Der Vulkan Búrfell upp af Hafnarfirði (Búrfell oberhalb von Hafnarfjörður) – auch Búrfell (Kjós)Íslandshandbókin. Náttúra, saga og sérkenni. 2. bindi. Hg. T. Einarsson, H. Magnússon. Reykjavík (Örn og Örlygur) 1989, S. 967 – liegt, wie die isländische Bezeichnung sagt, oberhalb der Stadt Hafnarfjörður im Südwesten von Island. Er erreicht eine Höhe von 180 m.
Lage Der Krater aus dem Holozän liegt 7,5 km in Richtung Ost-Südost von der Stadt Hafnarfjörður entfernt.Íslandshandbókin. Náttúra, saga og sérkenni. 1. bindi. Hg. T. Einarsson, H. Magnússon. Reykjavík (Örn og Örlygur) 1989, S. 74
Geologie Krater und Lavafelder Es handelt sich um einen Krater, der zu dem aktiven Vulkansystem Krýsuvík gehört.Thor Thordarson, Armann Hoskuldsson: "Iceland (Classic Geology in Europe 3)". Terra Publishing, Harpenden, 2007, ISBN 1-903544-06-8 Seite 60f Er brach zuletzt vor 7.200 Jahren aus. Bei dem vor allem effusiven Ausbruch wurden beträchtliche Mengen von Olivinbasaltlava produziert.Tómas Einarsson: Diese strömten bis ins Meer in die Fjorde Hafnarfjörður und Skerjafjörður, wobei sie ein Gebiet von 18 km² zwischen Hafnarfjörður und Garðabær bedecken. Ein großer Teil der heutigen Stadt Hafnarfjörður steht auf diesen Laven.
Die Lavafelder tragen verschiedene Namen wie Gálgahraun (bei Álftanes, weil da zur Zeit des Pietismus im 17. und 18. Jahrhundert ein Galgen stand), Hafnarfjarðahraun, Gráhelluhraun usw., werden jedoch alle zusammen wegen des gemeinsamen Ursprungs Búrfellshraun genannt.
Búrfellsgjá Ein besonders langer Lavakanal von 3,5 km liegt inzwischen als kleine Schlucht namens Búrfellsgjá offen da und führt vom Krater in einem Bogen hinunter ins Tal. Er steht gemeinsam mit dem Krater unter Naturschutz.
Gräben und Abschiebungen Das Gebiet ist durchzogen von zahlreichen Abschiebungen und Verwerfungen, das heißt durch die Kontinentaldrift bedingten Spalten. Diese bilden insgesamt einen langgezogenen Grabenbruch, der sich durch einen Großteil Südwestislands zieht, nämlich von Krýsuvík bis zum Úlfarsfell. Ein Teil der Búrfellsgjá liegt in diesem Grabenbruch.vgl. z. B. auch Ari Trausti Guðmundsson: Lebende Erde. Facetten der Geologie Islands. Reykjavík (Mál og Menning) 2007, S. 122f.
Wandern am Búrfell Auf den Berg und durch die Schlucht führt ein Wanderweg.
Man fährt dabei an Vífilsstaðir vorbei und in die Heiðmörk, wo bei Hjallaendi ein Wanderparkplatz zu finden ist. Von dort aus ist der gut sichtbare etwa 5 km lange Wanderweg ausgeschildert. Im unteren Teil in der Búrfellsgjá ist er auch breit ausgebaut, später wird er zum Pfad.
Auf dem Weg durch die Schlucht kommt man unter anderem an einem alten vermauerten Schafspferch, einem rétt vorbei. Bei diesem befindet sich ein kleiner Brunnen, was die Anlage erklärt. Wasser ist auf der Nordseite der Reykjaneshalbinsel nämlich im Allgemeinen nur in der Tiefe zu finden, die oberen Gesteinsschichten sind sehr wasserdurchlässig.web.mac.com: (isländisch)
Windpark geplant Der staatliche Energieversorger Landsvirk und der deutsche Hersteller Enercon für Windkraftanlagen schließen einen Vertrag für den ersten großen Windpark in Island. Der Windpark wird auf einem Areal von 17 Quadratkilometern in Búrfell (Hafnarfjörður) gebaut. Der Windpark soll bei Fertigstellung eine Gesamtleistung von 120 MW haben. Der Baubeginn soll im zweiten Quartal 2026 erfolgen.
Siehe auch Geographie Islands Vulkane in Island Liste von Bergen und Erhebungen in Island
Weblinks Photos, isl. Text mit Infos zur Gegend
Einzelnachweise
Kategorie:Berg in Island Kategorie:Berg in Europa Kategorie:Schlacken- und Aschenkegel Kategorie:Garðabær