Die China Open 2011 waren ein Snooker-Turnier im Rahmen der Snooker Main Tour der Saison 2010/11, das vom 28. März bis zum 3. April 2011 in Peking ausgetragen wurde.

Judd Trump bezwang im Finale Mark Selby mit 10:8 und konnte damit das erste Ranglistenturnier seiner Karriere gewinnen. Der Titelverteidiger Mark Williams schied bereits in der ersten Runde mit 4:5 gegen Stephen Lee aus.

Preisgeld

Sieger: 60.000 £ Finalist: 30.000 £ Halbfinalisten: 15.000 £ Viertelfinalisten: 8.000 £ Achtelfinalisten: 5.925 £ Letzte 32: 4.000 £ Letzte 48: 2.200 £ Letzte 64: 1.500 £Höchstes Vorrunden-Break: 400 £ Höchstes Finalrunden-Break: 2.000 £

Gesamt: 325.000 £

Wildcard-Runde Die Spiele der Wildcardrunde wurden am 28. und 29. März ausgetragen. Es setzten sich fast alle Favoriten durch, lediglich Ken Doherty hatte einem überzeugend aufspielenden Li Hang nichts entgegenzusetzen und verlor klar. Für den Chinesen, der von 2008 bis 2010 schon auf der Main Tour gespielt hatte, war es nach 2007 das zweite Mal, dass er sich für die Hauptrunde der China Open qualifizierte. Der für Norwegen startende Engländer Kurt Maflin schaffte durch den Sieg über den Wildcard-Spieler Cao Yupeng zum ersten Mal den Sprung unter die letzten 32 eines Main-Tour-Turniers.

SpielQualifikant (Setzplatz) ErgebnisWildcardspieler WC1 Kurt Maflin (91) 5:3 Cao Yupeng WC2 Marcus Campbell (32) 5:3 Mei Xiwen WC3 Robert Milkins (36) 5:1 Rouzi Maimaiti WC4 Jimmy White (57) n. a.Tian Pengfei zieht kampflos in die Hauptrunde ein, da Jimmy White aufgrund von Visumsproblemen nicht antreten konnte () Tian Pengfei WC5 Nigel Bond (34) 5:3 Jin Long WC6 Ken Doherty (29) 1:5 Li Hang WC7 Joe Perry (30) 5:2 Li Yan WC8 Gerard Greene (28) 5:2 Yu Delu

Finalrunde Die große Überraschung der ersten Runde war das Ausscheiden des Titelverteidigers und Weltranglistenzweiten Mark Williams gegen Stephen Lee. Auch Stephen Maguire, zuvor noch Finalist bei den Welsh Open, schied früh aus. Positiv überraschte der Wildcard-Spieler Li Hang, der sich knapp gegen Graeme Dott durchsetzen konnte und sein bestes Ergebnis bisher erreichte. Judd Trump, der zuvor schon an die Tür der Top-16-Spieler angeklopft hatte, und Ryan Day gegen einen sich in letzter Zeit außer Form befindlichen Ronnie O’Sullivan konnten sich ebenfalls gegen gesetzte Spieler durchsetzen. Größte Überraschung der zweiten Runde war das Aus von Weltmeister Neil Robertson gegen Peter Ebdon. Dieser hatte aber anschließend im Viertelfinale keine Chance gegen den immer besser ins Spiel kommenden Youngster Judd Trump. Mit John Higgins scheiterte auch der letzte der Top-3-gesetzten Spieler an Shaun Murphy. In der oberen Hälfte der Setzliste setzten sich die verbliebenen Favoriten Mark Selby und Ding Junhui durch. In ihrer Halbfinalbegegnung verlief die Partie bis zum 3:3 ausgeglichen, bis Selby sich mit drei gewonnenen Frames in Folge für das Finale qualifizierte. Im anderen Halbfinale konnte Murphy nicht an den Erfolg gegen Higgins anknüpfen. Ein druckvoll spielender und sicher lochender Judd Trump gewann sicher mit 6:1.

Finale Für den 21-Jährigen Judd Trump kam es damit zum ersten langen Finale seiner Karriere vor Kameras auf der Maintour. Trotzdem zeigte er wenig Nervosität. In dem ziemlich ausgeglichenen Match konnte er mehrfach vorlegen und Selby musste immer wieder um den Ausgleich kämpfen. Dies gelang ihm, nach einem 6:8-Rückstand, auch zum 8:8. Danach war es aber Trump, der sich mit jeweils einem 57er-Break die fehlenden beiden knappen Frames zum Turniersieg sicherte und damit seinen ersten Titel bei einem Weltranglistenturnier gewann.

Qualifikation Die Qualifikationsspiele fanden vom 24. bis 27. Februar 2011 in Sheffield statt.

Century-Breaks

Qualifikationsrunde

140, 117, 115, 103 Kurt Maflin 138 Jimmy Robertson 137 Tony Drago 136 Stuart Pettman 134 Mark King 130 Ben Woollaston 120 Dominic Dale 120 Martin Gould 116, 106 Jack Lisowski 112, 101 David Gilbert 109 Judd Trump 107 Jamie Burnett 107 Robert Milkins 105 Matthew Couch 105 Ken Doherty 102 Anthony Hamilton Finalrunde

142, 114 Robert Milkins 139, 134, 132, 131, 130, 129, 124, 102 Mark Selby 138 Nigel Bond 137, 113, 104, 100 Mark Williams 137 Mark Davis 134, 133, 126, 120, 117 Ding Junhui 133, 117 Li Hang 130, 113, 104, 104 Judd Trump 128 Barry Hawkins 124 Neil Robertson 123 Ronnie O’Sullivan 117 Yu Delu 108 Shaun Murphy 107 John Higgins 106 Joe Perry 103 Kurt Maflin 101 Tian Pengfei 100 Stephen Hendry 100 Ryan Day

Einzelnachweise

Kategorie:Snookerveranstaltung 2011 Kategorie:Billardturnier in Peking #2011