Meinrad Dreher (* 30. Januar 1763 in Illereichen; † 13. März 1838 ebenda) war deutscher Orgelbauer, der in Oberschwaben wirkte.
Leben Biografisch ist über Dreher wenig bekannt. Er wuchs als Sohn eines Schreiners auf und erlernte das Orgelbauhandwerk bei Meinrad Ellenrieder in Mindelheim.Georg Brenninger, Gerhard Rieger: Orgeln in Schwaben. Bruckmann, München 1986, ISBN 3-7654-2001-8, S. 91. Zudem war er mindestens acht Jahre bei Johann Nepomuk Holzhey tätig. Um 1790 trat Dreher als Meistergeselle zusammen mit Holzhey beim Umbau der Hauptorgel in Kloster Obermarchtal auf.Ulrich Höflacher: Johann Nepomuk Holzhey: Ein oberschwäbischer Orgelbauer. Oberschwäbische Verlagsanstalt, Ravensburg 1987, ISBN 3-926891-01-7, S. 18, 47, 82, 180 (Veröffentlichung der Gesellschaft der Orgelfreunde 121). 1790 machte Dreher sich in seiner Geburtsstadt als Orgelbauer selbstständig.
Sein Sohn Joseph Anton Dreher (1794–1849) erlernte ebenfalls den Orgelbau und übernahm die väterliche Werkstatt.
Werkliste Die Liste gibt alle bisher von Dreher bekannten Werke wieder.Hermann Fischer, Theodor Wohnhaas: Lexikon süddeutscher Orgelbauer. Florian Noetzel Verlag, Heinrichshofen-Bücher, Wilhelmshaven 1994, ISBN 3-7959-0598-2, S. 70.
Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen 1790 Illereichen Umbau 1798 Dietershofen Hl. Dreifaltigkeit Vollendung eines Orgelneubaus 1801 Oberroth St. Stephan Neubau; nicht erhalten 1807 Alberweiler St. Ulrich I 7 Neubau 1814 Zwiefalten Münster II/P 23 Reparatur und Überführung der Chororgel von Joseph Gabler an die Stelle der HauptorgelAlfred Reichling (Hrsg.): Mundus Organorum. Festschrift Walter Supper. Merseburger, Berlin 1978, S. 190, 202. 1828 Memmingen St. Martin II/P 24 Renovierungsumbau der Orgel von Andreas Schneider; Pedalerweiterung um zwei ZungenstimmenBalthasar von Ehrhart: Geschichtliche Beschreibung der protestantischen Haupt-Pfarrkirche zu St. Martin in Memmingen. Fischach, Memmingen 1846, S. 104f → Orgel von St. Martin (Memmingen) 1832 Mindelheim Mariä Verkündigung 160x160px II 18 Reparatur und Erweiterung des Pedals um zwei Register, zusammen mit seinem Sohn Joseph Anton Dreher; Gehäuse eines unbekannten Orgelbauers von 1722 erhalten; mehrere Umbauten → Artikel: Orgel
Literatur Georg Brenninger, Gerhard Rieger: Orgeln in Schwaben. Bruckmann, München 1986, ISBN 3-7654-2001-8. Hermann Fischer, Theodor Wohnhaas: Historische Orgeln in Schwaben. Schnell & Steiner, München 1982, ISBN 3-7954-0431-2. Hermann Fischer, Theodor Wohnhaas: Lexikon süddeutscher Orgelbauer. Florian Noetzel Verlag, Heinrichshofen-Bücher, Wilhelmshaven 1994, ISBN 3-7959-0598-2. Ulrich Höflacher: Johann Nepomuk Holzhey: Ein oberschwäbischer Orgelbauer. Oberschwäbische Verlagsanstalt, Ravensburg 1987, ISBN 3-926891-01-7, S. 18 (Veröffentlichung der Gesellschaft der Orgelfreunde 121).
Siehe auch Liste von Orgelbauern
Einzelnachweise
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