mini|hochkant|Landolin Ohmacht mini|Landolin Ohmacht: Statue des Königs Adolf von Nassau, auf seinem Grabmal im Speyerer Dom; nach Entwurf von Leo von Klenze Landolin OhmachtDaniel Burckhardt, auch Landelin OhmachtAugust Schricker (ADB) und Friedrich Johann Lorenz Meyer oder Landolin OhnmachtLore Sporhan, Julius Wilbs oder Landelin OhnmachtMechtild Ohnmacht (NDB), (* 11. November6. November; Quelle: und Hamburgisches Künstler-Lexikon 1760 in Dunningen; † 31. März 1834 in Straßburg) war ein deutscher Bildhauer.
Leben Landolin Ohmacht machte 1772 eine Holzschnitzerlehre in Triberg im Schwarzwald, vermutlich bei Joseph Kaltenbach (1735–1805). Danach war er in Freiburg im Breisgau, dann – gefördert durch seinen späteren Schwiegervater – im Atelier des Bildhauers Johann Peter Melchior in Frankenthal (Pfalz) und anschließend in Mannheim tätig. Von 1788 bis 1790 wirkte Ohmacht in der Schweiz. In Basel verfertigte er mehrere Miniaturbüsten und Reliefporträts aus Alabaster, u. a. von Peter Ochs. Nach kürzeren Aufenthalten in Rom, Frankfurt am Main, Wien, München, Dresden und Hamburg ließ er sich schließlich in Straßburg nieder. 1798 heiratete er Sophie Gassner, die Tochter des Bürgermeisters von Rottweil.
Werke Susette Gontard (1793, Büste der „Diotima“, Frankfurt am Main, Liebieghaus) Louis-Charles-Antoine Desaix (ca. 1802, Denkmal, zusammen mit Friedrich Weinbrenner, Straßburg, Place de la Bourse) Johann Peter Hebel (1808, Alabasterrelief, Städtische Sammlungen Karlsruhe) Erwin von Steinbach (1811, Büste, Walhalla) Grabmal des Adolf von Nassau im Speyerer Dom Die sechs Musen auf dem Stadttheater in Straßburg (heute Broglieplatz) Grabmäler für Jeremias Jakob Oberlin (1806) und Christoph Wilhelm von Koch (1813) in der Thomaskirche in Straßburg Blessig- und Von-Türckheim-Denkmal im Temple Neuf, Straßburg Grabmal des Bürgermeisters Joachim Peters in einer Kapelle der Lübecker Marienkirche Relief vom Grabmal der Catharina Wilhelmina Louisa Engelbach (ursprünglich auf dem Alten Hammer Friedhof in Hamburg, heute im Museum für Kunst und Gewerbe) Bildnis eines Mannes mittleren Alters (Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg) Bildnis des Senators Dr. Johann Schulte (Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg) Bildnis eines jüngeren Mannes (Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg) Relief der Schwestern Elisabeth Schwalb, geb. Schramm (1771–1831), und der Marianne Gossler, geb. Schramm (1777–1824), im „Museum im Rathaus“, Dunningen Urteil des Paris, Schlosspark Nymphenburg (1804–1807)
Literatur Mechtild Ohnmacht: Landelin Ohnmacht. Verlag Josef Fink, Lindenberg i. Allgäu 2013, ISBN 978-3-89870-678-0. Rezension in: Kunstchronik. Monatsschrift für Kunstwissenschaft. Jahrg. 67, Nr. 1, 2014, S. 27–33. Von Christian M. Geyer. doi:10.11588/kc.2014.1.80101. Julius Wilbs: Landolin Oh(n)macht, in: Lebensbilder aus Baden-Württemberg. Band 20, Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-017333-2 Rainer Schmidt (Hrsg.), Klopstock Briefe 1795–1798, Bd. 2, Apparat/Kommentar, Verlag de Gruyter, Berlin, 1996, S. 298 ff., (online betr. Büsten in div. Materialien von Klopstock)
Daniel Burckhardt: Ohmacht, Landolin, in: Carl Brun (Hrsg.): Schweizerisches Künstler-Lexikon. Bd. 2, 1905, S. 494 f. (Digitalisat)
Landelin Ohmacht in: Illustrirte Welt, Bd. 1 (1853), S. 95–96 (Digitalisat)
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Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Historische Person (Baden-Württemberg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1760 Kategorie:Gestorben 1834 Kategorie:Mann