Die 121. Infanterie-Division (121. ID) war ein Großverband des Heeres der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.
Divisionsgeschichte Deutschland: Oktober 1940 bis Juni 1941 Ostfront, Nordabschnitt: Juni 1941 bis Januar 1944 Ostpreußen, Kurlandkessel: Januar 1944 bis Mai 1945 Die 121. Infanterie-Division wurde als Division der 11. Aufstellungswelle im Oktober 1940 aus Teilen der 1. und 21. Infanterie-Division auf dem Truppenübungsplatz Munsterlager bei Munster in der Lüneburger Heide aufgestellt. Für die Vorbereitung auf das Unternehmen Barbarossa verlegte die Division nach Ostpreußen und wurde der Heeresgruppe Nord und der 16. Armee unterstellt. Das erste Ziel der Division war die Eroberung der Stadt Dünaburg in Lettland. Dünaburg wurde Ende Juli 1941 eingenommen. Im Winter 1941/42 nahm die 121. Infanterie-Division an der Belagerung Leningrads teil. Vom Mai 1942 bis Februar 1944 kämpfte die Division fast ununterbrochen an der Wolchow-Stellung. Im Frühjahr 1944 musste die Heeresgruppe Nord dem Druck der Roten Armee weichen, und die 121. Infanterie-Division zog sich über Luga, Pleskau und Livland nach Ostpreußen zurück. Im März 1944 erfolgte eine Auffrischung durch die Schatten-Division Mielau. Die 121. Infanterie-Division wurde im Mai 1945 im Kurland-Kessel vernichtet, die Überlebenden gerieten in sowjetische Kriegsgefangenschaft.Vgl. ; S. 286 f.
Personen Kommandeure Dienstzeit Dienstgrad NameAndris J. Kursietis: The Wehrmacht at War 1939–1945. The Units and Commanders of the German Ground Forces during World War II. Aspekt 1999. ISBN 90-75323-38-7. S. 136–137.5. Oktober 1940 bis 5. Mai 1941Generalmajor/GeneralleutnantCurt Jahn6. Mai bis 3. Juli 1941GeneralmajorOtto Lancelle8. Juli 1941 bis 11. November 1942Generalmajor/GeneralleutnantMartin Wandel11. November 1942 bis März 1944Oberst/Generalmajor/GeneralleutnantHellmuth PrießMärz bis 1. Juni 1944GeneralmajorErnst Pauer von Arlau1. bis 27. Juni 1944GeneralleutnantRudolf Bamler27. Juni bis 10. Juli 1944GeneralleutnantHellmuth Prieß10. Juli bis 1. August 1944GeneralleutnantTheodor Busse1. August 1944 bis 28. April 1945Oberst/Generalmajor/GeneralleutnantWerner Ranck29. April bis 8. Mai 1945GeneralmajorOttomar Hansen (mit der Führung beauftragt)
Generalstabsoffiziere (Ia) Dienstzeit Dienstgrad Name 5. Oktober 1940 bis 16. Januar 1942 Major Kurt Brandstädter 16. Januar 1942 bis 10. Dezember 1943 Major Henning Eppendorff 10. Dezember 1943 bis 20. September 1944 Major Fritz Hoefer September 1944 bis Mai 1945 Oberstleutnant Dietmar Eckert
Bekannte Divisionsangehörige Kurt Brandstädter (1902–1963), war 1960, als Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr, stellvertretender Stabschef bei der Northern Army Group (NORTHAG) Dietmar Eckert (1913–2002), war von 1968 bis 1969, als Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr, Angehöriger der Führungsakademie der Bundeswehr Ottomar Hansen (1904–1993), war von 1961 bis 1964, als Generalmajor des Heeres der Bundeswehr, Befehlshaber im Wehrbereich IV* Ottomar Hansen (1904–1993), war von 1961 bis 1964, als Generalmajor des Heeres der Bundeswehr, Befehlshaber im Wehrbereich IV Ewald Kleist (1911–1992), war ein Generalarzt des Heeres der Bundeswehr Erwin von Lahousen (1897–1955), war aktiv in der Widerstandsbewegung des 20. Juli 1944
Gliederung Infanterie-Regiment 405 Infanterie-Regiment 407 Infanterie-Regiment 408 Artillerie-Regiment 121 Pionier-Bataillon 121 Feldersatz-Bataillon 121 Panzerjäger-Abteilung 121 Aufklärungs-Abteilung 121 Nachrichten-Abteilung 121 Nachschubstruppen 121
Literatur ; S. 286 f.
Anmerkungen und Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1940 Kategorie:Aufgelöst 1945 Kategorie:Militär (Munster) Kategorie:Division der 11. Aufstellungswelle