Manfred Heine (* 25. August 1932 in Weimar; † 28. März 2019 ebenda) war ein deutscher Schauspieler, Film- und Theaterregisseur, Theaterintendant, Synchronsprecher und Pädagoge.

Leben Heine hatte Schauspielunterricht bei Lothar Müthel in Weimar und trat daraufhin in Potsdam, Rudolstadt, Neustrelitz, Meiningen, Zwickau und Erfurt auf. Ab 1966 war er für drei Jahrzehnte am Deutschen Nationaltheater Weimar beschäftigt und war dort auch als Schauspiellehrer tätig. Zu seinen wichtigsten Rollen zählte Bertolt Brechts Galilei. Am Theater Hof und bei den Schlossfestspielen Ettlingen verkörperte Heine außerdem König Lear und Wallenstein. Seinen Abschied am Theater gab der Weimarer am Schauspielhaus Bochum unter Leander Haußmann, wo er bis zum Jahr 2000 wirkte.Manfred Heine stirbt mit 86 Jahren. Nachruf auf der Internetseite von Radio Lotte Weimar vom 1. April 2019, abgerufen am 10. Mai 2021.

Der Regisseur Walter Beck besetzte den Charakterdarsteller in mehreren Filmen, unter anderem in Märchenfilmen wie König Drosselbart, Der Prinz hinter den sieben Meeren und Der Bärenhäuter.

Von 1986 bis 1987 war Manfred Heine Intendant des Theaters Rudolstadt.

Heine war mit der 2013 verstorbenen Schauspielerin Helga Ziaja verheiratet; das Ehepaar hinterließ zwei Töchter und einen Sohn.

Filmografie (Auswahl) 1964: Als Martin vierzehn war 1965: König Drosselbart 1969: Fritz Schmenkel (Fernsehfilm) 1973: Stülpner-Legende: Die Hochzeit (Fernsehfilm) 1981: Karl Marx – Die jungen Jahre (Fernsehmehrteiler) 1981: Zieht blank, Kavaliere! (Fernsehfilm) 1981: Schauspielereien: Der Tod des Narren 1981: Der Mann aus Jena 1981: Feuerdrachen: Erster Teil und Zweiter Teil (Fernsehfilm) 1982: Familie Rechlin (TV-Zweiteiler) 1982: Abgefunden (Fernsehfilm) 1982: Der Prinz hinter den sieben Meeren 1983: Die Kündigung (Fernsehfilm) 1983: Der Bastard: Erster Teil und Zweiter Teil (Fernsehfilm) 1983: Polizeiruf 110 – Schnelles Geld (TV-Reihe) 1984: Flieger (Fernsehfilm) 1984: Biberspur 1986: Der Bärenhäuter 1987: Bebel und Bismarck (Fernseh-Dreiteiler) 1989: Die gläserne Fackel (Fernseh-Mini-Serie) 1990: Der Staatsanwalt hat das Wort: Übergangslösungen (wurde nicht ausgestrahlt) 1990: Der Streit um des Esels Schatten 1990: Albert Einstein: (Fernseh-Zweiteiler, Der letzte Sommer) 2009: Goethe und sein Haus am Frauenplan (DVD-Film)

Theater (Auswahl) Theater Rudolstadt 1953: Arnold Ridley: Der Geisterzug – Regie: Herbert F. Müller 1953: Gotthold Ephraim Lessing: Emilia Galotti – Regie: Herbert F. Müller 1954: André Birabeau: Das Paradies – Regie: Herbert F. Müller 1954: William Shakespeare: Was ihr wollt – Regie: Herbert F. Müller Städtische Bühnen Erfurt 1963: Axel Ivers: Parkstraße 13 (Ernst Nordau) – Regie: Klaus Martin Boestel 1964: Jules Verne: Die Reise um die Erde in 80 Tagen (in 12 verschiedenen Rollen) – Regie: Horst Ludwig 1964: Leo N. Tolstoi: Krieg und Frieden (Napoleon Bonaparte) – Regie: Klaus Martin Boestel 1964: Ewan MacColl: Unternehmen Ölzweig (Kinesios) – Regie: Walter Niklaus 1964: Kabarettprogramm: Ungeschminkt – Im (Rück)Spiegel betrachtet – Regie: Klaus Mertens (Kleine Bühne) 1964: Inge von Wangenheim: Professor Hudebraach (Professor Morgel) – Regie: Klaus Martin Boestel (Uraufführung) 1964: Friedrich Schiller: Die Räuber (Franz von Moor) – Regie: Klaus Martin Boestel 1965: Enni Meinig: Der gestohlene Roboter (Jonathan) – Regie: Wolf-Dietrich Köllner 1965: Viktor Rosow: Unterwegs (Mann der Kolchosbäuerin) – Regie: Klaus Martin Boestel 1965: Johann Nestroy: Der Talisman (Titus Feuerfuchs) – Regie: Wolf-Dietrich Köllner 1965: Bertolt Brecht: Mutter Courage und ihre Kinder (Koch) – Regie: Walter Beck 1966: Friedrich Dürrenmatt: Der Besuch der alten Dame (ihre Gatten VII–IX) – Regie: Klaus Martin Boestel 1966: Claus Hammel: Um neun an der Achterbahn (Mesewinkel) – Regie: Karl Gassauer 1983: Friedrich Schiller: Maria Stuart (Georg Talbot, Graf von Shrewsbury) – Regie: Ekkehard Kiesewetter 1985: William Shakespeare: Wie es euch gefällt (Jaques) – Regie: Klaus Stephan Deutsches Nationaltheater Weimar 1975: Johann Wolfgang von Goethe: Faust. Eine Tragödie – Regie: Fritz Bennewitz

Synchronsprecher (Auswahl) 1961: Schwarzer Sonnabend – Lubor Tokoš als Hauptmann Drahota 1963: Keine Chance für Spione – Assen Milanow als Major Tersijew

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Einzelnachweise

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