Die Propstei Nord-Nassau ist eine von fünf Propsteien (Regionalgliederungen) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Sie ist die nördlichste Propstei der Landeskirche und besteht aus vier Dekanaten mit insgesamt 169 Gemeinden und rund 200.000 Kirchenmitgliedern (Stand Juni 2020). Sitz der Propstei ist Herborn, die amtierende Pröpstin ist seit Januar 2021 Sabine Bertram-Schäfer (* 1966).Pröpstin Bertram-Schäfer: Hoffnung in die Welt tragen (Pressemeldung der EKHN, abgerufen am 13. Dezember 2020). Etwa 180 Pfarrer/-innen versehen in der Propstei ihren Dienst.
Gebiet Die Propstei Nord-Nassau reicht vom oberen Edertal im Norden über das Hessische Hinterland und das Lahn-Dill-Gebiet bis in den Westerwald und Vordertaunus im Süden. Ihr Gebiet erstreckt sich über sechs Landkreise in den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Im Norden und Nordosten grenzt sie an die Evangelische Kirche von Westfalen und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, im Westen und Osten (Kirchenkreis an Lahn und Dill) an die Evangelische Kirche im Rheinland.
Dekanate Die Propstei umfasst derzeit (2022) vier Dekanate mit 169 Gemeinden:
Dekanat Biedenkopf-Gladenbach (fusioniert 2016 aus den Dekanaten Biedenkopf und Gladenbach); Sitz Steffenberg (früher Biedenkopf); 47 Kirchengemeinden, etwa 51.000 Gemeindeglieder.Evangelisch-lutherisches Dekanat Biedenkopf-Gladenbach Dekanat an der Dill (fusioniert 2016 aus den Dekanaten Dillenburg und Herborn); Sitz Herborn; 36 Kirchengemeinden, etwa 53.000 Gemeindeglieder.Dekanat an der Dill Dekanat an der Lahn (fusioniert 2022 aus den Dekanaten Runkel und Weilburg); Sitz Limburg; 55 Kirchengemeinden, rund 53.000 Gemeindeglieder.Dekanat an der Lahn; Dekanat Westerwald (fusioniert 2018 aus den Dekanaten Bad Marienberg und Selters); Sitz Westerburg; 32 Kirchengemeinden, rund 56.000 Gemeindeglieder.Dekanat Westerwald
Geschichte Bei der Neugliederung der 1934 durch Fusion von drei Kirchen entstandenen Evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen wurden zunächst fünf Propsteien eingerichtet, wobei das Gebiet der Evangelischen Landeskirche in Nassau (incl. des 1867 ebenfalls an Preußen gefallenen Hessischen Hinterlandes und der Landgrafschaft Hessen-Homburg) die Propstei Nassau bildete.Heinrich Steitz: Geschichte der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Vierter Teil. Marburg 1971, S. 561 f. Als 1947 der Zusammenschluss der drei hessischen Kirchen offiziell bestätigt worden war, wurde die Propstei in die Propsteien Süd-Nassau (mit Sitz in Wiesbaden) und Nord-Nassau geteilt. Die Propstei Süd-Nassau wurde zum Ende des Jahres 2017 aufgelöst und ihr Gebiet auf die neu zugeschnittenen Propsteien Rhein-Main und Rheinhessen und Nassauer Land verteilt.
Pröpste Propstei Nassau 1934:: Heinrich Peter 1934–1936: Alfred Trommershausen (kommissarisch) 1936–1945: Heinrich Peter
Propstei Nord-Nassau 1950–1964: Karl Herbert 1965–1977: Karl Zoellner 1977–1989: Hans Wilhelm Stein 1989–1999: Günther Ermel 2000–2011: Michael Karg 2011–2020: Annegret Puttkammer 2021–: Sabine Bertram-Schäfer
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Einzelnachweise
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