mini|St. Michael in Grenzach St. Michael im südbadischen Grenzach-Wyhlen ist eine katholische Pfarrkirche aus den 1950er Jahren.

Geschichte Der Vorgängerbau der heutigen Kirche war eine 1905 erbaute Kuratie-Kirche im neoromanischen Stil. Bereits ihr Patrozinium war der heilige Michael; sie besaß zwei AltäreHelm: Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland, S. 109 (05.1) aus der Werkstätte der Gebrüder Moroder: einen Hochaltar mit Figuren der Heiligen Bonifatius und Michael sowie einen Marienaltar.Werner Scheurer: Die Altäre der Offenburger Altarbauer Moroder. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 36/37, 2017/2018 (2021), S. 147–182, hier: S. 167.

Die heutige Kirche wurde nach den Plänen des Basler Architekten Hermann Baur in den Jahren 1953 bis 1957 erbaut.

Kirchenbau Die im Ortsteil Grenzach an der Durchfahrtsstraße befindliche Kirche ist ein einschiffiger Rechtecksbau mit eingezogenem Chor und flach geneigtem Satteldach. An der Nordwestseite steht ein quadratischer Glockenturm vom Hauptbau abgesetzt. Der hell verputzte Turm ist ebenfalls über ein flaches Satteldach in Richtung des Langhauses gedeckt und verfügt nach Norden und Süden über rechteckige Klangarkaden. An seiner Dachspitze ist ein kleines Kreuz angebracht.

mini|Altarraum Ausstattung Die Decke des Innenraums ist der Dachneigung angepasst. Die farbige Fensterverglasung im Chor und Nordgiebel stammt vom Heidelberger Künstler Willy Oeser, der auch das Altarbild an der Südwand schuf. Ebenfalls an der Südwand befindet sich das Tabernakel. Es wurde 1969 von Leonhard Eder aus Bronze gefertigt.Leonhard Eder. In: Gemeinschaft christlicher Künstler (Hrsg.): aus unserem Schaffen, Erzdiözese Freiburg, Heft 8, 1973, S. 32 An der Nordseite des Langhauses steht eine breite Empore.

Glocken Das vierstimmige Glockengeläut von St. Michael wurde 1957 von F. W. Schilling in Heidelberg aus Bronze gegossen und setzt sich wie folgt zusammen:Helm: Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland, S. 109 (05.2)Glockeninspektion Erzbistum Freiburg: Kath. Pfarrkirche St. Michael in Grenzach

Name Schlagton Durchmesser Gewicht Christusglocke f′+4 1097 mm 861 kg Marienglocke g′+4 1018 mm 714 kg Michaelsglocke a′+2 904 mm 494 kg Bruder-Klaus-Glocke c″+4 754 mm 282 kg

Orgel Die ursprüngliche Orgel von O. Mönch aus Überlingen aus dem Jahr 1942 wurde bereits im Vorgängerbau verwendet und im Jahr 1990 nach Ljubljana, Slowenien verkauft. Das alte Instrument mit Membranladen, elektrischer Spiel- und Registertraktur war mit zwei Manualen, einem Pedal und 23 Registern spielbar.Helm: Kirchen und Kapellen im Markgräflerland, S. 110 1991 wurde die neue Orgel von der Orgelbaufirma Rudolf Kubak in Augsburg ihrem Bestimmungszweck übergeben. Die Kubak-Orgel ist mit zwei Manualen, einem Pedal und 30 Registern spielbar.

Die Disposition lautet wie folgt: mini|Blick ins Langhaus Richtung Orgelempore

I Hauptwerk C–g3 Bourdon 16′ Principal 8′ Rohrflöte 8′ Octav 4′ Traversflöte 4′ Quinte ′ Octav 2′ Terz ′ Mixtur IV ′ Cymbel III ′ Trompete 8′ II Schwellwerk C–g3 Suavial 8′ Copel 8′ Amarosa 8′ Bifaria 8′ Prinzipal 4′ Fluet 4′ Sesquialter II ′ Schwiegel 2′ Scharf IV 2′ Fagott 16′ Oboe 8′ Tremulant Pedal C–f1 Subbass 16′ Octavbass 8′ Gedacktbass 8′ Quintbass ′ Choralbass 4′ Rauschbass IV ′ Bombarde 16′ Posaune 8′

Koppeln: II/I, I/P, II/P Spielhilfen: Absteller pro Werk

Literatur Johannes Helm: Kirchen und Kapellen im Markgräflerland. Müllheim/Baden 1989, ISBN 3-921709-16-4, S. 109–110. Helmut Bauckner: Katholische Kirche St. Michael Grenzach, o. O., o. J.

Weblinks

Webpräsenz der Kirchengemeinde St. Michael

Einzelnachweise

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