Afaloicai ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Baguia (Gemeinde Baucau).
Geographie
Der Suco liegt im Südwesten des Verwaltungsamts Baguia. Nördlich liegt der Suco Osso Huna. Im Nordwesten liegt das Verwaltungsamt Quelicai mit seinem Suco Laisorolai de Cima. Im Süden grenzt Afaloicai an die Gemeinde Viqueque, wobei im Südwesten das Verwaltungsamt Uato-Lari mit den Sucos Vessoru, Babulo und den ebenfalls Afaloicai genannten Suco liegt. Im Südosten liegt der dritte Suco mit diesen Namen, der zum Verwaltungsamt Uatucarbau gehört. Timor-Leste GIS-Portal Zwei Berge im Suco sind der Suliala und der Watulei-kidu.
Der Suco teilt sich in die vier Aldeias Buibela, Lena (Lená), Oqui-Lari (Oekilari, Oquilari) und Uai-Mata. (portugiesisch; PDF; 323 kB) Vor der Gebietsreform 2015 hatte Afaloicai eine Fläche von 10,15 km². (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB) Nun sind es 16,13 km².
An der Nordostgrenze führt die Überlandstraße aus dem Ort Baguia. An ihr und an von ihr abgehenden kleinen Straßen liegen die größeren Orte des Sucos. Dies sind neben Afaloicai, Lacolu, Salai, Samalari (Makasae für „Banyanbaum“),Geoffrey Hull: abgerufen am 28. September 2014. Uai-Mata (Waimata) und Ulolaco. Der Ort Afaloicai liegt im Norden des Sucos, auf einer Meereshöhe von . Hier befindet sich die Grundschule des Sucos, die Escola Primaria catolica .Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB) (PDF; 499 kB)
Einwohner In Afaloicai leben 791 Einwohner (2022), davon sind 401 Männer und 390 Frauen. Im Suco gibt es 171 Haushalte. Über 80 % der Einwohner geben Naueti als ihre Muttersprache an. Über 15 % sprechen Makasae.Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Afaloicai (tetum; PDF; 8,6 MB)
Aus Afaloicai stammt der Politiker Júlio Tomás Pinto, der von 2007 bis 2015 Osttimors Staatssekretär für Verteidigung war.
Geschichte mini|Bada Ona (links) und Rui Boro aus dem Dorf Bui Bela Ne La präsentieren das traditionelle Lulik-Erbe aus dem Haus von Soko Lau Mau Besi vor dem Verwaltungsgebäude von Baguia (1957)
Afaloicai war ein traditionelles Königreich im Osten Timors. Sein Territorium wurde in der portugiesischen Kolonialzeit auf die heutigen Gemeinden Baucau und Viqueque aufgeteilt.
Am 30. September 1957 besuchten aus dem Dorf Bui Bela Ne' La (sic!) eine kleine Gruppe von Männern den portugiesischen Posten in Baguia. Zu ihnen gehörte Loi Rubi, ein ehemaliger Chef des Sucos, der nun den Titel eines Asurat innehatte, und sein Assistent Rui Boro, der den Titel Makai Lilik trug. Zusammen präsentierten sie Vítor Santa, dem portugiesischen Chefs des Posten Baguia, und dem Anthropologen António de Almeida eine Reihe von heiligen Gegenständen des Hauses von Soko Lai Mau Besi, wie Statuen, kleine bearbeitete Steine und eine alte portugiesische Flagge. Almeida bekam die Gelegenheit, die Gegenstände zu untersuchen und Santa machte Fotos davon. Die Gegenstände gingen in den Auseinandersetzungen 1959 und 1975 verloren, als das Reliquienhaus von Soko Lai Mau Besi zerstört wurde.
Politik mini|links|Das Verwaltungsgebäude des Sucos mini|Germano João Baptista (2021)
Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde António Pires zum Chefe de Suco gewählt. Bei den Wahlen 2009 gewann Germano João Baptista und wurde bei den Wahlen 2016 und 2023 in seinem Amt bestätigt.
2023 wurden als Chefe de Aldeias gewählt: Julio Ribeiro Pinto (Buibela), Sergio Menezes (Lena), Julio da Costa Guterres (Oqui-Lari) und Nicolão Pinto do Rosario (Uai-Mata).
Weblinks
Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Afaloicai (tetum; PDF; 8,6 MB) Ergebnisse des Zensus 2015 für den Suco Afaloicai (tetum; PDF) Seeds of Life: Suco information sheets Baguia (tetum)
Einzelnachweise
Kategorie:Suco in Baucau (Gemeinde) Kategorie:Baguia (Verwaltungsamt)