mini|Maike Rosa Vogel, 2012 Maike Rosa Vogel (* in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Singer-Songwriterin.

Leben Maike Rosa Vogel wuchs in einem linken Haushalt in Frankfurt am Main auf. Ihre Eltern waren Teil der Studentenbewegung von 1968, ihren zweiten Vornamen verdankt sie Rosa Luxemburg. Zu Hause wurde hauptsächlich klassische Musik und Lieder der politischen Bewegung, zum Beispiel Wolf Biermann oder die Schmetterlinge, gehört. Sie selbst bezeichnet als ihre größten Einflüsse Tocotronic, Björk und Sinéad O’Connor, legt aber vor allen Dingen Wert auf die gelebte Punkattitude.„Damit ein Lied politisch ist, muss Politik nicht darin vorkommen“. In: taz.de, 12. Januar 2013; abgerufen am 21. Oktober 2020.

Als 14-Jährige gründete Vogel mit ihrer Freundin eine Punkband und schrieb dafür eigene Lieder. Nach dem Abbruch der Schule jobbte sie bei der Post und als Fahrradkurierin und brachte sich das Produzieren am Computer bei.

2004 begann sie mit dem Studium an der Popakademie.Podcast Reflektor von Jan Müller Interview mit Maike Rosa Vogel von Moderator Jan Müller auf der Homepage des Podcast-Labels Viertausendhertz GmbH (Berlin), Titel der Folge: Alles was ich singe ist real, 21. Oktober 2020 Mit ihrem Kommilitonen Konstantin Gropper später (Get Well Soon) gründete sie bereits in der ersten Woche das Elektronikprojekt The Grand Mirage. Bei einem Studierenden-Austausch mit einer Hochschule in Dublin freundete sie sich mit der Musikerin Wallis Bird an, die daraufhin in Mannheim studierte, während Vogel ein Semester in Dublin blieb. Später zogen sie beide nach Berlin.

Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums erschien 2008 ihr selbst produziertes Soloalbum Golden, das sie während des Studiums geschrieben hatte, beim Berliner Label Salon Mondial. Mit Regisseur Milan Peschel arbeitete sie für eine Produktion von Die Glasmenagerie am Maxim-Gorki-Theater in Berlin zusammen,Podcast Der Soundtrack meines Lebens: Folge 10 mit Milan Peschel Interview mit Milan Peschel von Redakteur Jan Schwarzkamp auf www.visions.de (Visions), 9. Februar 2022 und wurde als Support für Element of Crime gebucht. Deren Bandleader Sven Regener produzierte ihr zweites Album Unvollkommen, das 2010 auf Vogels Label erschien.

2011 erfolgte eine weitere Zusammenarbeit mit Peschel am Maxim-Gorki-Theater für das Stück Der kleine Bruder nach dem Roman von Sven Regener. Sie schrieb im gleichen Jahr Musik für den Dokumentarfilm Whores’ Glory von Michael Glawogger; eines der Lieder nach einem Gedicht von Glawogger sang sie im Duett mit Konstantin Gropper.

2012 erschien ihr drittes Album 5 Minuten, wieder von Regener produziert. Im gleichen Jahr schrieb sie ein Lied mit Doris Dörrie für deren Film Glück, das von der Schauspielerin Alba Rohrwacher und Thees Uhlmann eingesungen wurde.

Im Jahr 2013 wurde sie mit dem Förderpreis der Liederbestenliste ausgezeichnet. 2014 lieferte sie Filmmusik für die Kinodokumentation Wie ich lernte, die Zahlen zu lieben.

2015 kam ihr Album Trotzdem gut heraus, das zum ersten Mal auch ausschließlich von ihr vertrieben wurde, produziert von ihr selbst und Sven Regener. 2016 vertonte sie Lieder für das Theaterstück Johnny Breitwieser von Thomas Arzt unter der Regie von Mathias Schönsee am Schauspielhaus Graz und schrieb die Musik für die Kinderbuchadaption Der Mondmann von Tomi Ungerer, das ebenfalls unter der Regie von Schönsee am Schauspielhaus Graz uraufgeführt wurde.

2017 erschien ihr Album Alles was ich will aus eigener Produktion. 2020 erschien das sechste Album Eine Wirklichkeit, darauf unter anderem Kooperationen mit Cäthe, Felix Meyer und Sven Regener, in eigener Produktion.

2021 brachte Vogel zusammen mit Mathias Schönsee Then We Take Berlin auf die Bühne des Kleinen Theaters in Berlin – ein Stück über Leonard Cohen, bei dem sie zusammen mit Kevin Ryan die musikalische Leitung innehatte. 2022 komponierte und produzierte sie Songs für den Film Mittagsstunde.

2024 war sie Teil des Films Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin von Charly Hübner über die Geschichte der Band Element of Crime. 2026 erschien der Film Scherbenland, über das gesellschaftliche und kulturelle Erbe der Band Ton Steine Scherben, in dem sie zusammen mit den Musikern von RapK porträtiert wird.

Maike Rosa Vogel lebt in Berlin.

Musikstil Neben Björk, Sinéad O’Connor und Hole zählen Ton Steine Scherben, Tocotronic und Violent Femmes zu ihren Einflüssen. Sie begleitet sich meistens selbst mit der Akustikgitarre, ist aber weniger interessiert an der Festlegung auf bestimmte Musikstile, sondern versteht sich als Vertreterin der Punkattitüde, wonach es wichtiger ist, dass man etwas sagt, als wie man es sagt. Auf den Alben werden ihre Lieder neben der Gitarre und elektronischen Beats auch durch Klavier, Mundharmonika und Streicher begleitet. Ihre Texte behandeln sowohl persönliche als auch politische Themen.

Diskografie Alben 2008: Golden (Salon Mondial) 2011: Unvollkommen (Our Choice) 2012: Fünf Minuten (Our Choice) 2015: Trotzdem gut 2017: Alles was ich will 2020: Eine Wirklichkeit

Singles 2011: Die Mauern kamen langsam (Our Choice)

Literatur

Weblinks

Website von Maike Rosa Vogel

Artikel in der taz Artikel in der FAZ Albumbesprechung. Spiegel Online

Einzelnachweise

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