Giove ist eine italienische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) in der Provinz Terni in der Region Umbrien.

Geografie mini|links|Lage der Gemeinde Giove in der Provinz Terni mini|Palazzo Ducale (Castello) mini|Chiesa della Madonna Assunta

Die Gemeinde erstreckt sich über rund 15 km². Sie liegt etwa 90 km südlich der Regionalhauptstadt Perugia und rund 40 km westlich der Provinzhauptstadt Terni im unteren Tibertal in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1896 GR/GWebseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA) (PDF; 330 kB), abgerufen am 17. November 2012 (italienisch).

Einziger Ortsteil ist Palombina (, ca. 50 Einwohner). (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Terni, abgerufen am 17. November 2012 (italienisch)

Die Nachbargemeinden sind Amelia, Attigliano, Bassano in Teverina (VT), Bomarzo (VT), Orte (VT) und Penna in Teverina.

Geschichte

Namensgebend für den Ort ist der zu Ehren des Zeus errichtete Tempel aus der Vorzeit der Etrusker und Umbrer. Der heutige Ort wird erstmals 1191 unter dem Namen Juvo schriftlich erwähnt in einem Dokument des Ortsherren Berardo di Pietro und dem Grafen von Alviano.La Storia, Webseite turismogiove.it der Gemeinde Giove, abgerufen am 17. Dezember 2022 (italienisch) Am 2. Januar 1223 unterstellten sich die Ortsherren der Familien Amatore, Oderini, Ugolino und Veritiero der Herrschaft Orvietos. 1481 wird der Ort von Papst Sixtus IV. als Lehen Lucrezia Appiani d’Aragona, der Witwe von Pino degli Oderlaffi, unterstellt. Danach herrschten ab 1514 die Farnese, die dem Ort am 8. September 1557 durch Pier Bertoldo Farnese das Kommunalstatut verliehen. Der Ort blieb weitere vierzig Jahre im Besitz der Farnese, bis Mario Farnese die Gemeinde 1597 an die Brüder Asdrubale und Ciriaco Mattei veräußerte. Am 10. Oktober 1643 verlieh Papst Urban VIII. dem Markgraf Girolamo Mattei, Sohn des Asdrubale, die Grafenwürde. Die Grafschaft blieb im Besitz der Mattei bis 1796, als die Truppen Napoleons Umbrien besetzten. Nach der Niederlage derer gelangte der Ort zurück an die Mattei unter der Kontrolle des Kirchenstaates bis 1854, als der Ort Teil der Provinz Umbrien wurde. Sechs Jahre später wurde Giove Teil des Königreich Italien. 1909 überließen die Mattei das Schloss Pietro Ricciardi, der seinerseits zehn Jahre später das Anwesen an die Grafen De Chenaz de Robilant verkauften. 1936 gelangte es in den Besitz des Grafen Pietro d’AcquaroneOffizielle Website der Borghitalia, abgerufen am 26. März 2011 (italienisch) (* 9. April 1890 in Genua; † 13. Februar 1948 in Sanremo, italienischer Politiker, Militär und Unternehmer).Offizielle Website der Onlineausgabe des Treccani zu Pietro d’Acquarone, abgerufen am 26. März 2011 (italienisch)

Sehenswürdigkeiten Chiesa della Madonna Assunta, Pfarrkirche, die von 1740 bis 1775 über der damaligen Pfarrkirche San Giovanni Battista entstand.Chiesa di Santa Maria Assunta bei Beweb (Beni ecclesiastici in web, Ufficio Nazionale per i beni culturali ecclesiastici e l’edilizia di culto), abgerufen am 10. Dezember 2022 (italienisch) Enthält Werke aus der Schule des Nicolò Alunno.Arte e turismo, Webseite turismogiove.it der Gemeinde Giove, abgerufen am 17. Dezember 2022 (italienisch) Chiesa della Madonna del Perugino, Kirche, entstand 1658 durch Francesco Caffarelli aus Perugia, Perugino genannt, der über seiner Eingangstür ein Madonnenbild anbringen ließ. Cappella di San Rocco, Kapelle kurz außerhalb der Stadtmauern mit Fresken aus dem 16. Jahrhundert, die durch die Brüder Lorenzo und Bartolomeo Torresani (Fratelli Torresani) entstanden.I borghi delle due Valli: Cappella di San Rocco. Abgerufen am 17. Dezember 2022 Palazzo dei Duchi Mattei (auch Palazzo Ducale oder Castello di Giove), zentrales Burgschloss im historischen Ortskern aus dem 16. Jahrhundert. Der Legende nach enthält das Gebäude 365 Fenster, eines für jeden Tag des Jahres.orvietonews.it vom 2. April 2021: Castello di Giove, riapertura a maggio 2022. "Rappresenterà la rinascita di un intero territorio." Abgerufen am 17. Dezember 2022 (italienisch) San Giovanni Battista, ehemalige Kirche an der Piazza Cento Tramonti am südwestlichen Ende des Borgo, deren Reste heute im Centro d’incontro polivalente integriert sind.orvietosi.it vom 20. Oktober 2019: Giove, nell’ex Chiesa di San Giovanni Battista si inaugura il Centro d’incontro Polivalente. Abgerufen am 17. Dezember 2022 Santa Maria del Gesù, ehemaliger Konvent aus dem 17. Jahrhundert, der bis 1870 zu den Franziskaner, dann zum Orden der Oblaten des hl. Franz von Sales und danach den Marianisten gehörte. Heute in Privatbesitz.Laura Zazzerini: Giove. In: About Umbria Magazine vom 19. Dezember 2017, abgerufen am 17. Dezember 2022 (italienisch)

Gemeindepartnerschaften Bléneau, Département Yonne, Frankreich.Gemellaggi con i comuni di Bleneau (Francia) e Castilleja de Guzmann (Spagna), Webseite der Gemeinde Giove, abgerufen am 17. Dezember 2022 (italienisch) Castilleja de Guzmán, Provinz Sevilla, Spanien

Literatur Touring Club Italiano: Umbria. Mailand 1999, ISBN 88-365-2542-3, S. 575.

Weblinks

Offizielle Website der Gemeinde Giove

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Umbrien