini|hochkant=1.1|St. Vitus und Anna (Ettendorf)
Baudenkmäler
Katholische Pfarrkirche St. Georg Gasthof Surberg, Kirchplatz 1
Bodendenkmäler
Verkehr Ettendorf, Hufschlag und Lauter liegen am Bodensee-Königssee-Radweg, welcher in Lindau beginnt und zum Königssee bei Berchtesgaden führt.
Persönlichkeiten Ehrenbürger Die folgenden Personen erhielten die Ehrenbürgerwürde durch die Gemeinde Surberg.Karl Ebner: Ehrenbürger. In: Heimatkundlicher Verein Surberg (Hrsg.): Heimatbuch der Gemeinde und Pfarrei Surberg. Surberg 1990, , S. 164. Die Auflistung ist nach 1990 womöglich unvollständig. Verleihung Name Lebensdaten Beruf / Wirken Anmerkung 16. Dezember 1929 Georg Hunglinger 1877–1942 Altbürgermeister Verleihung am Ende seiner Amtszeit 19. September 1965 Stefan Wachinger 1885–1979 Pfarrer von 1928 bis 1958 6. Mai 2019 Papst Benedikt XVI. 1927–2022 In Hufschlag wohnhaft von 1937 bis 1951 Verleihung in Rom (Beschluss vom November 2018)Traunsteiner Tagblatt vom 7. Mai 2019, abgerufen am 16. Mai 2019 Söhne und Töchter der Gemeinde
Johann Brunner (* 1958), Bildhauer und Maler Marion Deigentesch (* 1995), Biathletin
Literatur Heimatkundlicher Verein Surberg: Heimatbuch der Gemeinde Surberg. Herausgegeben anlässlich der 1200-Jahrfeier. Surberg 1990, . Friedbert Mühldorfer (Hrsg.): Gedenkfeiern gegen das Vergessen – der KZ-Friedhof in Surberg, LILIOM Verlag, 2015, ISBN 978-3-934785-81-6.
Weblinks
Gemeinde Surberg Gedenkstätte Surberg
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Traunstein Kategorie:Ort im Chiemgau Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)