Die Liste von Erdbeben des 21. Jahrhunderts ist eine Zusammenstellung aller bisherigen relevanten Erdbeben seit 2001 mit Informationen zu Epizentrum, der Herdtiefe, der Stärke und Intensität von Erdbeben, dazu die Anzahl der durch das Erdbeben selbst bzw. dessen Begleiterscheinungen wie Tsunami, Erdrutsch, Bodenverflüssigung u. ä. umgekommenen und vermissten Personen.
Als relevant für die hier geführte Liste gelten Erdbeben, die mindestens eines der folgenden Merkmale aufweisen: Momenten-Magnitude gleich oder größer 7,0 nennenswerte Schäden bei einer Intensität auf der Mercalliskala oder ihren Modifikationen von mindestens VII Berichterstattung in Massenmedien auf mehreren Kontinenten sonstige Besonderheiten
Liste
Legende T = Tiefe des Erdbebenherdes in km M = Magnitude MW = Stärke des Erdbebens auf der Momenten-Magnituden-Skala I = Intensität auf der Modifizierten Mercalliskala Q = Quelle der Informationen (siehe Abschnitt Weblinks) k. A. = keine Angaben möglich
2001 Datei:Earthquake distribution 2001.png Datum, Uhrzeit (UTC) Ort Land Opfer Bemerkungen T MW I Q vor der Ostküste Mindanaos Philippinen 0 33 7,5 1/3 Vanuatu 0 103 7,0 k. A. 3 auf Kodiak Island, Alaska USA 0 33 7,0 k. A. 3 El Salvador 952 Erdbeben in El Salvador im Januar 60 7,7 1/3 Bhuj, Gujarat Indien 20.023 Erdbeben in Gujarat 16 7,7 2/3 El Salvador 315 Erdbeben in El Salvador im Februar 11 6,5 1/3 im Meer vor Bengkulu (Provinz) Indonesien 0 36 7,4 1/3 Kangding und Yajiang, Garzê, Sichuan China, Volksrepublik 3 109 Verletzte und 60.000 Behausungen zerstört 7 5,6 1/3 nördliche Molukkensee Indonesien 0 35 7,0 1/3 Puget Sound, Washington USA 0 über 400 Personen verletzt und 2 Mrd. US-Dollar Gesamtschaden 54 6,8 1-3 Präfektur Hiroshima, Honshū Japan 2 161 Verletzte und über 3.700 Gebäude zerstört oder beschädigt 42 6,8 1/3 Shidian, Baoshan, Yunnan China, Volksrepublik 2 190 Verletzte und 30.000 Häuser zerstört 10 5,6 1/3 Ninglang, Lijiang, Yunnan/Yanyuan, Liangshan (Sichuan) China, Volksrepublik 2 605 Verletzte 2 5,4 1-3 Kermadecinseln Neuseeland 0 178 7,2 k. A. 3 vor der Küste Südperus Peru 138 Erdbeben vor Peru: 74 Tote und 64 Vermisste. 33 8,4 1 vor der Küste Südperus Peru 1 30 Verletzte und Hunderte Gebäude zerstört; Nachbeben des Erdbebens vom 23. Juni. 33 7,6 1/3 Antabamba (Provinz) Peru 4 15 Schwerverletzte und Antabamba zu 70 % zerstört 10 5,8 1/3 vor der Ostküste der Nordinsel Neuseeland 4 33 7,1 k. A. 3 Marianengraben südsüdöstl. von Guam USA 0 37 7,0 1 nördliche Bandasee Indonesien 0 33 7,5 1 Yongsheng, Lijiang, Yunnan China, Volksrepublik 1 220 Verletzte und mind. 3.400 Gebäude zerstört 6 5,5 1-3 Neubritannien Papua-Neuguinea 0 33 7,0 3 zentraler Kunlun China, Volksrepublik 0 Kunlun-Erdbeben 10 7,8 1/3 südlich von Australien 0 10 7,1 k. A. 3 Insgesamt kamen im Jahr 2001 mehr als 21.000 Menschen durch Erdbeben ums Leben, das opferreichste Beben war das Erdbeben in Gujarat, das stärkste das Erdbeben vor Peru mit der Magnitude 8,4. USGS.
2002 Datei:Earthquake distribution 2002.png Datum, Uhrzeit (UTC) Ort Land Opfer Bemerkungen T MW I Q vor der Westküste Efates Vanuatu 0 einige Verletzte, zwei Brücken eingestürzt sowie mehrere Gebäude und Straßen beschädigt 21 7,2 1/3 Aitape, Sandaun Papua-Neuguinea 1 200 Häuser und 250 Wassertanks zerstört 11 6,7 1/3 Afyonkarahisar (Provinz) Türkei 44 318 Verletzte und 622 Gebäude beschädigt 5 6,5 1/3 Hindukusch Afghanistan 166 Erdbeben im Hindukusch 225 7,4 3 Südwesten Mindanaos Philippinen 15 mindestens 100 Verletzte und 800 Gäude zerstört oder beschädigt; bis zu 3 m hoher Tsunami 31 7,5 1/3 Nahrin, Baglan (Provinz) Afghanistan 1.000 Erdbeben im Hindukusch 8 6,1 1/3 vor der Nordostküste Taiwans Taiwan 5 200 Verletzte und 103 Gebäude zerstört 33 7,1 1/3 Nahrin, Baglan (Provinz) Afghanistan 50 Nachbeben des Erdbebens vom 25. März 7 5,8 1/3 Provinz Copiapó, Región de Atacama Chile 0 mind. 19 Verletzte, 2.424 Obdachlose, 34 Häuser zerstört und 575 beschädigt 53 6,6 1/3 Kerman (Provinz) Iran 2 56 Verletzte, 10 Dörfer völlig und 50 teilweise zerstört 25 5,4 1/3 Guam USA 0 mind. 5 Leichtverletzte 86 7,1 1/3 Bariadi Shinyanga (Region) Tansania 2 mehr als 400 Familien obdachlos, mind. 690 Hütten eingestürzt und 700 beschädigt 10 5,5 1/3 Avaj und Changureh, Qazvin (Provinz) Iran 261 Erdbeben in Qazvin 11 6,5 1/3 Heilongjiang u. Jilin/Region Primorje China, Volksrepublik/Russland 0 566 7,3 3 Fidschi 0 580 7,7 k. A. 3 Fidschi 0 580 7,7 k. A. 3 Fidschi 0 675 7,7 k. A. 3 Sandaun/East Sepik Province Papua-Neuguinea 4 mind. 70 Verletzte, mind. 500 Behausungen zerstört und 200 beschädigt 13 7,6 1/3 North Andaman Island/Middle Andaman Island Indien 2 40 Häuser zerstört 21 6,5 1/3 im Osten des Vogelkops/Rumberpon Indonesien 8 mind. 632 Verletzte, mehr als 1.000 Häuser zerstört oder schwer beschädigt; lokaler Tsunami mit über 3 m Höhe 10 7,6 1/3 San Giuliano di Puglia, Molise Italien 29 mindestens 135 Personen verletzt, 70 % der Gebäude beschädigt 6 5,7 1/3 bei Simeuluë Indonesien 3 65 Verletzte und 994 Gebäude beschädigt 30 7,4 1/3 Denaliverwerfung, Alaska USA 0 1 Person verletzt, geschätzte 20 Mio. US-Dollar Sachschaden 4 7,9 1/3 südliches Ochotskisches Meer Russland 0 459 7,3 k. A. 3 Nordwesten Kaschmirs Pakistan 19 mind. 40 Verletzte, 100 Häuser zerstört, mind. 1.256 Gebäude beschädigt 13 6,3 1/3 Yumen, Jiuquan, Gansu China, Volksrepublik 2 13.380 Häuser, 5 Autobahnen und 3 Brücken beschädigt 5 5,5 1/3
2003 Datei:Earthquake distribution 2003.png Datum, Uhrzeit (UTC) Ort Land Opfer Bemerkungen T MW I O im Meer vor Guadalcanal u. Makira Salomonen 0 33 7,3 1/3 Tecomán, Colima (Bundesstaat) Mexiko 29 300 Verletzte, über 10.000 Obdachlose, 2.005 Häuser zerstört und 6.615 beschädigt 24 7,6 1/3 Maralbexi, Xinjiang China, Volksrepublik 261 Bachu-Erdbeben 14 6,3 1 17. März 2003 16:36 Rat Islands, Aleuten, Alaska USA 0 5 33 7,0 7,1 k. A. 3 Bingöl Türkei 177 Erdbeben in Bingöl 14 6,3 1/3 Provinz Boumerdes Algerien 2.266 Erdbeben vor Algerien 12 6,8 3 Tōhoku, Honshū Japan 0 70 Verletzte in der Präfektur Iwate, 58 in der Präfektur Miyagi, 10 in der Präfektur Yamagata, 4 in der Präfektur Akita und 1 in der Präfektur Aomori; mindestens 720 Gebäude und einige Straßen beschädigt 68 7,0 1/3 Morotai, Halmahera Indonesien 1 Sieben Verletzte, knapp 50 beschädigte oder zerstörte Häuser 31 7,0 2/3 Provinz Boumerdes Algerien 9 200 Verletzte und einige bereits durch das Hauptbeben beschädigte Gebäude eingestürzt; Nachbeben des Erdbebens vom 21. Mai 8 5,7 1/3 Amazonas (Brasilien) Brasilien 0 558 7,1 3 Hajiabad (Fars) Iran 1 mindestens 25 Personen verletzt und mind. 3.500 Häuser zerstört 8 5,7 1/3 Carlsbergrücken 0 10 7,6 k. A. 3 Yunnan China, Volksrepublik 16 584 Verletzte, 264.878 Gebäude zerstört, 1.186.000 Häuser beschädigt und 1.508 Stück Vieh getötet; Sachschaden wird auf 75 Mio. US-Dollar geschätzt 35 5,9 1/3 25. Juli 2003 22:13 Präfektur Miyagi Honshū Japan 0 mind. 569 Verletzte, 1.025 Gebäude beschädigt oder zerstört und einige Straßen beschädigt 12 6 5,4 6,0 1/3 östlich Südliche Orkneyinseln, Scotiasee 0 10 7,6 k. A. 3 Fiordland-Nationalpark, Südinsel Neuseeland 0 Fiordland-Erdbeben 28 7,2 1/3 vor Hokkaidō Japan 0 mind. 755 Personen verletzt, geschätzter Sachschaden von 90 Mio. US-Dollars, Tsunami an der Südostküste Hokkaidos bis zu 4 m hoch 27 8,2 1/3 vor Hokkaidō Japan 0 Nachbeben des 8,2-Mw-Bebens vom selben Tag 33 7,4 1/3 Altai Russland 3 Erhebliche Zerstörungen, Erdrutsche, 1800 Obdachlose, stärkstes Erdbeben in der Region seit 1761 16 7,3 1/3 Dayao (Chuxiong), Yunnan China, Volksrepublik 3 32 Verletzte und 12.000 Gebäude beschädigt oder zerstört 35 5,6 1/3 25. Oktober 2003 12:48 Minle/Shandan, Zhangye, Gansu China, Volksrepublik 9 mehr als 43 Verletzte und Tausende Obdachlose; 10.000 Häuser zerstört und 45.000 beschädigt; zwei Staudämme beschädigt; 16.000 Stück Vieh getötet 12 14 5,8 5,8 1/3 Japangraben vor der Ostküste Honshūs Japan 0 10 7,0 k. A. 1/3 Rat Islands, Aleuten, Alaska USA 0 33 7,8 k. A. 3 Mongolküre, Ili, Xinjiang China, Volksrepublik; Kasachstan 11 47 Verletzte, 769 Häuser zerstört und viele beschädigt 17 6,0 1/3 El Paso de Robles, Kalifornien USA 2 mind. 40 Verletzte, rund 40 Gebäude eingestürzt; geschätzter Sachschaden bei rund 300 Mio. US-Dollar 8 6,6 1/3 Bam Iran über 31.000 Erdbeben von Bam 10 6,6 3 südöstl. der Loyalitätsinseln, Neukaledonien Frankreich 0 10 7,3 k. A. 1/3
2004 Datei:Earthquake distribution 2004.png Datum, Uhrzeit (UTC) Ort Land Opfer Bemerkungen T MW I Q südöstlich der Loyalitätsinseln, Neukaledonien Frankreich 0 22 7,1 k. A. 1/3 Chiriquí (Provinz)/Provinz Puntarenas Panama/Costa Rica 0 19 6,1 1/3 Nabire, Papua (Provinz) Indonesien 37 17 7,0 1 Südküste nahe Nabire, Papua (Provinz) Indonesien 0 10 7,3 1 Nabire, Papua (Provinz) Indonesien 0 25 6,7 1 Provinz Al Hoceïma Marokko 631 Erdbeben in Marokko 8 6,4 1/3 bei San Ramón de la Nueva Orán, Salta (Provinz) Argentinien 0 16 5,7 1 nördlich des Maokegebirges, Papua (Provinz) Indonesien 0 20 6,1 1 Cañete, Región del Bío-Bío Chile 0 21 6,6 1 Lü Dao, Taiwan (Provinz) Taiwan 0 20 6,2 1 bei Pinotepa Nacional, Oaxaca Mexiko 0 18 5,9 1 beim Eye Tsaka, Autonomes Gebiet Tibet China, Volksrepublik 0 13 6,2 1 Fidschi 0 566 7,1 3 im Süden Sumatras Indonesien 0 582 7,3 3 an der Nordküste des Vogelkops Indonesien 0 13 6,5 3 östlich von Curicó, Región del Maule Chile 0 20 6,5 1 im Meer vor der Kii-Halbinsel, Honshū Japan 0 14 7,2 1/3 im Meer vor der Kii-Halbinsel, Honshū Japan 0 10 7,4 1/3 bei San Fernando del Valle de Catamarca Argentinien 1 13 6,1 1 an der Ostküste Nicaraguas Nicaragua 0 35 7,0 3 Präfektur Niigata, Honshū Japan 40 Chūetsu-Erdbeben 16 6,6 1/3 Präfektur Niigata, Honshū Japan Nachbeben des Chūetsu-Erdbebens 16 6,3 1/3 Alor, Ost-Nusa Tenggara Indonesien 34 10 7,5 1/3 vor der Küste von Chocó und Valle del Cauca Kolumbien 0 15 7,2 1/3 südlich von San José (Costa Rica) Costa Rica 8 16 6,4 1/3 südwestlich der Südinsel Neuseeland 0 10 7,1 1/3 Nabire, Papua (Provinz) Indonesien 32 10 7,1 1/3 vor Hokkaidō Japan 0 mind. 24 Verletzte 39 7,0 1/3 500 km nördlich der Macquarieinsel, Tasmanien 0 10 8,1 k. A. 3 Aceh, Sumatra/Andamanen und Nikobaren Indonesien/Indien etwa 230.000 Erdbeben im Indischen Ozean: Tsunami in Indonesien, Thailand, auf den Andamanen und den Nikobaren, in Sri Lanka, Indien, Malediven, Somalia, Kenia und Tansania. 30 9,1 3 im Meer vor den Nikobaren Indien 0 stärkstes Nachbeben am Tag des Hauptbebens (Erdbeben im Indischen Ozean) 39 7,2 1
2005 Datei:Earthquake distribution 2005.png