Als Wüchsigkeit bezeichnet man seit mindestens dem 19. Jahrhundert vor allem fachsprachlich in der Botanik allgemein und besonders in der Pflanzenzüchtung sowie in der Forst- und Landwirtschaft, zum Beispiel im Gartenbau, Obstbau und Weinbau, die starke „Wuchs“- im Sinne von Wachstumsfreudigkeit von Pflanzen. Nur in seltenen Ausnahmen, vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, benutzt bzw. benutzte man den Begriff auch für die Zoologie bzw. Tierzucht.

Der Begriff leitet sich her aus der Substantivierung des Adjektivs „wüchsig“ im Sinne von „Wüchsigsein“. Das allgemein verwendbare Adjektiv wurde ursprünglich seit Ende des 17. Jahrhunderts zunächst in der Forstwirtschaft erstmals in seiner fachlichen Bedeutung verwendet. Der substantivierte Begriff etablierte sich dann seit Beginn des 20. Jahrhunderts zunehmend als Fachbegriff.

Weblinks

Wüchsigkeit des Standorts in der Forstwirtschaft (Eidgenössische Forschungsanstalt WSL) Wüchsigkeit der Unterlage im Weinbau

Einzelnachweise Bedeutung: https://www.duden.de/rechtschreibung/Wuechsigkeit#bedeutung

1835: https://www.dwds.de/r/?corpus=dta+dwds&q=Wüchsigkeit&date-start=1835&date-end=1835

1863: https://www.dwds.de/r/?corpus=dta+dwds&q=Wüchsigkeit&date-start=1863&date-end=1863

1914: https://www.dwds.de/r/?q=Wüchsigkeit&corpus=dtaxl&date-start=1914&date-end=1914

Etymologie: https://www.dwds.de/wb/wüchsig#etymwb-1

Geschichte: https://www.dwds.de/r/plot/?view=1&corpus=dta+dwds&xrange=1660%3A1999&q1=wüchsig

1936: Ernst Günther (Wirtschaftswissenschaftler) #Veröffentlichungen (Auswahl)

Kategorie:Botanik