right|mini|hochkant=0.8|Gerda-Maria Jürgens, um 1952 Gerda-Maria Jürgens (* 10. Mai 1917andere Quellen nennen das Jahr 1921. in Danzig; † 2. Dezember 1998) war eine deutsche Volksschauspielerin bei Bühne, Film und Fernsehen.

Leben und Wirken Jürgens begann ihre Bühnenlaufbahn 1940 in Berlin bei der Gastspieldirektion Pleß. 1941 folgte sie einem Ruf an das Stadttheater der deutsch-besetzten Stadt Lublin. Bis zur Schließung aller deutschen Bühnen im Spätsommer 1944 war sie am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin verpflichtet. Ihr erstes Nachkriegsengagement führte sie 1945 bis 1948 an das Theater der Jugend in Stuttgart. Es folgten Verpflichtungen nach Eisenach, Aachen, Düsseldorf und vor allem (regelmäßig seit 1954) Hamburg, wo man sie unter anderem am Das Junge Theater, am Theater im Zimmer und an Peter Ahrweilers Die kleine Komödie sehen konnte. Ihr Spezialgebiet war das Boulevardtheater, wo sie häufig als zänkische Kleinbürgerin, Nachbarin oder Ehefrau besetzt wurde.

Nebenbei begann Ende der 50er Jahre Film und besonders das Fernsehen an Bedeutung zu gewinnen. Bekannt geworden war Gerda-Maria Jürgens vor allem durch Übertragungen aus dem Kölner Millowitsch-Theater. Neben Auftritten in einer Vielzahl von Fernsehserien (Stahlnetz, Großstadtrevier oder neben Evelyn Hamann in Geschichten aus dem Leben und Adelheid und ihre Mörder) wirkte sie auch in einigen Fernsehspielen, darunter der Frau Holle-Märchenverfilmung von Rudolf Jugert oder Pole Poppenspäler mit. 1996 spielte sie eine kleine Rolle in Francesco Rosis ergreifendem Drama über heimkehrende KZ-Häftlinge Atempause.

Hörspielrollen hatte sie u. a. in Hui Buh – Das Schlossgespenst und Scotland Yard.

Filmografie (Auswahl) Fernsehen, wenn nicht anders angegeben

Hörspiele 1950: André Gide/Jean-Louis Barrault: Der Prozeß – Regie: Cläre Schimmel (Hörspiel – SDR) 1950: Die Landung – Regie: Cläre Schimmel 1956: Monsieur Job oder Was alles einem Menschen nicht gehört – Regie: Gert Westphal 1956: Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück (Folge: Die Lokomotive in der Tasche) – Regie: Gerd Fricke 1956: Schloß am Meer – Regie: Kurt Reiss 1956: Der neue Mantel – Regie: Gert Westphal 1956: Unterm Birnbaum – Regie: Gert Westphal 1956: Der Spieler – Regie: Gert Westphal 1956: In einem Garten in Aviano – Regie: Gert Westphal 1957: Die Iden des März – Regie: Gert Westphal 1957: Der Mann, der nicht schlafen konnte – Regie: Hans Rosenhauer 1957: Wieviel Erde braucht der Mensch – Regie: Gustav Burmester 1958: Ein Blinder geht durch die Stadt – Regie: Kurt Reiss 1958: Die Jagd nach dem Täter (Die Dame mit dem grünen Schleier) – Regie: S. O. Wagner 1958: Die sieben Tage der Anna Pauly – Regie: Wolfgang Schwade 1958: Spaziergang in die Vergangenheit (Erinnerung an einen Feiertag/Rückreise) – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1958: Die Rückreise – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1959: Der Prozess der Jeanne d’Arc zu Rouen 1431 – Regie: Hans Lietzau 1959: Die Karaffe – Regie: Kurt Reiss 1959: Alle inbegriffen – Regie: Wolfgang Schwade 1960: Die Jagd nach dem Täter (Panik in Pearson) – Regie: Gerda von Uslar 1960: Die Jagd nach dem Täter (Totentanz in g-moll) – Regie: Gustav Burmester 1960: Die Bittgänger – Regie: Gustav Burmester 1961: Das schweigende Dorf – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1961: Die Jagd nach dem Täter (Der zertrümmerte Aschenbecher) – Regie: S. O. Wagner 1965: Diamanten machen Freude – Regie: Harald Vock 1967: Klavier im Fluß – Regie: Gert Westphal 1984: Tapetenwechsel – Regie: Gottfried von Einem 1986–1989 Scotland Yard Hörspiel – Regie: Lothar Ziebell und Hans Joachim Herwald 1992: Tödliche Therapie – Regie: Ferdinand Ludwig

Anmerkungen

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 771.

Weblinks

Verzeichnis der Hörspiele mit Jürgens

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