Alexejewka (; deutsch Klein Kackschen, 1938–1945 Kleinbirkenhain, ) ist eine Siedlung im Rajon Krasnosnamensk in der russischen Oblast Kaliningrad. Der Ort liegt an der Regionalstraße 27A-025 (ex R508) zwischen den Rajonstädten Neman und Krasnosnamensk am Rande des teilweise abgebauten Hochmoores Kacksche Balis und gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Munizipalkreis Krasnosnamensk.
Geschichte Der Fund eines ostbaltischen Randbeils im Ort lässt auf den Aufenthalt von Menschen in diesem Raum schon vor vielen Jahrhunderten schließen. Klein Kackschen, in Unterscheidung zum südlich gelegenen Groß Kackschen, war um 1780 ein Schatulldorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 62. Im Jahr 1874 wurde die Landgemeinde Klein Kackschen in den neu gebildeten Amtsbezirk Kackschen im Kreis Ragnit eingeordnet.Rolf Jehke, Amtsbezirk Sandkirchen Mit diesem gelangte der Ort 1909 in den Amtsbezirk Wedereitischken. Seit 1922 gehörte er zum Kreis Tilsit-Ragnit. Im Jahr 1938 wurde Klein Kackschen als Kleinbirkenhain in das inzwischen in Birkenhain umbenannte ehemalige Groß Kackschen eingemeindet.
Im Jahr 1945 kam der Ort mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1947 erhielt er wieder eigenständig den russischen Namen Alexejewka und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Timofejewski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte des Gebiets Kaliningrad" vom 17. November 1947) Von 2008 bis 2015 war Alexejewka Namensgeber einer Landgemeinde mit Sitz in Timofejewo. Im Jahr 2016 wurde der Ort in den neu gebildeten Stadtkreis Krasnosnamensk eingegliedert. Seit 2022 gehört Alexejewka zum Munizipalkreis Krasnosnamensk.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 67 1871 66 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 160 davon 58 Juden 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 122 davon 37 litauischsprachige und 10 Juden 1910 122 1984Sowjetische Topographische Karte 100k--n34-045 ~ 120 2002Allrussische Volkszählung von 2002 178 2010Allrussische Volkszählung von 2010 199 2021Allrussische Volkszählung von 2021 162
Alexejewskoje selskoje posselenije 2008–2015 mini|rechts|Lage der Landgemeinde Alexejewskoje selskoje posselenije im Norden des Rajon Krasnosnamensk Die Landgemeinde Alexejewskoje selskoje posselenije (ru. Алексеевское сельское поселение) wurde im Jahr 2008 eingerichtet.Durch das Закон Калининградской области от 30 июня 2008 г. № 256 «Об организации местного самоуправления на территории муниципального образования "Краснознаменский городской округ"» (Gesetz der Oblast Kaliningrad vom 30. Juni 2008, Nr. 256: Über die Organisation der lokalen Selbstverwaltung auf dem Gebiet der munizipalen Bildung "Stadtkreis Krasnosnamensk") Die in der Landgemeinde versammelten Siedlungen gehörten vorher zu den Dorfbezirken Chlebnikowski selski okrug, Nemanski selski okrug und Timofejewski selski okrug. Der Verwaltungssitz dieser Gemeinde befand sich in Timofejewo. Auf einer Fläche von 348 km² betrug im Jahr 2010 die Einwohnerzahl 2.871. Ende 2015 wurde die Landgemeinde aufgelöst und deren Siedlungen in den neu gebildeten Stadtkreis Krasnosnamensk eingegliedert.
Ortsname deutscher Name Abramowo (Абрамово) Dickschen/Lindbach und Klein Rudminnen/Kleinruden Alexejewka (Алексеевка) Klein Kackschen/Kleinbirkenhain Bobrowo (Боброво) Ellernthal, Groß Rudminnen/Wietzheim und Königshuld II Dolgoje (Долгое) Beinigkehmen/Beinicken Dolschanskoje (Должанское) Budupönen-Uthelen/Hartigsberg Illowaiskoje (Илловайское) Jucknaten/Meißnersrode und Lubinehlen/Lubenwalde Kalatschejewo (Калачеево) Klein Schillehlen/Kleinschollen, Pötkallen/Pötken und Augskallen/Güldenflur Kraineje (Крайнее) Juckstein, Dundeln und Pabuduppen/Finkenhagen Lagernoje (Лагерное) Lenken Liwenskoje (Ливенское) Galbrasten/Dreifurt und Kragelischken/Kragelingen Nemanskoje (Неманское) Trappönen/Trappen Nikolskoje (Никольское) Giewerlauken/Hirschflur Petropawlowskoje (Петропавловское) (Neu) Eggleninken/Lindengarten und Groß Schillehlen/Großschollen Pogranitschny (Пограничный) Schillehnen/Waldheide und Dirwehlen/Wehlen Poljanskoje (Полянское) Ballupönen/Ballen, Uszballen/Lindnershorst und Königshuld/Friedrichsweiler Pugatschowo (Пугачёво) Neu Skardupönen/Grenzwald Sadowo (Садово) Groß Kackschen/Birkenhain Saretschnoje (Заречное) Tulpeningken/Tulpeningen und Woitekaten/Ostfurt Selenodolje (Зеленодолье) Neu Lubönen/Memelwalde Selenolessje (Зеленолесье) Gricklaugken/Bönick Timofejewo (Тимофеево) Wedereitischken/Sandkirchen und Neu Krauleidszen/Sammelhofen
Kirche Mehrheitlich war die Bevölkerung Klein Kackschens resp. Klienbirkenhais vor 1945 evangelischer Konfession. Das Dorf war in das Kirchspiel der Kirche Wedereitischken (der Ort hieß zwischen 1938 und 1945: Sandkirchen, heute russisch: Timofejewo) eingepfarrt, die zur Diözese Ragnit im Kirchenkreis Tilsit-Ragnit innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union gehörte. Heute liegt Alexejewka im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Sabrodino (Lesgewangminnen, 1938 bis 1946 Lesgewangen) in der Propstei Kaliningrad (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.
Weblinks Klein Kackschen bei wiki.genealogy.net Alexejewka bei bankgorodov.ru Alexejewka bei prussia39.ru
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Rajon Krasnosnamensk Kategorie:Ehemalige Landgemeinde in der Oblast Kaliningrad