mini|Kandidatenplakat zu den Abgeordnetenhauswahlen in West-Berlin 1979 Dieter Biewald (* 8. Dezember 1932 in Berlin; † 18. Februar 2023Traueranzeige Dieter Biewald in Berlin) war ein deutscher Pädagoge und Politiker (CDU).
Werdegang Dieter Biewald, Sohn von Hertha Biewald, geborener Liebenow, und des Gastwirts Fritz Biewald, besuchte die 7. Oberschule am Hermannplatz, das heutige Albert-Schweitzer-Gymnasium in Berlin-Neukölln. Nach dem dort bestandenen Abitur studierte er Chemie und später Geographie an der Freien Universität Berlin (FU Berlin), an der Sorbonne in Paris und am Polytechnion in Athen. Er machte 1961 sein erstes Staatsexamen für das Lehramt, 1963 seine Assessor-Prüfung und 1967 sein zweites Staatsexamen. 1971 wurde er mit einer Dissertation über Korallenriffe und Geomorphologie zum Dr. rer. nat. promoviert.
Biewald war Assistent an der FU Berlin im Chemischen Institut und im Geomorphologischen Institut, Studienassessor, Lehrer am Gymnasium Steglitz, Studienrat, Studiendirektor und stellvertretender Direktor am Tannenberg-Gymnasium in Berlin-Lichterfelde.
Im Jahr 1967 trat Biewald der CDU bei. Er gehörte dem Kreisverband Steglitz an und war dort Kreissynodaler. Von 1973 bis 1999 war er Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin. Er war auch von 1975 bis 1997 Rundfunkrat am SFB, von 1992 bis 1997 Programmausschuss und Vorsitz im Beirat der ARD. Er war zudem Mitglied der Kuratorien der Richthofen- und der Humboldt-Ritter-Penck Stiftung in Berlin sowie stellvertretender Präsident der Berliner Gesellschaft für Erdkunde. Zu seine Hobbys gehörten Reiten, Tennis und Tauchen. Am 3. Dezember 2008 wurde er zum Stadtältesten von Berlin berufen.
mini|hochkant|links|Grabstätte auf dem Friedhof Lankwitz Dieter Biewald war evangelisch, ab 1961 verheiratet mit Martina Biewald, geborener Böhning, und hatte zwei Kinder (Sebastian und Bettina). Er ruht auf dem Friedhof Lankwitz.
Auszeichnungen seit 1999 Ehrenvorsitzender der CDU Berlin-Lankwitz 1982 Bundesverdienstkreuz am Bande 1992 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse 1991 Preußennadel in Gold für die Pflege der Berliner Theaterlandschaft 1992 Silberne Medaille für 20-jährige Abgeordnetentätigkeit 1995 Bismarck-Medaille für Verdienste um die Wiedervereinigung 1997 Hans-Bredow-Medaille für Verdienste um den deutschen Rundfunk 2008 Auszeichnung durch Rotary International: Ernennung zum „Paul Harris Fellow“
Publikationen Die Ansatztiefe der rezenten Korallenriffe. 1971. Berliner Künstler im Gespräch. 2 Bände. 1973–1975.
Literatur Werner Breunig, Andreas Herbst (Hrsg.): Biografisches Handbuch der Berliner Abgeordneten 1963–1995 und Stadtverordneten 1990/1991 (= Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin. Band 19). Landesarchiv Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-9803303-5-0, S. 90 f. Biewald Dieter. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 99.
Weblinks
Cornelia Seibeld: Gedenkworte der Präsidentin des Abgeordnetenhauses von Berlin Cornelia Seibeld zum Tod des ehemaligen Abgeordneten Dr. Dieter Biewald. Abgeordnetenhaus von Berlin, 23. März 2023, abgerufen am 22. Juli 2026.
Einzelnachweise
Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin Kategorie:Rundfunkrat des SFB Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Stadtältester von Berlin Kategorie:CDU-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1932 Kategorie:Gestorben 2023 Kategorie:Mann