Der Opel Olympia A war ein Fahrzeugmodell der damals unteren MittelklasseNeu im Opel-Programm OLYMPIA UND SICHERHEIT. In: Kraftfahrzeugtechnik 12/1967, S. 368–369., das Opel zwischen Sommer 1967 und Mitte 1970 produzierte. Es handelte sich um eine besser ausgestattete Variante des Kadett B.
Einen Opel Olympia gab es bereits von 1935 bis 1953; auch waren verschiedene Versionen des Opel Rekord (bis 1957 sowie bis 1962) so benannt.
Modellgeschichte Allgemeines Innerhalb der Opel-Palette kam der Olympia A im August 1967 als luxuriöse Ergänzung der unteren Mittelklasse auf den Markt. Der Wagen sollte bis zum Erscheinen des Ascona A die Lücke zum größeren Rekord füllen und bekam einen um die Ecken geführten verchromten Kühlergrill mit weiterem Zierrat sowie eine aufwendigere Inneneinrichtung ohne das nackte Blech der einfachen Kadett-Modelle.
Den Olympia A gab es in drei neuen Karosserie-Varianten: Die zwei- und viertürigen Limousinen besaßen ein Schrägheck, das allerdings keinen praktischen Nutzen hatte, sondern verglichen mit den bisherigen Kadett-Limousinen die Sichtverhältnisse verschlechterte und den Kofferraum von 337 auf 315 Liter verkleinerte. Weiterhin gab es ein neu gestaltetes Coupé (intern: „Coupé F“). Diese Karosserien erhielten fortan auch der Kadett B LS und der Rallye-Kadett. Ab 1971 wurde das „Coupé F“ für alle übrigen Kadett-Modelle verwendet.
Auch der technische Fortschritt, der mit dem Olympia A einherging (Sicherheitslenksäule, schraubengefederte Hinterachse), wurde direkt für den Kadett B übernommen. Im Juli 1970 endete die Produktion des Olympia A. Das Modell war mit 80.697 gebauten Exemplaren kein besonderer Verkaufserfolg, da es sich zu wenig vom günstigeren Opel Kadett B unterschied. Sein Nachfolger wurde der im November 1970 präsentierte Opel Ascona A mit neu entwickelter und eigenständiger Karosserie. Insbesondere das gegen Aufpreis lieferbare Vinyldach erwies sich Jahre später als Achillesferse dieser späten Olympia-Modelle, da oftmals die Dachbeklebung zur Feuchtigkeits- und dadurch Rostfalle wurde.
Sonstiges Die Frontpartie der US-Export-Modelle des Kadett sahen zeitweise dem Olympia A recht ähnlich, tatsächlich stimmen aber nur die Eckstücke überein. mini|hochkant|US-Export-Modell des Kadett
Motoren Folgende Motoren waren verfügbar: 1,1 l SR, OHV-Motor mit 60 PS (44 kW) und Zweivergaseranlage 1,7 l S, CIH-Motor mit 75 PS (55 kW) 1,9 l S, CIH-Motor mit 90 PS (66 kW; nur Coupé)
Insbesondere mit dem 1,9-l-Motor zählt der Opel Olympia, der stets ein Leergewicht von weniger als 900 kg aufwies, zu einem der agilsten Fahrzeuge seiner Klasse.
Technische Daten Technische Daten Opel Olympia 1967–1970Opel Olympia1100 SR1700 S1900 S Motor 4-Zylinder-Reihenmotor (Viertakt) Hubraum 1078 cm³ 1698 cm³1879 cm³ Bohrung × Hub 75 × 61 mm 88 × 69,8 mm 93 × 69,8 mm Leistung(PS)bei 1/min 44 kW(60 PS)5200 55 kW(75 PS)5200 66 kW(90 PS)5100 Max. Drehmomentbei 1/min 85 Nm3800–5000130 Nm2800–2900149 Nm2500–3100 Verdichtung 9,2 : 19,5 : 1 Gemischaufbereitung Zwei FallstromvergaserSolex 35 PDSIEin FallstromvergaserSolex 35 PDSI Ein Register-FallstromvergaserSolex 32/32 DIDTA Ventilsteuerung Hängende Ventile (OHV), seitliche Nockenwelle mit Antrieb durch Einfach-RollenketteHängende Ventile (CIH), obenliegende Nockenwelle mit Antrieb durch Duplex-Rollenkette Kühlung Wasserkühlung Getriebe 4-Gang-Getriebe, Knüppelschaltung (gegen Aufpreis ab Ende 1968: Opel-Dreigangautomatik) Vorderachse Einzelradaufhängung an ungleich langen, doppelten Dreiecksquerlenkern, Querblattfeder (Weitspalt-Halbfeder), Teleskopstoßdämpfer Hinterachse Zentralgelenkachse (Starrachse), Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer Bremsen Hydraulische Zweikreis-Vierradbremse mit Bremshilfevorn Scheiben Ø 238 mm, hinten Trommeln Ø 200 mm(bei 1700 S/1900 S hinten Ø 230 mm) Aufbau selbsttragende Ganzstahlkarosserie, Tankinhalt: ca. 40 Liter Spurweite vorn/hinten 1250/1274 mm Höchstgeschwindigkeit 140 km/h153 km/h168 km/h 0–100 km/h 17 s 14 s 11 s Verbrauch (Liter/100 Kilometer) 7,9–10,5 S 9,4–11,5 S 9,6–12,0 S
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Einzelnachweise
Kategorie:Limousine Kategorie:Coupé