Die Landtagswahl in Baden-Württemberg 1956 fand am 4. März statt. Zum letzten Mal nahm die KPD an einer Landtagswahl in Deutschland teil, bevor sie im Sommer des Jahres verboten wurde. Die von Ministerpräsident Gebhard Müller geführte Allparteienkoalition wurde fortgesetzt.

Ausgangslage Bis 1953 war die CDU in der Opposition. FDP/DVP, SPD und GB/BHE hatten eine Regierungskoalition unter Ministerpräsident Reinhold Maier (FDP/DVP) gebildet. Nach dem 30. September 1953 wurde unter Ministerpräsident Gebhard Müller (CDU) eine „Quasi-Allparteienkoalition“ geführt, nur die KPD war nicht an der Regierung beteiligt.

Ergebnis + Ergebnis der Landtagswahl vom 4. März 1956 Partei Stimmen Anteil Sitze Direkt-mandate Sitze 1952 CDU 1.392.635 42,64 % 56 48 50 SPD 942.732 28,86 % 36 20 38 FDP/DVP 541.221 16,57 % 21 2 23 GB/BHE 204.335 6,26 % 7 6 KPD 104.652 3,20 % 4 GVP 50.618 1,55 % BdD 18.077 0,55 % DG 11.747 0,36 % Einzelbewerber 152 0,01 % gültige Stimmen   3.266.169   100,00 % 98,68 % 120   70   121   ungültige Stimmen 62.691 1,32 % Wähler Wahlbeteiligung 3.328.860   100,00 %   70,25 % Nichtwähler 1.409.530 29,75 % Wahlberechtigte 4.738.390 100,00 %

+Ergebnisse nach RegierungsbezirkenStatistisches Landesamt: Die Landtagswahl vom 4. März 1956 in Baden-Württemberg (PDF; 9,25 MB)NordwürttembergNordbadenSüdbadenSüdwürttemberg-Hohenzollern Anzahl/Stimmen % Direkt-man-date Sitze Anzahl/Stimmen % Direkt-man-date Sitze Anzahl/Stimmen % Direkt-man-date Sitze Anzahl/Stimmen % Direkt-man-date Sitze Wahlberechtigte1.807.1411.061.074962.629833.533 Wähler1.294.18172,6739.10069,7669.57969,6608.37073,0Gültige Stimmen1.294.18198,7720.36397,5653.08397,5598.54298,4CDU443.10034,21117301.76541,91112338.87651,91414308.89451,61213SPD404.76431,31415233.82632,5510166.16825,46137.97423,115FDP/DVP254.43919,721099.43513,8499.88815,3487.45914,63GB/BHE108.1648,4444.2686,1124.8983,8127.0054,51KPD45.1323,529.9024,216.8222,612.7962,1GVP26.1262,06.1890,94670,117.8363,0BdD4.2230,33.7230,55.2110,84.9200,8DG8.2330,61.2550,27530,11.5060,3DG———1520,0

Landtag und Landespolitik nach der Wahl Gebhard Müller setzte die Allparteienkoalition fort. Auch nach seinem Ausscheiden als Ministerpräsident und dem Übergang des Amtes an Kurt Georg Kiesinger blieben alle Landtagsparteien in der Regierung vertreten. Siehe dazu auch:

Liste der Mitglieder des Landtags von Baden-Württemberg (2. Wahlperiode) Kabinett Müller III (Baden-Württemberg) Kabinett Kiesinger I

Einzelnachweise

Weblinks www.wahlen-in-deutschland.de: Land Baden-Württemberg

#1956 Badenwurttemberg Landtagswahl